Nikephorus Blemmydes

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Nikephŏros Blemmydes (auch Blemmida) (* um 1197 bei Konstantinopel; † 1269–1272) war ein griechischer Mönch, Mediziner und Erzieher.[1][2][3][4] Er gilt als der größte Polyhistor im byzantinischen Reich von Nikaia-Nymphaion.[5]

Nach Gründung des Lateinischen Kaiserreichs im Jahr 1204 emigrierte seine Familie nach Kleinasien, wo er eine gründliche Ausbildung erhielt. Um 1223 wurde er Byzantiner Geistlicher in Nicäa.

Er wurde Mönch und baute um 1243–1249 sein Hesychastenkloster Emathia bei Ephesos.

Als zu Pfingsten 1249 die Geliebte des Johannes III. (Byzanz) in der Klosterkirche erschien, scheuchte er sie weg.

Zu seinen Schülern zählte Georgios Akropolites.

Die meisten seiner Werke befinden sich in der Patrologia graeca und Bibliotheca Teubneriana.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Patrik Mähling (Hrsg.): Orientierung für das Leben. Festschrift für Manfred Schulze zum 65. Geburtstag. Lit-Verlag, Berlin 2010, ISBN 978-3-643-10092-4, S. 39.
  2. Nicephorus Blemmydas. In: Lempriere’s universal biography. Band 2. R. Lockwood, New York 1825, S. 385.
  3. Nicephorus Blemmydes. In: Theologische Realenzyklopädie. Band 24. De Gruyter, 1994, ISBN 3-11-014596-0, S. 457.ff
  4. Clive Foss: Ephesus After Antiquity: A Late Antique, Byzantine and Turkish City. Cambridge University Press, New York u. a. 2010, ISBN 978-0-521-13371-5, S. 130.
  5. Wilhelm Blum: Nikephorus Blemmydes. In: Biographisch-Bibliographisches Kirchenlexikon. Band VI. Bautz-Verlag, 1993, ISBN 3-88309-044-1, Sp. 809-812.