Nikola Špirić

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Nikola Špirić (kyrillisch Никола Шпирић; * 4. September 1956 in Prekaja bei Titov Drvar, Jugoslawien, heute Bosnien und Herzegowina) ist ein bosnisch-serbischer Politiker der sozialdemokratischen Partei SNSD und zwischen 2007 und 2011 der Vorsitzende des Ministerrats der Republik Bosnien und Herzegowina (Ministerpräsident).

Špirić besuchte die Grundschule in Drvar, die Oberschule in Sarajevo und studierte an der Universität Sarajevo. Er ist Doktor der Wirtschaftswissenschaften. Ab 1992 arbeitete Špirić in Banja Luka als Professor für monetäre und öffentliche Finanzen an der Wirtschaftlichen Fakultät und war zudem politisch engagiert. So war er nach seinem Eintritt in die SNSD 1999-2000 Mitglied des Repräsentantenhauses, ab 2000 stellvertretender Minister für Menschenrechte und Flüchtlinge sowie 2001 Vorsitzender und 2002-06 stellvertretender Vorsitzender des Repräsentantenhauses.

Am 1. November 2007 reichte Špirić als Protest gegen die Reformpläne des Hohen Repräsentanten der Internationalen Gemeinschaft, Miroslav Lajčák, seinen Rücktritt ein. Diese gefährdeten seiner Meinung nach das Mitspracherecht der bosnischen Serben auf nationaler Ebene. Der Streit zwischen Ministerpräsident, Parlament und Hohem Repräsentanten wurde in bosnischen Medien auch als kabinetski rat („Kabinettskrieg“) bezeichnet und galt für manche Beobachter als schwerste Krise seit der Beendigung des Bosnienkrieges[1].

Nach der Beilegung des Streits wurde Nikola Špirić am 10. Dezember 2007 erneut für den Posten des Vorsitzenden nominiert und am 27. Dezember von der Präsidentschaft sowie einen Tag später vom Parlament bestätigt[2]. Ihm folgte 2011/12 Vjekoslav Bevanda.

Nikola Špirić ist mit einer Bosniakin aus Tuzla verheiratet.

Quellen[Bearbeiten]

  • Fischer Weltalmanach 2008
  1. http://news.bbc.co.uk/2/hi/europe/7072908.stm
  2. http://www.javno.com/en/world/clanak.php?id=109850