Nienstädt

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nienstädt (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nienstädt
Nienstädt
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nienstädt hervorgehoben
52.2891666666679.1686111111111104Koordinaten: 52° 17′ N, 9° 10′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Schaumburg
Samtgemeinde: Nienstädt
Höhe: 104 m ü. NHN
Fläche: 8,31 km²
Einwohner: 4634 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 558 Einwohner je km²
Postleitzahl: 31688
Vorwahlen: 05721, 05724
Kfz-Kennzeichen: SHG, RI
Gemeindeschlüssel: 03 2 57 026
Gemeindegliederung: 4 Ortsteile
Adresse der Verbandsverwaltung: Bahnhofstr. 7
31691 Helpsen
Bürgermeister: Gerhard Widdel (SPD)
Lage der Gemeinde Nienstädt im Landkreis Schaumburg
Nordrhein-Westfalen Landkreis Hameln-Pyrmont Landkreis Nienburg/Weser Region Hannover Ahnsen Apelern Auetal Auhagen Bad Eilsen Bad Nenndorf Beckedorf Bückeburg Buchholz (bei Stadthagen) Hagenburg Haste Heeßen Helpsen Hespe Heuerßen Hohnhorst Hülsede Lauenau Lauenhagen Lindhorst Lüdersfeld Luhden Meerbeck Messenkamp Niedernwöhren Nienstädt Nordsehl Obernkirchen Pohle Pollhagen Rinteln Rodenberg Sachsenhagen Seggebruch Stadthagen Suthfeld Wiedensahl WölpinghausenKarte
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Nienstädt ist eine Gemeinde im Landkreis Schaumburg in Niedersachsen und Teil der Samtgemeinde Nienstädt.

Geografie[Bearbeiten]

Geografische Lage[Bearbeiten]

Nienstädt liegt am Nordhang der Bückeberge zwischen Bückeburg und Stadthagen direkt an der Bundesstraße 65.

Gemeindegliederung[Bearbeiten]

Die vier Ortsteile der Gemeinde sind Sülbeck, Liekwegen, Wackerfeld und Meinefeld. Während Sülbeck und Nienstädt direkt von der B 65 durchschnitten werden, zieht sich Liekwegen als Straßendorf am Bückeberg entlang. Wackerfeld und Meinefeld liegen in einer offenen Landschaft nördlich von Nienstädt.

Nachbargemeinden[Bearbeiten]

Im Uhrzeigersinn sind dieses die Städte Stadthagen und Obernkirchen sowie die Gemeinde Helpsen.

Geschichte[Bearbeiten]

  • Nienstädt ist in einer frühmittelalterlichen Siedlungsperiode entstanden. In einer zwischen 1153 und 1170 ausgestellten Urkunde bestätigte der Bischof von Minden eine Schenkung des Edlen Mirabilis in Nienstide. 1554 gab es die ersten Aufzeichnungen über den Abbau von Kohle. 1871 wurde auch eine Glashütte errichtet und Nienstädt wurde mit Wackerfeld und dem Gut Meinefeld als Landgemeinde im Amt Stadthagen geführt. Von 1928 bis 1974 gehörte auch der Bruchhof zur Gemeinde. Am 1. März 1974 schlossen sich Nienstädt, Helpsen, Hespe und Seggebruch zur Samtgemeinde Nienstädt zusammen und gehörte zum Landkreis Schaumburg-Lippe. Seit 1977 ist der neugebildete Landkreis Schaumburg zuständig.
  • Sülbeck soll nach Aussagen der Geschichtsforscher zwischen 1055 und 1080 erstmals als Sullethe erwähnt worden sein. Auch hier schenkte der Edle Mirabilis zwischen 1153 und 1170 einen Hof mit sieben Hufen an den Bischof von Minden. 1540 wurde erstmals ein Kohlerevier erwähnt. Zwischen 1741 und 1762 wurden 55 Schächte geteuft. 1871 bildete Sülbeck eine Landgemeinde im Amt Bückeburg. Am 1. Juli 1968 wurde die Gemeinde aufgelöst und nach Nienstädt eingemeindet.
  • Liekwegen ist ein aus den Bergarbeiterdörfern Nienstädt und Sülbeck entstandenes Rodungsdorf. 1610 gibt es die Bezeichnung in den Lichwegen. Bei der Teilung der Grafschaft Schaumburg 1647/1648 kam das Gebiet zum hessischen Teil und gehörte zur Vogtei Hattendorf im Amt Schaumburg. Mit der Eingemeindung nach Nienstädt am 1. März 1974 erfolgte die Übernahme in den Landkreis Schaumburg-Lippe.
  • Wackerfeld und Meinefeld sind ebenfalls in einer frühen Siedlungsperiode entstanden. Auch hier schenkte der Edle Mirabilis zwischen 1153 und 1170 in Wackeruelde und Eillenuelde Güter an den Bischof zu Minden.[2]

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Am 1. Juli 1968 erfolgte der Zusammenschluß der Gemeinde Sülbeck mit Nienstädt.[3] Am 1. März 1974 wurde die Gemeinde Liekwegen eingegliedert.[4]

Politik[Bearbeiten]

Gemeinderat[Bearbeiten]

Der Rat der Gemeinde besteht aus 15 Ratsfrauen und Ratsherren.

(Stand: Kommunalwahl am 11. September 2011)

Bürgermeister/Verwaltung[Bearbeiten]

Bürgermeister ist Gerhard Widdel (SPD). Zur Gemeindedirektorin hat der Rat Sandra Wiechmann bestellt. Das Gemeindebüro ist in der Sülbecker Straße 13 eingerichtet.

Finanzen[Bearbeiten]

Im Haushaltsplan 2013 sind im Ergebnishaushalt Erträge von 4,363 Millionen Euro und Aufwendungen von 4,400 Millionen Euro ausgewiesen. Im Finanzhaushalt werden Einzahlungen von 4,170 Millionen Euro und Auszahlungen von 4,164 Millionen Euro erwartet. An Auszahlungen für Investitionen sind 501.400 Euro geplant. Eine Aufnahme von Krediten ist nicht geplant.[5] In einem Nachtragshaushalt sind im Ergebnishaushalt Erträge und Aufwendungen mit je ~ 4,5 Millionen Euro jetzt ausgeglichen. Im Finanzhaushalt erhöhen sich die Einzahlungen auf 4,344 Millionen Euro und die Auszahlungen auf 4,329 Millionen Euro. Für Investitionen sind jetzt 558.900 Euro vorgesehen.[6]

Wappen[Bearbeiten]

Auf einer roten Umrandung eine weisse Umrandung mit einem taubenblauem Nesselblatt belegt. Im Nesselblatt als Symbole das Bergwerkzeichen Hammer und Schlegel in schwarz mit goldenen Stielen und eine goldene Ähre mit zwölf Körnern, paarweise angeordnet.[7]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Gewerbe[Bearbeiten]

Im Ortsteil Sülbeck ist mit einer Saatzuchtfirma ein international tätiges Unternehmen mit dem Schwerpunkt Forschung tätig. Weiterhin gibt es hier ein Möbelhaus und einen Hotelbetrieb. Im Ortsteil Nienstädt ist direkt an der B 65 ein Gewerbegebiet vorhanden.

Verkehr[Bearbeiten]

Öffentliche Einrichtungen[Bearbeiten]

  • Für die öffentliche Sicherheit und Ordnung ist das Polizeikommissariat Bückeburg zuständig.
  • Der Brandschutz wird durch die Freiwilligen Ortsfeuerwehren Sülbeck und Liekwegen wahrgenommen.

Bildung[Bearbeiten]

Im vorschulischen Bereich ist in Nienstädt ein Kinderhort vorhanden. Kindergärten mit Krippen werden in Liekwegen und Sülbeck vorgehalten. Nienstädt ist Grundschulstandort. Weiterführende Schulen befinden sich in Helpsen, Stadthagen und Bückeburg.

Sport[Bearbeiten]

  • Mit den Vereinen SV Nienstädt 09, TuS Sülbeck e.V. von 1906 und dem TSV Liekwegen e.V. von 1910 bieten drei Sportvereine viele Möglichkeiten zur körperlichen Ertüchtigung an.
  • Im Schützenverein Liekwegen und dem Schützenbund Nienstädt ist der Schießsport möglich.

Religionen[Bearbeiten]

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Sülbeck umfasst Nienstädt mit allen Ortsteilen und den Bruchhof (Stadthagen), sie verfügt in Sülbeck über die Kirche Zum Heiligen Kreuz.

1969 wurde die katholische Kirche St. Bartholomäus errichtet. 2010 erfolgte ihre Profanierung und 2011 ihr Abriss. Heute gehören die Katholiken zur Pfarrgemeinde St. Joseph in Stadthagen.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. Gudrun Husmeier: Geschichtliches Ortsverzeichnis für Schaumburg, Verlag für Regionalgeschichte Bielefeld 2008, ISBN 978-3-89534-688-0
  3. Niedersächsisches GVBl. 1968, Seite 218
  4.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 202.
  5. Amtsblatt des Landkreises Schaumburg Nr 4/2013 vom 30. April 2013
  6. Amtsblatt des Landkreises Schaumburg 12/2013, ausgegeben am 29. November 2013
  7. Hauptsatzung der Gemeinde Nienstädt vom 9. Februar 2012

Weblinks[Bearbeiten]

Private Homepage rund um die Entwicklung Sülbecks

 Commons: Nienstädt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien