Night Ranger

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Night Ranger
Night Ranger live 2008
Night Ranger live 2008
Allgemeine Informationen
Genre(s) Hard Rock
Gründung 1982
Auflösung 1989
Neugründung 1991
Website www.nightranger.com
Aktuelle Besetzung
Jack Blades (bis 1989, seit 1996)
Brad Gillis
Joel Hoekstra (seit 2008)
Kelly Keagy
Eric Levy (seit 2011)
Chartplatzierungen
(vorläufig)
Erklärung der Daten
Alben
7 Wishes
  US 10 03.08.1985 (32 Wo.) [1]
Midnight Madness
  US 15 05.01.1985 (10 Wo.) [1]
Big Life
  US 28 02.05.1987 (18 Wo.) [1]
Man in Motion
  US 81 12.11.1987 (7 Wo.) [1]
Somewhere in California
  US 179 09.07.2011 (1 Wo.) [1]
[1]
Vorlage:Infobox Chartplatzierungen/Wartung/vorläufige Chartplatzierung

Night Ranger ist der Name einer Rockband, die 1981 in San Francisco gegründet wurde. Die Band ist vor allem für ihre Ballade „Sister Christian“ bekannt. Bisher wurden weltweit mehr als 16 Millionen Alben von Night Ranger verkauft.

Geschichte[Bearbeiten]

Jack Blades, Kelly Keagy und Brad Gillis waren bis 1979 Mitglieder einer Popband namens Rubicon, die in San Francisco beheimatet war. Nach deren Auflösung gründeten sie die Hard Rock-Band Stereo. Später stieß Keyboarder Alan Gerald hinzu, der zuvor unter anderem mit Sammy Hagar zusammengearbeitet hatte. Dieser empfahl ihnen den Gitarristen Jeff Watson, der seine eigene Band verließ, um für die unter dem Namen Ranger neugegründete Band spielen zu können. Die Band Ranger spielte melodischen Hard Rock.

1982 nahm die Band für Boardwalk Records das Album Dawn Patrol auf, das ihnen einen ersten kleinen Erfolg bescherte. Das Album schaffte es in die Top 40 der US-Charts, ebenso die Singleauskopplung Don’t Tell Me You Love Me, zu der ein auf MTV äußerst beliebtes Video gedreht wurde. Ranger wurden unter anderem als Vorgruppe für ZZ Top, Judas Priest und Ozzy Osbourne gebucht. Letzterer engagierte zeitweise den Ranger-Gitarristen Brad Gillis in seiner Band.

Der Name der Band musste 1982 auf Betreiben einer Country-Band gleichen Namens in Night Ranger abgeändert werden.

Im Jahr 1983 nahmen Night Ranger ihr zweites Album Midnight Madness auf, diesmal für MCA Records, das es in die Top 20 der US-Charts schaffte, die Singleauskopplung Sister Christian sogar in die Top 5. In ihrer Musik versuchten sie eine Symbiose zwischen harter Rockmusik und balladesken Hymnen auszuleben. Auch das Image der Band lebte von diesem Spagat; während Blades – als tiefschürfender, romantischer Schönling dargestellt – vor allem die Frauenwelt in seinen Bann ziehen sollte, wurden die Images der anderen Bandmitglieder vor allem über männliche Ausdruckskraft vermittelt, mit entsprechender Zielgruppenausrichtung. Mit diesem Konzept war die Band zu den Anfangszeiten MTVs ziemlich erfolgreich. Das Album Midnight Madness enthielt zudem (You Can Still) Rock In America, mit dem Night Ranger seither traditionell ihre Konzerte beenden, sowie eine weitere Top-40-Single When You Close Your Eyes. Das Album wurde mehrfach mit Platin ausgezeichnet.

Im Jahr 1985 nahmen Night Ranger mit „7 Wishes“ ihr drittes Album auf. Obwohl darauf die ganz großen Hits fehlten, hatte sich die Band inzwischen soweit etabliert, dass das Album die Top 10 der US-Charts erreichte. Die Singleauskopplung „Sentimental Street“ schaffte es ebenfalls in die Top 10, die zweite Single „Goodbye“ immerhin noch in die Top 40. In diesem Jahr gingen Night Ranger erstmals als Hauptgruppe auf Tournee. Das Bühnenkonzept drehte sich um einen North American B-25-Bomber, der ebenfalls auf dem Albumcover abgebildet war.

Im Jahre 1986 komponierten Night Ranger einige Lieder als Soundtrack für Teenagerfilme wie Pretty in Pink mit der 1980er-Jahre-Teenikone Molly Ringwald oder Out of Bounds (Heiße Hölle L. A.).

Im Jahre 1987 brachten Night Ranger ihr viertes Album namens Big Life heraus. Darauf war unter anderem das gleichnamige Titellied des Films The Secrets of My Success (deutsch: Das Geheimnis meines Erfolges) mit Michael J. Fox enthalten, das auch gleich als Single ausgekoppelt wurde. Die Single konnte sich aber nicht in den Charts behaupten; auch weitere Auskopplungen floppten. Der Stil der Band hatte sich weiterentwickelt zu nuancierten Kompositionen und hatte sich von den Hard-Rock-Gefilden entfernt. Dazu kam ein beginnendes Zerwürfnis mit der Plattenfirma MCA, die Night Ranger zu balladeskeren, weicheren Liedern drängten, während die Band lieber wieder zu alten Formen zurückfinden wollte. Die von der Plattenfirma favorisierte Single Hearts Away wurde gegen den Willen der Band, die lieber ein härteres Stück ausgesucht hätte, ausgekoppelt. Dazu kam auch die Tatsache, dass Rockbands, die wie Night Ranger mit konventionellen Konzepten arbeiteten, zunehmend von Glam-Metal-Bands wie Poison oder Mötley Crüe verdrängt wurden.

Das im Jahr 1988 erschienene Album Man in Motion versprach durch sein rockiges Klangbild eine Rückkehr zu alten Zeiten. Dennoch konnte keine der – wiederum eher balladesken Singles – genug Aufmerksamkeit erregen, um für das Album eine wirksame Werbung darzustellen. So wurde Man in Motion zum bisher am wenigsten verkauften Night-Ranger-Album. Während der Aufnahme des Albums verließ Keyboarder Alan Gerald die Band, so dass für die schlecht besuchte Konzerttournee ein Aushilfskeyboarder gebucht werden musste. Gerald schloss sich Robert Berrys Band Alliance an, in der auch ehemalige Musiker von Boston und der Sammy Hagar Band spielen.

Danach verließ Blades die Band, um zusammen mit Ted Nugent die recht erfolgreiche Band Damn Yankees zu gründen.

Im Jahr 1989, nach dem Ausstieg Blades’, existierten Night Ranger offiziell nicht mehr. Die Plattenfirma brachte darum ein „Greatest Hits"-Album heraus und im Jahr darauf das Album Live In Japan. Dennoch versuchten Kelly Keagis und Brad Gillis zusammen mit dem neu verpflichteten Gary Moon die Band als Trio weiterzuführen, während die anderen Bandmitglieder ihren diversen Projekten nachgingen.

1996 kam das kaum beachtete Album Feeding Off The Mojo heraus, das in offiziellen Night-Ranger-Diskografien nicht aufgeführt wird. Die Hälfte der Lieder darauf wurden von Gary Moon gesungen. Im selben Jahr kamen die ursprünglichen Mitglieder – bis auf Keyboarder Alan Gerald – zu einer Wiedervereinigung zusammen. Der Zweck der Reunion war eine großangelegte Tour durch Japan und die USA. Die große Resonanz bewegte die Band dazu, 1997 ein weiteres Album aufzunehmen, diesmal für Sony Records. Neverland konnte zwar nicht an frühere Erfolge anknüpfen, da aber die Zeit des Hard Rocks ohnehin vorbei zu sein schien, ließ sich die Band durch die bescheidenen Verkäufe nicht wie 1988/1989 entmutigen. Einen Aufschwung erfuhren Night Ranger dann, als ihr größter Hit Sister Christian durch das Erscheinen im Soundtrack des dreifach oscarnominierten Films Boogie Nights neue Bekanntheit erlangte. Folgerichtig brachten sie 1998 mit Seven ein weiteres Album heraus, wenngleich der Titel angesichts des inoffiziellen Feeding Off The Mojo eigentlich Eight hätte lauten müssen. Das Album wurde von BMG herausgegeben. Dazwischen kam noch eine weitere CD mit Konzertaufnahmen heraus, die Rock in Japan ’97 und ein Best-Of-Album Rock Masterpiece Collection.

Im Jahr 2000 brachte MCA Records, angespornt durch den unerwarteten Erfolg der Konzerttourneen Night Rangers, eine weitere Best-Of-Compilation mit digital aufbereiteten Liedern der früheren Ära heraus: Millennium Collection: The Best Of Night Ranger und im Jahr 2004 dann eine DVD mit fünf der bekanntesten Videoclips der Band. Im Jahr 2004 stieß Michael Lardie als Tournee-Keyboarder dazu.

Im Jahr 2011 erschien die CD Somewhere in California mit der Single Growin’ up in California. In diesem Jahr spielte die Band auch live in Europa auf den „Rock the Nation“ -Konzerten mit Journey, Foreigner und Kansas.

Diskografie[Bearbeiten]

Studioalben[Bearbeiten]

  • 1982: Dawn Patrol (Boardwalk Records)
  • 1983: Midnight Madness (MCA)
  • 1985: 7 Wishes MCA
  • 1987: Big Life (MCA)
  • 1988: Man in Motion (MCA)
  • 1996: Feeding off the Mojo (Drive Archive) (inoffizielles Album)
  • 1997: Neverland (Sony)
  • 1998: Seven (BMG/CMC)
  • 2007: Hole in the Sun (Frontiers)
  • 2011: Somewhere in California

Live-Alben / Kompilationen[Bearbeiten]

  • 1989: Greatest Hits (MCA)
  • 1990: Live in Japan (MCA)
  • 1997: Rock in Japan ’97 (Big Eye Music)
  • 1997: Rock Masterpiece Collection (Import)
  • 2000: Millennium Collection – The Best of Night Ranger (MCA)
  • 2008: Rockin' Shibuya 2007 (Live)(Frontiers) 2CD

Weitere Veröffentlichungen[Bearbeiten]

  • 2004: Night Ranger - DVD Collection (MCA, jetzt zu Geffen Records gehörend)

Singles[Bearbeiten]

  • 1983: Don't Tell Me You Love Me / Night Ranger
  • 1983: When You Close Your Eyes / Why Does Love Have to Change
  • 1983: Sing Me Away / Play Rough
  • 1983: Call My Name / Young Girl in Love
  • 1983: (You Can Still) Rock in America / Let Him Run
  • 1984: Sister Christian / Chippin' Away
  • 1984: When You Close Your Eyes / Why Does Love Have to Change
  • 1985: Sentimental Street / Night Machine
  • 1985: Four in the Morning (I Can't Take Any More) / This Boy Needs to Rock
  • 1985: Goodbye / Seven Wishes
  • 1987: The Secret of My Success / Carry On
  • 1987: The Color of Your Smile / Girls All Like It
  • 1987: Hearts Away / Better Let It Out
  • 1988: I Did It for Love / Woman in Love
  • 1988: Kiss Me Where It Hurts / Don't Start Thinkin' (I'm Alone Tonight)

Weblinks[Bearbeiten]

Quellen[Bearbeiten]

  1. a b c d e f US-Charthistorie