Nikola Tesla

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Nikola Tesla um 1890

Nikola Tesla (serbisch-kyrillisch Никола Тесла, * 10. Juli 1856 in Smiljan, Kroatische Militärgrenze, Kaisertum Österreich; † 7. Januar 1943 in New York, USA) war ein Erfinder, Physiker und Elektroingenieur. Sein Lebenswerk ist geprägt durch zahlreiche Neuerungen auf dem Gebiet der Elektrotechnik, insbesondere der elektrischen Energietechnik, wie die Entwicklung des heute als Zweiphasenwechselstrom bezeichneten Systems zur elektrischen Energieübertragung.

Leben

Nikola Teslas Geburtshaus im Dorf Smiljan, heutiges Tesla-Museum in Kroatien

Nikola Tesla wurde als viertes von fünf Kindern serbischstämmiger Eltern, des serbisch-orthodoxen Priesters Milutin Tesla (1819–1879) und dessen Frau Georgina (Rufname Đuka, geborene Mandić, 1822–1892), im Pfarrhaus der St.-Peter-und-Paul-Kirche von Smiljan in der Lika unweit von Gospić geboren.[1] Nikola Tesla besuchte die Grundschule in Gospić und ab 1870 das Gymnasium in Karlovac. Während seiner Gymnasialzeit lebte er bei seiner Tante Stanka und deren Mann Dane Branković, einem pensionierten Oberst.

Im Jahr 1875 nahm er sein „Studium Generale“ an der Technischen Hochschule Graz auf und belegte im ersten Jahr überdurchschnittlich viele Vorlesungen. Am 21. Juli 1876 erhielt er die Zugangsberechtigung zum Hauptstudium in Maschinenbau. Beim Physikprofessor Jakob Pöschl lernte er die Gramme-Maschine kennen, einen damals neuartigen Gleichstromgenerator von Zénobe Gramme. Im zweiten Studienjahr nahm seine Studienaktivität deutlich ab. Im dritten Studienjahr schloss er keine Prüfung ab und wurde schließlich von der Universität 1877/78 exmatrikuliert, nachdem er das Unterrichtsgeld nicht bezahlt hatte.[2] Tesla zog nach Marburg an der Drau, wo er eine Anstellung als Maschinenbauer fand. Seine Freizeit verbrachte er als Karten- und Billardspieler in einschlägigen Lokalen. Am 24. März 1879 wurde Tesla per polizeilicher Anordnung aus Marburg/Maribor verwiesen und in seine Heimatgemeinde Gospić zurückgeschickt. Einen Monat später, im April 1879, starb sein Vater. Nach dessen Tod blieb Tesla zunächst in Gospić und nahm eine Anstellung als Aushilfslehrer an.

Im Jahr 1880 ging Tesla mit finanzieller Unterstützung durch seinen Onkel Dane Branković nach Prag, um an der dortigen, damals deutschsprachigen Karls-Universität sein Studium abzuschließen. Allerdings ist weder der Besuch noch der Abschluss der von ihm besuchten Vorlesungen belegt und die notwendigen Studiengebühren wurden nie bezahlt. Von 1881 bis 1882 lebte Tesla in Budapest, wo er 1882 eine Anstellung als Telegrafenamtstechniker bei Tivadar Puskás fand, der zu jener Zeit Repräsentant der Firmen von Thomas Alva Edison in Europa war. Mit einer Empfehlung von Puskás zog Tesla Ende 1882 nach Paris zu Charles Batchelor, der eine der führenden Edison-Firmen in Frankreich betrieb. Neben weiteren Tätigkeiten betreute Tesla von November 1883 bis Februar 1884 die neu installierte elektrische Beleuchtung am Gare de l’Est in Paris.[3]

Jahre von 1884 bis 1890

Abbildungen aus Teslas Patent zum Mehrphasenwechselstrom

Am 6. Juni 1884 zog Tesla praktisch ohne Finanzmittel nach New York. Bereits zwei Tage später, am 8. Juni 1884 begann er in der Firma bei Thomas Alva Edison zu arbeiten. Dieses Dienstverhältnis bestand nur bis zum 7. Dezember 1884, als es wegen Differenzen bei den Gehaltsvorstellungen von Tesla gelöst wurde.[4] Im März des Folgejahres gründete Tesla gemeinsam mit zwei Geschäftsleuten die Firma Tesla Electric Light and Manufacturing Company mit Sitz in Rahway. Im Jahr 1885 wurden die ersten Patente, wie Teslas Bogenlampe und ein neuartiger Kommutator, beantragt und in die Firma eingebracht.[5][6] Die beiden Geschäftspartner hintergingen Tesla. Ihnen war eine Beteiligung nur wichtig, um Lizenz-Zahlungen an andere Lampenkonstrukteure umgehen zu können. Ende 1886 meldete die Firma dann auch Konkurs an.[7]

Im Frühjahr 1887 war Tesla zeitweise arbeitslos, arbeitete als Tagelöhner im Straßenbau und lernte über zufällige Bekanntschaften den Superintendenten der Western Union Alfred S. Brown und den Anwalt Charles F. Peck kennen. Teslas Ideen zu einem rotierenden magnetischen Feld, ein sogenanntes Drehfeld, gebildet aus zwei Wechselströmen, die gegeneinander um 90° phasenversetzt sind und heute unter dem Begriff Zweiphasenwechselstrom bekannt sind, überzeugte Brown und Peck. So konnte Tesla im April 1887 als Teilhaber seine zweite Firma Tesla Electric Company gründen und sich mit den ersten Arbeiten zu Zweiphasenwechselstrom beschäftigen.[8] Es entstanden bis zum Mai 1888 sieben Patente (Peck ist neben Tesla als Mitinhaber eingetragen), die sich mit mehrphasigem Wechselstrom und dessen Übertragung beschäftigten, den sogenannten Polyphase-Patenten.[9] Eines der wichtigsten Patente daraus, US-Patent Nr 381.968, beschreibt die erste Zweiphasen-Synchronmaschine, die zu den Drehstrommaschinen zählt. Im April 1888 folgten Publikationen in renommierten Fachzeitschriften wie dem Electrical Review und der Electrical World, woraus eine gewisse Bekanntheit in Fachkreisen resultierte.

Am 16. Mai 1888 wurde Tesla eingeladen, einen Vortrag zum Mehrphasenwechselstrom vor dem American Institute of Electrical Engineers (AIEE, heute IEEE) zu halten.[10] Dieser Vortrag, er wurde unter dem Titel New York Lecture bekannt, erregte großes Aufsehen und führte dazu, dass der Großindustrielle George Westinghouse auf Tesla aufmerksam wurde. Westinghouse, der sich in einer später Stromkrieg genannten Auseinandersetzung mit Edison befand, sicherte sich Mitte 1888 die Rechte auf Teslas Polyphase-Patente, musste in den folgenden zehn Jahren aber erhebliche finanzielle Mittel in die Verteidigung jener Patente gegen Galileo Ferraris aufwenden, der praktisch gleichzeitig und unabhängig von Tesla das Drehstromsystem erfand.[11] Unabhängig von Tesla erfand Michail Ossipowitsch Doliwo-Dobrowolski im Jahr 1888 das heute in der elektrischen Energietechnik und in Stromnetzen übliche Dreiphasensystem.[12]

Von Juli 1888 bis Juli 1889 arbeitete Tesla gemeinsam mit Technikern von Westinghouse in Pittsburgh an praktischen Realisierungen von Wechselspannungssystemen - aus der Zeit stammen mehrere Patente, unter anderem zur Konvertierung von Gleichstrom in Wechselstrom. Die Zusammenarbeit war nicht konfliktfrei: Tesla war es gewohnt als „Einzelkämpfer“ zu arbeiten und konnte sich nur schwer integrieren. Technisch waren die bestehenden Westinghouse-Maschinen einphasige Generatoren, ausgelegt auf eine Netzfrequenz von 133 Hz. Teslas Maschinen waren auf Mehrphasenwechselstrom für 60 Hz ausgelegt.[13] 1890 setzten sich die noch heute in Nordamerika übliche Netzfrequenz von 60 Hz und das Mehrphasensystem bei Westinghouse endgültig durch. Zur gleichen Zeit war im sogenannten Stromkrieg ein Streit entbrannt zwischen Edison, der ein Gleichstromsystem, und Westinghouse, der ein Wechselstromsystem favorisierte.

Jahre von 1890 bis 1900

Tesla bei der Columbia Lecture in New York, Mai 1891

Im August 1889 zog Tesla nach kurzem europäischen Aufenthalt in Paris und seiner Heimatgemeinde Gospić nach New York, wo er sich in der Grand Street ein Labor einrichtete und sich mit hochfrequenten Wechselströmen zu befassen begann. Er wohnte zu dieser Zeit, losgelöst von finanziellen Sorgen, in First-Class-Hotels wie dem Astor-House am Broadway.[14] Im Jahr 1890 entstanden mehrere Patente, unter anderem zu Unterbrecherkontakten und Wechselspannungs-Generatoren mit vielen Polen und Resonanz-Transformatoren, den sogenannten Tesla-Transformatoren, um mit Funkenstrecken die Lichtbogenlampe zu verbessern.[15]

Die Idee, die Tesla damals verfolgte und die ihn zeitlebens nicht mehr loslassen sollte, war, mittels hochfrequenter Wechselströme eine drahtlose Energieübertragung zu ermöglichen. Er experimentierte dazu mit Geißlerröhren, einer frühen Form der Gasentladungsröhre, und veranstaltete regelmäßig Vorführungen, bei denen er die Geißlerröhren ohne Kabelanschluss zwischen im Raum angebrachten Elektroden leuchten ließ. Dieses beeindruckende Schauspiel führte meist zu großem Staunen im Publikum. Infolge dieser Vorführungen lud William Arnold Anthony, damals Präsident der AIEE, ihn ein, am 20. Mai 1891 einen Vortrag am Columbia College in New York zu halten. Diese als Columbia Lecture bekannt gewordene Vorlesung, eine Mischung aus Fachvortrag und Bühnenshow, fand große Beachtung, erntete aber aufgrund ihres okkulten Stils auch Missfallen, zum Beispiel bei Mihajlo Pupin, damals Physikprofessor an der Columbia University.[16]

Infolge der Columbia Lecture und seiner öffentlichen Auftritte wurde Tesla in der New Yorker High Society bekannt. Dies öffnete ihm verschiedene gesellschaftliche Türen. Unter anderem erhielt er am 31. Juli 1891 die amerikanische Staatsbürgerschaft. Von Februar 1892 bis Ende August 1892 weilte Tesla in Europa, unter anderem in London, wo er am 3. Februar 1892 vor der Institution of Electrical Engineers (IEE) und danach bei der Royal Institution of Great Britain eine überarbeitete Version seiner Columbia Lecture vortrug. Es folgten Präsentationen in Paris, danach reiste er in seine Heimatgemeinde Gospić, wo seine Mutter am 16. April 1892 starb.[17]

Wechselstromsystem von Tesla (Tesla's Egg of Columbus) von 1893

Trotz der Wirtschaftskrise in den USA im Jahr 1893 wurde auf der World’s Columbian Exposition in Chicago (diese Weltausstellung stand im Zeichen der Entdeckung Amerikas durch Christoph Kolumbus) von Westinghouse Tesla's Egg of Columbus ausgestellt. Dieser Demonstrationsaufbau sollte die Wirkung des magnetischen Drehfeldes anhand eines metallischen Eies und dessen Rotation veranschaulichen und im Rahmen des Stromkrieges Stimmung für das von Westinghouse vertretene Wechselstromsystem machen. Gleichzeitig zog Tesla 1893 in das New Yorker Hotel Gerlach, das bereits elektrisches Licht und einen Fahrstuhl hatte. Auch richtete er in diesem Jahr ein größeres Labor am West Broadway ein und beschäftigte fünf Mechaniker.[18] In seinem neuen Labor ließ er an der Decke umlaufende Kabel montieren und von einem Tesla-Oszillator speisen.[19] Damit war es möglich, mit Geißlerröhren im Raum umherzugehen, während die Röhren durch die hohen elektrischen Feldstärken drahtlos leuchteten. Im gleichen Jahr folgten Vorträge zu diesen Experimenten am Franklin Institute in Philadelphia und medial beachtete Vorführungen auf der World’s Columbian Exposition in Chicago. Er stellte sich dabei quasi selbst aus und ließ durch hochfrequente Wechselströme, die durch den Skin-Effekt bis zu einer gewissen Stärke gefahrlos sind, Koronaentladungen und deren optische Lichterscheinungen an der Oberfläche seiner Kleidung und seines Haars entstehen.[20]

Tesla war in den 1890er Jahren auch in der New Yorker High Society sehr aktiv und pflegte einen teuren Lebensstil. Er hatte beispielsweise die Angewohnheit, Lederhandschuhe und Krawatten nach einer Woche wegzuwerfen und durch neue zu ersetzen. In dieser Zeit knüpfte er auch Kontakte zu der Theaterdiva Sarah Bernhardt und zu dem Bankier J. P. Morgan.[21] Er hatte in dieser Zeit auch Rückschläge zu verkraften: Am 13. März 1895 vernichtete ein Brand sein Labor mit allen Geräten, Unterlagen und Aufzeichnungen. Der Brand wurde durch eine Heizungsfirma, die im selben Gebäude im Erdgeschoss untergebracht war, ausgelöst. Dies führte zu einer depressiven Phase. Zwar konnte er im selben Jahr ein neues Labor einrichten, seine finanzielle Lage verschlechterte sich aber dadurch gegen Ende 1895.[22]

Im Jahr 1896 beschäftigte sich Tesla mit der damals neu entdeckten Röntgenstrahlung;[23] 1897 widmete er sich wieder intensiv den Ideen zur drahtlosen Energie- und Nachrichtenübertragung,[24] die bis zu einem gewissen Grad in Konkurrenz zu den Arbeiten des Funkpioniers Guglielmo Marconi standen. Tesla beschäftigte sich zu der Zeit auch mit anderen Themen, wie einem 1,1 Meter langen unbemannten U-Boot, das drahtlos ferngesteuert werden konnte und mit Sprengstoff beladen im Spanisch-Amerikanischen Krieg eingesetzt werden sollte, aber nie zum Einsatz kam.[25][26][27]

Ende 1898 zog Tesla in das New Yorker Luxushotel Waldorf-Astoria und konnte dessen wohlhabenden Besitzer, John Jacob Astor IV, als Investor gewinnen. Teslas Finanzen wurden 1898 für ihn verstärkt zum Problem, da seine Ausgaben die unregelmäßigen Einkünfte aus Lizenzen und gelegentlichen Vorträgen überstiegen. Westinghouse unterstützte Tesla mit einem Kredit, dafür musste dieser allerdings auf einen Teil der Lizenzeinnahmen aus seinen Patenten verzichten. Außerdem war sein New Yorker Labor für die immer größeren Aufbauten zur Erprobung seiner drahtlosen Energieübertragung zu klein geworden.[28]

Tesla in seinem Labor in Colorado Springs, Dezember 1899. Die Aufnahme stellt eine Mehrfachbelichtung dar: Während der Blitzentladungen befand sich Tesla nicht im Raum.

Über seinen Patentanwalt inspiriert, der Anteile an dem Elektrizitätswerk El Paso Electric Company in Colorado Springs besaß, baute Tesla ab Mai 1899 in dem damals nur dünn besiedelten Gebiet um Colorado Springs ein größeres Labor auf. Tesla wollte mit den geplanten Anlagen bis zur Weltausstellung Paris 1900 drahtlos „Nachrichten und Energie“ von der Ostküste der USA zu einer geplanten Empfangsstation nach Frankreich übertragen. Das aus Holz aufgebaute Labor beinhaltete verschiedene Spulen und Aufbauten und in der Mitte einen bis auf 50 m Höhe ausziehbaren Eisenmast, der dazu dienen sollte, Blitzentladungen einzufangen. Tesla bezeichnete in seinem damals geführten Tagebuch dieses Gebilde als magnifying transmitter, war aber gleichzeitig bemüht, möglichst wenig Information darüber nach außen dringen zu lassen. Sein Labor in Colorado Springs durfte von Außenstehenden nicht betreten werden.[29]

Bei seinen Experimenten mit Blitzentladungen beschrieb er auch die im niederfrequenten Bereich in der Atmosphäre auftretenden stehenden Wellen, die heute als Schumann-Resonanz bezeichnet werden. Er konnte diese Beobachtungen aber nicht systematisch einordnen, auch waren um 1900 der Aufbau der Atmosphäre und die Ionosphäre noch unbekannt. Erst 50 Jahre später konnte Winfried Otto Schumann diese Beobachtungen erklären.

Bei seinen Versuchen in Colorado Springs wurden durch künstliche und natürliche Blitzentladung wiederholt Teile des Labors in Brand gesetzt. Im Oktober 1899 steigerte Tesla die Leistung so weit, dass der Generator der El Paso Electric Company durchbrannte und die Stadt Colorado Springs tagelang keinen Strom hatte. Zu der Zeit war Tesla der Überzeugung, ein funktionierendes „Welt-Energie-System“ gefunden zu haben. Im Dezember 1899 entstanden im Labor und in der Umgebung davon einige Aufnahmen für Werbezwecke, die vom Chef-Fotografen des damals renommierten Century Magazine, Dickenson V. Alley, gemacht wurden. Tesla zog am 7. Januar 1900 nach New York und ließ das Labor, wie es war. Er bezahlte weder die offenen Stromrechnungen noch die Löhne seiner Arbeiter – fünf Jahre später wurde Tesla wegen dieser Schulden angeklagt und die Einrichtungen und Materialien des Labors wurden als Baumaterial verkauft.

Jahre von 1900 bis 1910

Nikola Tesla liest vor einer riesigen Spiralspule

Am 20. März 1900 erhielt Tesla sein erstes Patent über die drahtlose Energieübertragung,[30] das heute als erstes Patent der Funktechnik gilt, obwohl er damit Energie zur Beleuchtung übertragen wollte. Einen Monat später, am 26. April 1900, meldete Guglielmo Marconi sein Patent zur drahtlosen Telegraphie an – Marconi sollte es gelingen, die erste drahtlose transatlantische Funkverbindung zwischen Nordamerika und Europa zu realisieren.

Nach 1900 wurden die Arbeiten von Tesla zunehmend skurriler, mit einem Hang zum Transzendentalismus und Bereichen der Metaphysik. Mitte 1900 veröffentliche er im Century Magazines einen ausschweifenden Artikel unter dem Titel The Problem of Increasing Human Energy, in dem er eine apokalyptische Prophezeiung über die Gegenwart und Zukunft der Menschheit zeichnet. Darin kommt auch seine Phantasie zu einer kabellosen Energieübertragung für die gesamte Menschheit vor. Unter anderem behauptet er darin, dass „die Energie eines Menschen durch die Hälfte seiner Masse, multipliziert mit dem Quadrat einer noch unbekannten Geschwindigkeit“ bestimmt sei.[31] Die Steigerung jener menschlichen Energie sei durch „Essen, Frieden und Arbeit“ möglich. Der Artikel, der auch ein Patent von Tesla zu einem „Welt-Energie-System“[32] referenziert, rief heftige Kritik in Fachkreisen und den Medien hervor, unter anderem in großen US-Zeitungen, in denen er als Träumer und unpraktischer Erfinder bezeichnet wurde.[33]

Tesla ließ sich davon aber nicht beeindrucken und behauptete in der Januar-Ausgabe 1901 des auflagenstarken US-Magazins Collier's Weekly, bereits 1899 Erstkontakt mit Außerirdischen gehabt zu haben. Im März 1901 meldete er sein Patent für einen Apparat zum Gebrauch von Strahlungsenergie mit US-Pat Nr. 685.957 an, der „Raumenergie“ auffangen und in elektrische Energie umwandeln soll.[34] Diese Arbeiten werden bis heute in Teilen jener Parawissenschaft, in denen eine stets verfügbare und praktisch kostenlose sogenannte „Freie Energie“ oder „Raum-Energie“ propagiert wird, als Quelle angegeben.[35]

Ende 1900 verschlechterte sich die finanzielle Situation Teslas wieder. Sein bisheriger Investor, der Hotelier Astor, hatte wegen Teslas Eskapaden kein Interesse mehr. In der Folge brachte sich Tesla verstärkt in der gehobenen New Yorker Gesellschaft ein und verbrachte Zeit auf verschiedenen gesellschaftlichen Veranstaltungen. Im Februar 1901 gelang es ihm, den Bankier J. P. Morgan als neuen Investor zu gewinnen.[36]

Hauptartikel: Wardenclyffe Tower

Mit Hilfe der Investition von J. P. Morgan konnte Tesla 1901 beginnen, den nicht vollendeten und nie in Betrieb gegangenen Wardenclyffe Tower am Nordufer von Long Island zu bauen. Im Verlauf des Projektes kam es zu Differenzen mit seinem Geldgeber, unter anderem weil Tesla gegenüber J. P. Morgan das Projekt als Hochleistungs-Funksender zur Nachrichtenübertragung darstellte, er in Wirklichkeit aber mit dem Turm seinen Traum von der weltweiten drahtlosen Energieübertragung realisieren wollte. Morgan hatte Interesse an einem Konkurrenzfunksystem zu Marconi, um damit beispielsweise Börsennachrichten aus Europa schneller verfügbar zu haben. Als Tesla J. P. Morgan über die eigentliche Aufgabe des Wardenclyffe Tower im September 1902 informierte, stieg dieser aus dem Projekt aus. Die geschäftliche Beziehung zu J. P. Morgan zerbrach 1904 endgültig.[37]

Im Jahr 1905 kam das Projekt Wardenclyffe Tower zum Stillstand und die Finanzprobleme Teslas wurden immer prekärer. Er konnte die Mitarbeiter nicht mehr bezahlen, und es kam zu Gerichtsverfahren aus seiner Zeit in Colorado Springs. Ende 1905 und die folgenden Jahre bis 1908 zog sich Tesla immer mehr zurück, schrieb zwar noch gelegentlich Artikel, experimentierte an sich selbst mit Elektroschock-Therapieverfahren und verfiel zeitweise dem Alkohol.[38]

Seine Lage verbesserte sich 1908 durch die Erfindung der Tesla-Turbine, eine Form der Scheibenläuferpumpe, die das Interesse des im Goldbergbau reich gewordenen John Hays Hammond weckte. Mit dem neuen Investor konnte er die Firma Tesla Propulsion Company in New York gründen.[39] Ab 1909 begann er, einen Teil seiner Schulden zurückzuzahlen. Allerdings konnte die Tesla-Turbine mit der damaligen Werkstofftechnik nicht serienreif gestellt werden und wird auch heute wegen praktischer Fertigungsprobleme kaum benutzt. In den Jahren nach 1910 verschärften sich seine finanziellen Probleme wieder.

Jahre bis zu seinem Tod 1943

Blue Portrait von 1913

Im Jahr 1913 ließ sich Tesla in mehreren Sitzungen von Elisabeth Vilma Lwoff-Parlaghy in Ölfarben porträtieren. Bei den ersten Präsentationen des Porträts installierte er extra Glühlampen mit blauem Lichtfilter. Das Bild wurde deshalb unter der Bezeichnung Blue Portrait bekannt und 1913 und 1916 in New York auf Verkaufsausstellungen präsentiert.[40] Es fanden sich aber keine Käufer, und das Gemälde verblieb im Eigentum der Künstlerin. Nach der Versteigerung des Nachlasses der Malerin galt es als verschollen, bis es Anfang der 2000er Jahre im Fundus des Husumer NordseeMuseum-Nissenhaus wiederentdeckt wurde.[41]

Ende 1913 versuchte Tesla, Prototypen seiner Tesla-Turbine an die in Deutschland ansässigen Bergmann Elektrizitätswerke zu verkaufen, scheiterte jedoch an den Transportkosten. Im Spannungsfeld vor dem Ersten Weltkrieg versuchte er im gleichen Jahr, Geldgeber im Deutschen Kaiserreich zu finden, veröffentlichte Zeitschriftenartikel über verschiedene Waffengattungen wie „automatische Lufttorpedos“ und ließ dabei Bewunderung für verschiedene deutsche Waffengattungen erkennen.[42] 1914, nach der Kriegserklärung Deutschlands an Russland, wurden alle deutschen Überseekabel durch die britische Marine gekappt – die verbleibende Nachrichtenverbindung war eine von der amerikanischen Tochterfirma der Telefunken betriebene Funkstation in Sayville. Diese Funkstation hatte allerdings eine zu geringe Sendeleistung, um ohne Relaisschiff im Atlantik Nachrichten nach Europa übertragen zu können. Tesla nahm 1914, auch wegen seiner finanziellen Probleme, den Auftrag zur Verbesserung dieser kriegswichtigen Station an. Dies führte dazu, dass der amerikanische Geheimdienst auf ihn aufmerksam wurde.[43]

1916 ließ er sein Teslaventil patentieren, das darauf basiert, dass der Strömungswiderstand in eine Flussrichtung geringer als in die entgegengesetzte ist, wodurch sich eine Gleichrichterwirkung erzielen lässt.

Tesla verfasste zu der Zeit auch verschiedene Veröffentlichungen zu dem Thema Kriegstechnik. So im August 1917 in der Zeitschrift Electrical Experimenter einen Artikel, der sich mit phantastischen Waffensystemen gegen U-Boote beschäftigte. Er wollte dazu „konzentrierte Strahlen hoher Frequenz“ aussenden.

Um 1930, infolge der Weltwirtschaftskrise, konnte er kaum noch für seinen Lebensunterhalt aufkommen und lebte auf Kredit in New Yorker Hotels. 1933 erklärte sich die Westinghouse Company bereit, Tesla einen monatlichen Betrag für seine beratenden Tätigkeiten zu zahlen. Am 1. Januar 1934 zog er in das Hotel New Yorker. Am Ende seines Erfinderlebens zog er sich mehr und mehr zurück und beschäftigte sich unter anderem um 1935 mit „Strahlenkanonen“.[44]

Tesla wurde am Morgen des 8. Januar 1943 im Alter von 86 Jahren im Hotel New Yorker vom Personal tot aufgefunden; der Arzt trug als Todeszeitpunkt den 7. Januar 1943 im Totenschein ein.[45] Seine Unterlagen und sein Eigentum im Hotelzimmer wurden von US-Beamten des Alien Property Custodian beschlagnahmt, obwohl Tesla US-amerikanischer Staatsbürger war – man fürchtete, dass seine Unterlagen ins Ausland gebracht werden könnten. Die Urne mit seiner Asche befindet sich seit 1952 im Nikola-Tesla-Museum in Belgrad.[46]

Auszeichnungen und Ehrendoktorwürden

Für seine Leistungen wurde Tesla 1916 die AIEE Edison Medal verliehen. In den 1930er-Jahren wurde er mit insgesamt zwölf Ehrendoktorwürden bedacht,[47] unter anderem von der Universität Prag, im Jahr 1937 von der Technischen Hochschule Graz[48] und den Universitäten in Brünn, Bukarest und Paris. Allein in den USA konnte er in etwa 50 Berufsjahren 112 Patente anmelden.

Namensgebungen

Nikola-Tesla-Museum in Belgrad
100 serbische Dinar (2007) mit Darstellung Nikola Teslas
Büste Teslas im Massachusetts Institute of Technology
Statue in Smiljan (Kroatien)

Nach Nikola Tesla ist seit 1960 die physikalische Einheit der magnetischen Flussdichte, das Tesla, abgekürzt mit dem Großbuchstaben T, benannt:

\mathrm{1\,T = 1\,\frac{N}{A\,m} =1\,\frac{V\,s}{m^2}}.
  • TESLA war der Name eines großen elektrotechnischen Staatsbetriebs in der ČSSR, der bis zu seiner Umbenennung zu Ehren Nikola Teslas am 7. März 1946 Electra hieß. Durch dessen Exporte wurde Tesla in RGW-Staaten ein bekannter Markenname.
  • Ein großes, jedoch nicht verwirklichtes Teilchenbeschleuniger-Projekt bei Hamburg erhielt das Akronym TESLA – unter anderem, weil es Neuland in Supraleitung und Magnettechnik beschreiten sollte. Die Pläne für TESLA sind in die Planungen für den International Linear Collider (ILC) aufgegangen.
  • Nikola Tesla ist Namenspatron von Tesla Motors, einem kalifornischen Hersteller von Elektroautos mit Wechselstrommotor, z.B. Tesla Roadster.
  • Ein Mondkrater und ein Asteroid sind nach ihm benannt.
  • 2008 veröffentlichte Autodesk eine Version von Autodesk Inventor, bei der Teslas Name Pate für die firmeninterne Bezeichnung stand.

Tesla-Museen, Banknoten, Gedenkmünzen und Statuen

Museen
Einrichtungen
Banknoten und Münzen
Porträts und Statuen

Erwähnung in den Medien

Nikola Teslas Schaffen fand Erwähnung in diversen Filmen, Fernsehserien, Büchern und Computerspielen, darunter

Literatur

Weblinks

 Commons: Nikola Tesla – Album mit Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise

  1. Die Familie Tesla
  2.  Franz Pichler, Augustinus Asenbaum: Zum Studium von Nikolaus Tesla in Graz und Prag. Februar 1996 (Online (PDF-Datei; 235 kB)).
  3.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 74 bis 76.
  4.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 95.
  5. Patent US335786: Arc lamp with carbon electrodes controlled by electromagnets or solenoids and a clutch mechanism; Corrects earlier design flaws common to the industry.
  6. Patent US334823: Commutator for Dynamo Electric Machines.
  7.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 100.
  8.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 101.
  9. Patent US381968: Mode and plan of operating electric motors by progressive shifting; Field Magnet; Armature; Electrical conversion; Economical; Transmission of energy; Simple construction; Easier construction; Rotating magnetic field principles.
    Patent US381969: Novel form and operating mode; Coils forming independent energizing circuits; Connected to an alternating current generator; Synchronous motor.
    Patent US381970: Current from a single source of supply in the main or transmitting circuit induce by induction apparatus.
    Patent US382279: Rotation is produced and maintained by direct attraction; Utilizes shifting poles; Induction magnetic motor.
    Patent US382280: New method or mode of transmission; Dynamo motor conversion with two independent circuits for long distance transmission; Alternating current transmission.
    Patent US382281: Improvements in electromagnetic motors and their mode or methods of their operations.
    Patent US382282: Method of Converting and Distributing Electric Currents.
  10.  Nikola Tesla: A NEW SYSTEM OF ALTERNATING CURRENT MOTORS AND TRANSFORMERS. American Institute of Electrical Engineers, Mai 1888 (HTML-Version bei 21st Century Books).
  11.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 115.
  12.  Gerhard Neidhöfer: Michael von Dolivo-Dobrowolsky und der Drehstrom: Anfänge der modernen Antriebstechnik und Stromversorgung. 2. Auflage. VDE-Verlag, 2008, ISBN 978-3-8007-3115-2.
  13.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 121.
  14.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 129.
  15. Patent US433702: Electrical Transformer Or Induction Device.
  16.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 133.
  17.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 137.
  18.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 155.
  19. Patent US514168: Means for Generating Electric Currents.
  20.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 187.
  21.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 121.
  22.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 192.
  23.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 208.
  24. Patent US649621: Apparatus for Transmission of Electrical Energy.
  25.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 218.
  26. Patent US613809: Method of and Apparatus for Controlling Mechanism of Moving Vehicle or Vehicles.
  27. Patent US725605: System of Signaling.
  28.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 224.
  29.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 231.
  30. Patent US645576: System of Transmission of Electrical Energy.
  31.  Tesla, Nikola: The Problem of Increasing Human Energy, with Special Reference to the Harnessing of the Sun's Energy.. Juni 1900 (Online).
  32. Patent US787412: Art of Transmitting Electrical Energy through the Natural Mediums.
  33. Chicago Daily News, Ausgabe vom 6. Januar 1901
  34. Patent US685957: Apparatus for the Utilization of Radiant Energy.
  35.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 244.
  36.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 249.
  37.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 262-267.
  38.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 273.
  39.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 285.
  40. Nikola Tesla’s „Blue Portrait“ by Princess Vilma Lwoff-Parlaghy
  41. Wiederentdeckung des „blue portrait“ nach 85 Jahren (PDF-Datei; 47 kB)
  42.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 297.
  43.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 301.
  44.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 337.
  45.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 351.
  46. http://www.nzz.ch/aktuell/international/aufgefallen/gestoerte-ruhe-eines-genialen-erfinders-1.18266465
  47.  Michael Krause: Wie Nikola Tesla das 20. Jahrhundert erfand. 1. Auflage. Wiley, 2010, ISBN 978-3-527-50431-2, S. 368.
  48. TU-Graz: Ein Pionier der Elektrotechnik abgefragt am 18. Dezember 2010
  49. Nikola Tesla Stipendium, TU Graz, abgerufen 6. Mai 2013
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