Niederlangen

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Niederlangen
Niederlangen
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Niederlangen hervorgehoben
52.8572222222227.28277777777789Koordinaten: 52° 51′ N, 7° 17′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Emsland
Samtgemeinde: Lathen
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 29,37 km²
Einwohner: 1214 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 41 Einwohner je km²
Postleitzahl: 49779
Vorwahl: 05933
Kfz-Kennzeichen: EL
Gemeindeschlüssel: 03 4 54 039
Gemeindegliederung: 2 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Hauptstraße 17
49779 Niederlangen
Webpräsenz: www.Niederlangen.de
Bürgermeister: Heinrich Schwarte (CDU)
Lage der Gemeinde Niederlangen im Landkreis Emsland
Niederlande Landkreis Cloppenburg Landkreis Grafschaft Bentheim Landkreis Leer Landkreis Osnabrück Andervenne Bawinkel Beesten Bockhorst Börger Breddenberg Dersum Dörpen Dohren (Emsland) Emsbüren Esterwegen Freren Fresenburg Geeste Groß Berßen Handrup Haren (Ems) Haselünne Heede (Emsland) Herzlake Hilkenbrook Hüven Klein Berßen Kluse (Emsland) Lähden Lahn (Hümmling) Langen (Emsland) Lathen Lehe (Emsland) Lengerich (Emsland) Lingen (Ems) Lorup Lünne Lünne Meppen Messingen Neubörger Neulehe Niederlangen Oberlangen Papenburg Rastdorf Renkenberge Rhede (Ems) Salzbergen Schapen Sögel Spahnharrenstätte Spelle Stavern Surwold Sustrum Thuine Twist (Emsland) Vrees Walchum Werlte Werpeloh Wettrup WippingenKarte
Über dieses Bild

Niederlangen ist eine Gemeinde im Landkreis Emsland in Niedersachsen.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Niederlangen liegt zwischen Papenburg und Meppen an der Ems. Die Gemeinde gehört der Samtgemeinde Lathen an, die ihren Verwaltungssitz in der Gemeinde Lathen hat.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Nachbargemeinden sind im Norden die Gemeinde Sustrum, im Osten die Gemeinden Fresenburg und Lathen, im Süden die Gemeinde Oberlangen und im Westen die Stadt Haren.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die Gemeinde setzt sich aus zwei Ortsteilen zusammen:

  • Niederlangen
  • Niederlangen-Siedlung

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gemeinde wird um das Jahr 1000 erstmals urkundlich erwähnt. Um 1884 wurden in Niederlangen von dem Landwirt H. Paschen 48 Denare aus der Römerzeit entdeckt.[2]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Gemeinderat aus Niederlangen setzt sich aus 11 Ratsfrauen und Ratsherren zusammen.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister[Bearbeiten]

Der ehrenamtliche Bürgermeister Georg Hebbelmann wurde am 11. September 2011 gewählt.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Im roten Feld, vom goldenen Wellenschildfuß zu den Oberecken aufsteigend, vorn eine goldene Ähre, hinten ein goldener Rohrkolben, dazwischen eine goldene Glocke. Die Halme überdeckt eine goldene, über dem Wellenschildfuss schwebende, korbbogige Brücke.“

Das Wappen verdeutlicht geographisch-topographische und historische Elemente der Gemeinde Niederlangen. Die Wellen im Schildfuss symbolisieren die Lage an der Ems und den Wasserreichtum mit den auf Teiche reduzierten Altwässern und den Moorabzugsgräben. Ähre und Rohrkolben zeigen an, dass Niederlangen vorwiegend landwirtschaftlich geprägt ist und daß etwa ein Drittel des Gemeindegebietes Moor war, das im 2. Drittel des 20. Jahrhunderts planmäßig kultiviert wurde. Hier entstand 1946 der Ortsteil Niederlangen-Siedlung. Die Glocke erinnert an die vielfältigen Funktionen der ehemaligen Schulglocke, die heute im Glockenturm im Dorfzentrum von Niederlangen hängt. Sie dient als Gebets-, Toten-, Not- und Feuerglocke und hat in gewisser Weise den Charakter eines Wahrzeichens. Die Brücke macht deutlich, dass zahlreiche Brücken im Gemeindegebiet eine wichtige Rolle als verbindendes Verkehrselement spielen. Dies gilt sowohl für die Emsbrücke, die Niederlangen mit Lathen und der Bundesstraße 70 verbindet, als auch für die Brücken in der Emsniederung und die drei Brücken, die mit dem Bau der trennenden Emsland-Autobahn das Altdorf mit der Siedlung Niederlangen verbinden. Die Farben Rot und Gold sind die Wappenfarben der ehemaligen Reichsabtei Corvey, die Niederlangen mit der "curia Lathen" mindestens seit dem 11. Jahrhundert besaß. Zugleich sind es die Wappenfarben des ehemaligen Fürstbistums Münster, zu dessen Niederstift der Ort von 1252 bis zum Ende des alten Reiches 1803 gehörte.

Das Wappen wurde vom Heraldiker Ulf-Dietrich Korn aus Münster gestaltet.


Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Regelmäßige Veranstaltungen[Bearbeiten]

Schützenfest in der Teilgemeinde Niederlangen-Siedlung, am 1. Wochenende vor dem 1. Mai, bzw. auf 1. Mai, gefeiert wird Samstag und Sonntag. Schützenfest in der Gemeinde Niederlangen wird am Sonntag und Montag am letzten Juni-Wochenende gefeiert.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Verkehr[Bearbeiten]

Niederlangen ist über die Bundesstraße 70 verkehrsmäßig zu erreichen. Es besteht weiterhin ein Autobahnanschluss an die nahegelegene Autobahn A31.


Literatur[Bearbeiten]

  • Lehrerverein der Diözese Osnabrück: Der Kreis Lingen. Beiträge zur Heimatkunde des Regierungsbezirks Osnabrück Heft I, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1905.
  • Werner Kaemling: Atlas zur Geschichte Niedersachsens, Gerd J. Holtzmeyer Verlag, Braunschweig 1987, ISBN 3-923722-44-3.
  • Hermann Abels: Die Ortsnamen des Emslandes, in ihrer sprachlichen und kulturgeschichtlichen Bedeutung, Ferdinand Schöningh Verlag, Paderborn 1929.
  • Chr. Oberthür, Fr. Busche, Fr. Barth, Heinrich Dünheuft: Heimatkarte des Kreises Lingen mit statistischen Angaben, Verlag R. van Acken, Lingen/Ems 1953.
  • Ernst Förstemann, Hermann Jellinghaus (Herausgeber): Altdeutsches Namenbuch, Band II, 1 und 2: Ortsnamen, Bonn 1913/1916 (Nachdruck: Band II, 2, Hildesheim 1967/1983, ISBN 3-487-01733-4).

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, 102 Bevölkerung - Basis Zensus 2011, Stand 31. Dezember 2013 (Tabelle K1020014) (Hilfe dazu)
  2. 31. Band, Jahrgang 1899, Numismatische Gesellschaft in Wien

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Niederlangen – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien