Nikfer

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Nikfer
Wappen von Nikfer
Nikfer (Türkei)
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Basisdaten
Provinz (il): Denizli
Landkreis (ilçe): Tavas
Koordinaten: 37° 24′ N, 29° 8′ O37.40583333333329.1344444444441040Koordinaten: 37° 24′ 21″ N, 29° 8′ 4″ O
Höhe: 1040 m
Fläche: 20 km²
Einwohner: 2.933[1] (2010)
Bevölkerungsdichte: 147 Einwohner je km²
Telefonvorwahl: (+90) 258
Postleitzahl: 20530
Kfz-Kennzeichen: 20
Struktur und Verwaltung (Stand: 2010)
Bürgermeister: Ali Yarangünü[2] (CHP)
Webpräsenz:

Nikfer (früher Büyükkonak und Konak) ist eine Kleinstadt im Landkreis Tavas der türkischen Provinz Denizli. Nikfer liegt etwa 75 km südlich der Provinzhauptstadt Denizli und 25 km südöstlich von Tavas. Nikfer hatte laut der letzten Volkszählung 2.933 Einwohner (Stand Ende Dezember 2010).

Das Verwaltungsgebiet von Nikfer gliedert sich in vier Stadtteile, Barza Mahallesi, Çarşı Mahallesi, Cumhuriyet Mahallesi und Fernik Mahallesi, die jeweils von einem Muhtar verwaltet werden.

Die Kleinstadt wurde im 13. Jahrhundert von den türkischen Seldschuken in ihrer jetzigen Lage als Nikfer gegründet. Die Bedeutung des Namens wird als gute Helligkeit übersetzt. Nik steht für gut und fer bedeutet Helligkeit. Die Kleinstadt wurde bis jetzt zweimal umbenannt, zuerst Büyükkonak und darauf in Konak. Nach ein paar Jahren wurde es in Nikfer zurückbenannt. Während der seldschukischen Periode ließen sich hier oghusische Turkmenen vom Eymür- und Salur-Stamm aus Zentralasien nieder.

Zwischen 1960 und 1980 sind viele der Einwohner als Gastarbeiter nach Westeuropa ausgewandert. Etwas mehr als 2000 Menschen aus Nikfer leben derzeit im Ausland, besonders in Deutschland, Kanada, Österreich und der Schweiz, die meistens in den Sommerferien ihre Heimatstadt besuchen.

Die Mehrheit der Bevölkerung ist in der Landwirtschaft beschäftigt. Der Tabakanbau ist mit Abstand die größte Einnahmequelle der Bevölkerung. Des Weiteren werden Weizen, Gerste, Thymian, Zwiebeln und Zuckermelonen angebaut. Das zu Nikfer gehörende Skigebiet Bozdağ ist für die Kleinstadt von besonderem touristischen und wirtschaftlichen Belang.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Türkisches Institut für Statistik, abgerufen 8. Juni 2011
  2. Yerelnet.org, abgerufen 9. Oktober 2010