Nikita (Lied)

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Chartplatzierungen
Erklärung der Daten
Singles[1]
Nikita
  DE 1 11.11.1985 (22 Wo.)
  AT 3 01.12.1985 (18 Wo.)
  CH 1 17.11.1985 (19 Wo.)
  UK 3 12.10.1985 (13 Wo.)
  US 7 18.01.1986 (18 Wo.)

Nikita ist ein Lied von Elton John aus dem Jahr 1985. Es ist eine Singleauskopplung aus dem Album Ice on Fire und wurde im Oktober 1985 in Europa und im Januar 1986 außerhalb von Europa veröffentlicht. Es handelt sich um eine Pop-Ballade, die von John und Bernie Taupin geschrieben wurde. An den Aufnahmen wirkten George Michael als Sänger und Nik Kershaw an der Gitarre mit. Das Lied erreichte in vielen Ländern Platz 1 der Charts, u. a. in Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Irland, Neuseeland und Schweden.

Inhalt[Bearbeiten]

Das Lied soll die Teilung in Ost und West anhand der fiktiven Figur Nikita darstellen, die an der Berliner Mauer auf sowjetischer Seite als Grenzsoldat postiert ist. John, der zu der Zeit mit einer Deutschen verheiratet war, verarbeitete damit seine Erlebnisse im geteilten Berlin. Das Stück soll einen autobiografischen Hintergrund haben, Elton John soll sich 1985 in einen jungen DDR-Grenzsoldaten verliebt und die Unerreichbarkeit des jungen Mannes in diesem Lied verarbeitet haben.

Musikvideo[Bearbeiten]

Das Musikvideo wurde unter der Regie von Ken Russell gedreht, Anya Major spielt die Grenzsoldatin Nikita. Russel sagte in einem Interview, dass er weder gewusst habe, dass Nikita aus dem Russischen stamme und auch ein männlicher Vorname ist, noch dass an der Grenze ausschließlich Männer gedient haben. Zudem habe Elton John das Drehbuch so akzeptiert. In später folgenden Interviews gestand Elton John, dass sowohl er als auch Taupin wussten, dass Nikita auch ein männlicher Vorname ist. Er habe bewusst auf seine Bisexualität anspielen wollen. Gedreht wurde das Video an der West-Berliner Seite der Mauer, John ließ für die Dreharbeiten seinen eigenen roten Bentley einfliegen.

Coverversionen[Bearbeiten]

Das Lied wurde mehrmals gecovert, bekanntere Versionen erschienen unter anderem von Bernhard Brink, The Spotnicks, Mel Jersey und Richard Clayderman. Zudem war es Gegenstand klassischer Adaptionen, u. a. durch das Royal Philharmonic Orchestra.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Quellen Chartplatzierungen: DE / AT / CH / UK / US, abgerufen am 27. März 2010.

Quellen[Bearbeiten]