Niederissigheim
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Niederissigheim
Stadt Bruchköbel
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| Koordinaten: | 50° 12′ N, 8° 56′ OKoordinaten: 50° 11′ 38″ N, 8° 55′ 53″ O |
| Höhe: | 114 m |
| Einwohner: | 3095 (1996) |
Niederissigheim ist ein Stadtteil der Stadt Bruchköbel im hessischen Main-Kinzig-Kreis mit ca. 4.000 Einwohnern. Das Dorf ist über ein Gewerbegebiet mit der Kernstadt von Bruchköbel verbunden.
Bekannt ist Niederissigheim auch durch die Wurst- und Fleischwarenfabrik Eidmann, welche hessenweit Kunden hat. Im Gewerbegebiet ist unter anderem die Firma Gerhard Denecke angesiedelt, die mit Frischeprodukten handelt. In der ganzen Region bekannt ist die Kelterei Walther, die noch selbst Apfelsaft und -wein herstellt.
Im Ortskern befindet sich die evangelische Kirche. Daneben steht das Pfarrhaus und das evangelische Gemeindezentrum.
Am Ortsausgang Richtung Oberissigheim liegt der Fußballplatz und die Mehrzweckhalle.
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Niederissigheim liegt nördlich von Hanau zwischen Schöneck und Erlensee.
[Bearbeiten] Bildung
In Niederissigheim gibt es zwei Kindertagesstätten.
[Bearbeiten] Geschichte
Der Ortsname wird erstmalig um 800 in einer Schenkungsurkunde an das Kloster Fulda erwähnt und als Osingeheim angegeben. Ursprünglich lag diese Siedlung in einem flachen Tal, das vom Krebsbach durchflossen wird. Durch immer wiederkehrende Überschwemmungen verlegten die Bewohner teilweise ihre Gehöfte auf die angrenzenden Hügel, sodass zwei unabhängige Dörfer Nieder- und Oberissigheim entstanden.
Im Jahr 1567 tauchte der Name Niederissigheim in seiner heutigen Schreibweise erstmalig in einer Urkunde auf. Der Dreißigjährige Krieg brachte, wie in allen Orten, großes Leid über die Bevölkerung von Niederissigheim. Während dieser Zeit kam fast die Hälfte der Einwohner des Ortes ums Leben. Der Ort wurde fast ganz zerstört und nach der Lamboyschen Belagerung Hanaus kehrten die geflüchteten Einwohner zurück und bauten das Dorf wieder auf. Im Jahre 1738 konnte der neue Bau der Kirche eingeweiht werden. In den folgenden Jahren berichtet die Chronik über eine ruhige Entwicklung des Ortes. 1866 kam Niederissigheim zu Preußen. Das Ende des 2. Weltkrieges brachte auch für Niederissigheim tiefgreifende strukturelle Veränderungen. Viele Heimatvertriebene fanden in dieser Gemeinde eine neue Heimat. Damit ging aber auch die Struktur eines reinen Bauerndorfes endgültig verloren. Niederissigheim wurde zur Wohnsitzgemeinde. Im Zuge der hessischen Landreform erfolgte am 1. Januar 1972 die Eingemeindung nach Bruchköbel.
[Bearbeiten] Wappen
Erst ab 1920 gab es für die Gemeinden in dieser Gegend die Möglichkeit ein Wappen zu führen. Von diesem Recht machten aber nur größere Gemeinden Gebrauch. In den Fünfzigerjahren ermunterte die hessische Landesregierung die Gemeinden sich um ein Wappen zu bemühen und bot dafür die Unterstützung des Hauptstaatsarchivs in Wiesbaden an. Als Vorlage für das Wappen von Niederissigheim, wie auch der anderen Ortsteile, verwendete man das alte Ortsgerichtssiegel: in Blau zwischen zwei silbernen Lilien das goldene Gemerke "N". Dabei kommt der Ausdruck Gemerk von "merken". Man verwendete in den Ortsgerichtssiegeln einfache Ortszeichen zum Kennzeichnen von Gegenständen, im Falle von Niederissigheim den Anfangsbuchstaben "N". Die Lilien sind nur schmückendes Beiwerk und haben keine geschichtliche Bedeutung.
[Bearbeiten] Verkehr
Nächster Bahnhof: Bruchköbel an der Bahnstrecke Hanau-Friedberg (Hessen)
An den ÖPNV ist Niederissigheim durch die Bus-Linie MKK 33 (Hanau-Bruchköbel-Niederissigheim-Oberissigheim) der Hanauer Straßenbahn AG und weitere Bus-Linien des RMV angebunden.
[Bearbeiten] Regelmäßige Veranstaltungen
- Immer am Fastnachtssonntag findet ein großer Karnevalsumzug durch den Ort statt.
- Kartoffelfest (alle 2 Jahre im Herbst)

