Niederhemer

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

51.3919444444447.7616666666667200Koordinaten: 51° 23′ 31″ N, 7° 45′ 42″ O

Niederhemer
Stadt Hemer
Höhe: ca. 200 m
Fläche: 3,15 km²
Eingemeindung: 1. April 1910
Postleitzahl: 58675
Vorwahl: 02372
Karte

Ehemaliges Gesellenhaus.
Geburtshaus von Willibrord Benzler.

Niederhemer ist eine ehemalige selbstständige Gemeinde im Kreis Iserlohn, die sich 1910 mit Oberhemer zur Gemeinde Hemer zusammenschloss. Seit der kommunalen Neuordnung, die am 1. Januar 1975 in Kraft trat, ist Niederhemer ein Stadtteil der neuen Stadt Hemer.[1]

Geschichte[Bearbeiten]

Eine Siedlung in Niederhemer bestand seit dem frühen Mittelalter, im 9. Jahrhundert wurde zum Beispiel die ursprünglich katholische Vitus-Kirche errichtet. Aus dem 11. Jahrhundert stammen die Ursprünge des heutigen Hauses Hemer, das in Nachbarschaft der Vitus-Kirche erstmals gebaut wurde und in seiner heutigen Form im 17. Jahrhundert entstanden ist. Im Jahr 1700 wurde die katholische Pfarrkirche St. Peter und Paul geweiht. Die Vitus-Kirche war im Zuge der Reformation zum evangelischen Gotteshaus geworden und wurde 1818 von der neu errichteten Ebbergkirche ersetzt.

Ab 1647 gehörte Niederhemer zum Gericht Hemer, unter Napoleon wurde es Teil der Mairie, später Teil der Bürgermeisterei Hemer. Zwei große Brände im 17. und 18. Jahrhundert zerstörten große Teile Niederhemers. 1841 wurde das Amt Hemer mit den zentralen Gemeinden Nieder- und Oberhemer gegründet. Diese beiden Gemeinden wurden am 1. April 1910 zur neuen Landgemeinde Hemer vereint.[2]

Anfang des 20. Jahrhunderts war Niederhemer im Gegensatz zu vielen anderen Amtsgemeinden industriell geprägt. Die metallverarbeitende und die Papier-Industrie hatten dort ihre Schwerpunkte. Da sich die Sozialstruktur Niederhemers im Vergleich zur Nachbargemeinde aber trotzdem immer weiter verschlechterte, wurde eine Vereinigung erfolgreich vorangetrieben.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Datum Einwohner
1872 1000
1885 1247
1895 1752
1900 2013
1904 2477
1905 2661
1907 2764

Söhne und Töchter[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- u. Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen u. Reg.-Bez. vom 27.5.1970 bis 31.12.1982. Kohlhammer, Stuttgart/Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 333.
  2.  Stephanie Reekers: Die Gebietsentwicklung der Kreise und Gemeinden Westfalens 1817–1967. Aschendorff, Münster Westfalen 1977, ISBN 3-402-05875-8, S. 266.
  3. Stopsack, Hans-Hermann: Vom Amt zur Stadt. Selbstverlag, Hemer 2000, S. 65-74