Niederrheinstrecke

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Kleve–Duisburg
Strecke der Niederrheinstrecke
heutige Strecke rot, ehemalige Strecke blau
Kursbuchstrecke (DB): 498
Streckennummer (DB): 2330 Rheinhausen–Kleve
2505 Hochfeld–Rheinhausen
2312 DU Hbf–Hochfeld
Streckenlänge: 38 (63) km
Spurweite: 1435 mm (Normalspur)
Stromsystem: 15 kv 16,7 Hz ~
Höchstgeschwindigkeit: 90 (120) km/h
Zweigleisigkeit: Rheinhausen–Rheinkamp
Bundesland (D): Nordrhein-Westfalen
Betriebsstellen und Strecken[1]
   
ehem. Strecke von Nijmegen
   
63,2 Kleve
   
Strecke nach Krefeld
   
61,0 Qualburg
   
58,5 Hasselt (Rheinland)
   
54,6 Till-Moyland
   
51,3 Kalkar
   
46,7 Appeldorn (Rheinland)
   
43,8 Marienbaum
   
40,4 Wardt
   
37,5 Xanten
   
34,4 Birten
   
ehem. Strecke Boxtel–Büderich
   
31,8 Winnenthal
   
29,4 Menzelen West
   
ehem. Strecke Venlo–Wesel
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Verbindungsstrecke von Büderich
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
27,8 Alpen Awanst
Haltepunkt, Haltestelle
27,2 Alpen
Bahnhof, Station
23,6 Millingen (b Rheinb)
Bahnhof ohne Personenverkehr
23,0 Millingen Gbf
Bahnhof, Station
20,4 Rheinberg (Rheinl)
   
18,4 Rheinberg Süd
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
Strecke Rheinberg–Orsoy–Moers
Bahnhof ohne Personenverkehr
15,5 Rheinkamp
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach links
zur Grubenanschlussbahn
Planfreie Kreuzung – unten
Grubenanschlussbahn
   
12,3 Utfort
   
11,4 Rheinpreußen (ehem. Bf)
   
ehem. Strecke nach Duisburg-Baerl
   
ehem. Strecke von Geldern
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Güterstrecke von Duisburg-Baerl
Blockstelle, Awanst, Anst etc.
11,1 Meerbeck (Abzw)
Planfreie Kreuzung – unten
Strecke Moers–Orsoy–Rheinberg
Abzweig – in Fahrtrichtung: nach rechts
Strecke Rheinberg–Moers–Hoerstgen-Sevelen
Bahnhof, Station
9,4 Moers
   
ehem. Strecke nach Homberg
Bahnhof ohne Personenverkehr
8,0 Moers Gbf
   
ehem. Strecke von Duisburg-Baerl
   
6,6 Asberg (Abzw)
   
ehem. Strecke nach Hohenbudberg (s.u.)
Abzweig – in Gegenrichtung: nach rechts
Anschlussstrecke von Trompet-Sachtleben
Bahnhof, Station
4,5 Trompet
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ehem. Strecke nach Krefeld
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2,5 Rumeln
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Strecke von Krefeld
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1,8 Borgschenhof (Abzw)
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ehem. Strecke nach Asperg (s.o.)
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(niveaugleiche Einfädelung)
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0,0
10,2
Rheinhausen
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11,8 Rheinhausen Ost *)
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Duisburg-Hochfelder Eisenbahnbrücke
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13,8 Duisburg-Hochfeld Süd Hp *)
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14,1
0,0
Duisburg-Hochfeld Süd Abzw
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Strecke von Oberhausen,
  Hauptstrecke von Essen
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2,8 Duisburg Hbf
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Hauptstrecke nach Düsseldorf
Strecke – geradeaus
Strecke nach Duisburg-Wedau

*) ohne Halt auf KBS 498

Die Niederrheinstrecke ist eine ehemals durchgehende Eisenbahnstrecke am Niederrhein in Nordrhein-Westfalen.

Die Strecke ist zwischen (Duisburg-)Rheinhausen und Rheinkamp zweigleisig ausgebaut und als Eisenbahnhauptstrecke klassifiziert, bis Xanten verläuft sie weiter als eingleisige Nebenbahnstrecke. Der letzte Abschnitt bis Kleve ist seit 1990 außer Betrieb. Bis Millingen (bei Rheinberg) ist die Strecke mit Oberleitung elektrifiziert.

Inhaltsverzeichnis

Namensgebung [Bearbeiten]

Die Niederrheinstrecke wurde 1903/04 unter dem Namen Hippeland-Express von der Preußischen Staatseisenbahn gebaut. „Hippe“ bedeutet Ziege im niederrheinischen Dialekt; als typisches Haustier der niederrheinischen Landbevölkerung zeigte der Name der Bahnstrecke auch die wirtschaftliche Struktur des Niederrheins, die maßgeblich zum Ende der Gesamtstrecke geführt hat.

Verlauf der Strecke [Bearbeiten]

Die 1904 offiziell eröffnete Strecke beginnt im Bahnhof Rheinhausen; dort schert sie bis heute niveaugleich aus der Bahnstrecke Osterath–Dortmund Süd der ehemaligen Rheinischen Eisenbahn-Gesellschaft (RhE) aus, über die sie betrieblich bis zum Duisburger Hauptbahnhof durchgebunden wird.

Auf heutigem Duisburger Stadtgebiet kreuzte sie im Bahnhof Trompet (ebenfalls niveaugleich) die ehemalige Bahnstrecke Duisburg-Ruhrort–Mönchengladbach, die vor der Verstaatlichung zuletzt der ehemaligen Bergisch-Märkischen Eisenbahn-Gesellschaft (BME) gehörte.

Nördlich der Gemeinde Alpen kreuzt sie niveaufrei zunächst die ehemalige Bahnstrecke Haltern–Venlo, einem Teilstück der „Paris-Hamburger Bahn“ der ehemaligen Köln-Mindener Eisenbahn-Gesellschaft (CME), und kurz danach die ehemalige Bahnstrecke Boxtel-Büderich der ehemaligen Noord-Brabantsch-Duitsche Spoorweg-Maatschappij. Die Strecke endete schließlich im Bahnhof Kleve an der Linksniederrheinischen Strecke (wiederum RhE).

Teilstilllegung [Bearbeiten]

In den 1980er Jahren wurden viele Industriebetriebe und Zechen in Duisburg und anderen Städten des Ruhrgebiets stillgelegt, so dass weniger Pendler die Strecke nutzten und diese im Laufe der Zeit immer unrentabler wurde.

Die Fahrgastzahlen gingen so weit zurück, dass sich die Deutsche Bundesbahn entschloss, einen Teil der Strecke zwischen Kleve und Xanten aufzugeben. Dringende Ausbesserungsarbeiten im nördlichen Teil wurden daher vertagt und schließlich gar nicht mehr durchgeführt. Der Personenverkehr auf diesem Abschnitt wurde am 29. Dezember 1989 und der Güterverkehr am 28. Februar 1990 eingestellt, die Strecke 2003 zurückgebaut.

Seit 2010 wird am Bau eines Fahrradweges auf der Trasse gearbeitet. Dieser ist bisher zwischen Xanten und Marienbaum fertiggestellt und im weiteren Verlauf bis Kleve noch teilweise im Bau. Die Fertigstellung wird für 2012 erwartet.[2]

Bedienungsangebot [Bearbeiten]

Die Niederrheinstrecke wird im Personennahverkehr zwischen Duisburg und Xanten täglich im Stundentakt mit Kreuzung in Moers zur üblichen Symmetrieminute :28 und von Duisburg nach Moers montags bis freitags sowie samstags tagsüber alle 30 Minuten von der Regionalbahn RB 31 „Der Niederrheiner“ genutzt. Der 30-Minuten-Takt wird in der Hauptverkehrszeit mit je zwei Zugpaaren von beziehungsweise nach Xanten durchgebunden.

Durchgeführt wurde der Schienenpersonennahverkehr bis Dezember 2009 von der DB Regio NRW, die Bombardier-Talent-Dieseltriebwagen der DB-Baureihe 643 in Einzel- oder Doppeltraktion einsetzte.

Seit Dezember 2009 hat die NordWestBahn die Nahverkehrsleistungen auf dieser Strecke übernommen, da sie die Ausschreibung des Niers-Rhein-Emscher-Netzes gewonnen hat. Zum Einsatz kommen Triebwagen vom Typ LINT 41.

Weblinks [Bearbeiten]

NRWbahnarchiv von André Joost:

weitere Belege:

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1.  Eisenbahnatlas Deutschland 2007/2008. 6. Auflage. Schweers+Wall, Aachen 2007, ISBN 978-3-89494-136-9.
  2. Bahntrassenradeln