Niels Ferguson

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Niels Ferguson (* 10. Dezember 1965 in Eindhoven) ist ein niederländischer Kryptograph. Er arbeitet zur Zeit für Microsoft.

Ferguson hat am Hash-Algorithmus Skein, am Stromchiffrierer Helix und am WLAN-Sicherheitsstandard WPA2 mitgewirkt. Weiterhin hat er 1999 zusammen mit Bruce Schneier und John Kelsey den Zufallszahlengenerator Yarrow entwickelt, den er später mit Bruce Schneier zu Fortuna weiterentwickelte. Auf der CRYPTO-Konferenz 2007 stellten er und Dan Shumow ein Dokument vor, das eine Schwäche in dem vom NIST spezifizierten kontroversen Pseudozufallsgenerator Dual EC DRBG darlegt.[1]

Schwächen von AES / Rijndael[Bearbeiten]

Niels Ferguson hat den Verschlüsselungsalgorithmus Twofish mitentwickelt, der im Wettbewerb für den Advanced Encryption Standard im Finale unterlegen ist. Ferguson hat kurz vor der Entscheidung eine Darstellung des späteren Gewinneralgorithmus Rijndael als relativ einfachen Kettenbruch präsentiert. Dies führte er in einem Vortrag auf der HAL 2001 aus.[2]

HDCP[Bearbeiten]

Ferguson behauptete im selben Vortrag auf der HAL, das Kopierschutzsystem HDCP gebrochen zu haben. Allerdings könne er seine Ergebnisse nicht veröffentlichen, da er aufgrund des Digital Millennium Copyright Act dann befürchten müsse, nicht mehr in die USA einreisen zu können. Der Hauptschlüssel von HDCP tauchte neun Jahre später im Internet auf.

Bücher[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Bruce Schneier: Did NSA Put a Secret Backdoor in New Encryption Standard? In: Wired.com. Condé Nast Digital, 15. November 2007, abgerufen am 21. Oktober 2010 (englisch).
  2. ftp://ftp.ccc.de/events/hal2001/video/hal2001_cryptoanalis_of_rijndael_48.mp4