Niederhausen (Nahe)

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Ortsgemeinde Niederhausen
Niederhausen (Nahe)
Deutschlandkarte, Position der Ortsgemeinde Niederhausen hervorgehoben
49.8013888888897.7847222222222191Koordinaten: 49° 48′ N, 7° 47′ O
Basisdaten
Bundesland: Rheinland-Pfalz
Landkreis: Bad Kreuznach
Verbandsgemeinde: Bad Münster am Stein-Ebernburg
Höhe: 191 m ü. NHN
Fläche: 5,31 km²
Einwohner: 559 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 55585
Vorwahl: 06758
Kfz-Kennzeichen: KH
Gemeindeschlüssel: 07 1 33 070
Adresse der Verbandsverwaltung: Rheingrafenstraße 11
55583 Bad Kreuznach
Webpräsenz: niederhausennahe.de
Ortsbürgermeister: Manfred Kauer
Lage der Ortsgemeinde Niederhausen im Landkreis Bad Kreuznach
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Über dieses Bild
Evangelische Kirche Niederhausen

Niederhausen ist eine Ortsgemeinde im Landkreis Bad Kreuznach in Rheinland-Pfalz. Sie gehört der Verbandsgemeinde Bad Münster am Stein-Ebernburg an. Niederhausen ist ein staatlich anerkannter Fremdenverkehrsort.[2]

Geographische Lage[Bearbeiten]

Mit 150 Metern über dem Meeresspiegel liegt der Ort dort, wo die Nahe das Vorland zum Hunsrück und das Pfälzer Bergland voneinander trennt, an einem auslaufenden Südhang unmittelbar an der auf 120 Meter Breite aufgestauten Nahe.

Geschichte[Bearbeiten]

Niederhausen wurde urkundlich erstmals im Jahre 1238 erwähnt. Besiedelt war der Ort aber mit Sicherheit schon in der Römerzeit, was durch Funde nachgewiesen wurde. Niederhausen fiel im Jahre 1129 an die Grafschaft Veldenz, gehörte ab 1444 zum Herzogtum Pfalz-Zweibrücken und kam 1768 zur Kurpfalz.

In den Zeiten der französischen Revolution wurde das Dorf von 1795 bis 1814 Frankreich angegliedert. Nach dem Wiener Kongress (28. Mai 1815) kam Niederhausen zu Preußen. Grenzsteine, die das Königreich Preußen vom Königreich Bayern trennten, sind noch heute an der südlichen Gemarkungsgrenze zu sehen. Die größte Investition des Königreichs in Nierderhausen war die Errichtung der Königlich-Preußische Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Statistik zur Einwohnerentwicklung

Die Entwicklung der Einwohnerzahl von Niederhausen, die Werte von 1871 bis 1987 beruhen auf Volkszählungen:[2]

Jahr Einwohner
1815 312
1835 445
1871 433
1905 509
1939 532
Jahr Einwohner
1950 594
1961 607
1970 562
1987 605
2005 597

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat in Niederhausen besteht aus zwölf Ratsmitgliedern, die bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2014 in einer Mehrheitswahl gewählt wurden, und dem ehrenamtlichen Ortsbürgermeister als Vorsitzenden.[3]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Niederhausen Lagen

Die Struktur in Niederhausen wird wesentlich von Weinbau geprägt, 12 Einzellagen verteilen sich auf ca. 120 ha Rebflächen. Einer der bekanntesten Betriebe war die Königlich-Preußische Weinbaudomäne Niederhausen-Schloßböckelheim. Sie förderte den Weinbau bereits im 19. Jahrhundert, insbesondere gegen das massive Auftreten der aus Amerika eingeschleppten Reblaus und das vermehrte Auftreten von pilzlichen Schädlingen. Die Weinbaudomäne stärkte die Naheweine, die wegen fehlender Eigenständigkeit oft unter Fremdbezeichnungen, wie „Rüdesheimer“ oder „Rheinwein“, verkauft wurden.

In den Jahren 1926 bis 1928 errichteten die Wasserkraftwerke Niederhausen GmbH in unmittelbarer Nähe des Dorfes den Stausee Niederhausen. Das aus drei Feldern bestehende Wehr in der Nähe des ehemaligen Bahnhofes staut das Wasser an, sodass das Wasser in einem 760 m langen Kanal dem E-Werk zufließt. In der Nähe des Wasserkraftwerkes befindet sich das Besucherbergwerk Schmittenstollen, wo in der Vergangenheit bis 1942 Quecksilber abgebaut wurde. Für weitere Bergbaurelikte in der Gemarkung, siehe Liste von Bergwerken in der Pfalz.


Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederhausen (Nahe) – Sammlung von Bildern

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistisches Bundesamt – Gemeinden in Deutschland mit Bevölkerung am 31. Dezember 2013 (XLS-Datei; 4,0 MB) (Fortgeschriebene amtliche Einwohnerzahlen auf Grundlage des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Statistisches Landesamt Rheinland-Pfalz – Regionaldaten
  3. Der Landeswahlleiter Rheinland-Pfalz: Kommunalwahl 2014, Stadt- und Gemeinderatswahlen