Nikolai Mladenow

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Nikolai Mladenow im November 2011

Nikolai Eftimow Mladenow (in englischer Transkription Nikolay Eftimov Mladenov, bulgarisch Николай Евтимов Младенов; * 5. Mai 1972 in Sofia) ist ein bulgarischer Politiker der Partei GERB, ehemaliger Außenminister und ehemaliges Mitglied des Europäischen Parlaments.

1995 beendete er sein Studium mit Fachrichtung „Internationale Beziehungen“ an der sofioter Universität für National- und Weltwirtschaft mit einem Bachelor-Grad. Ein Jahr später absolvierte er einen Master-Studiengang am Londoner King’s College der Universität London.

Zwischen 1996 und 1998 war Nikolai Mladenow Projektleiter in der Stiftung Open Society Institute in Sofia. Danach arbeitete er für kurze Zeit als Koordinator im Sozialen Ressort der Weltbank in Bulgarien. Im 1999 gründete er das Europäische Institut in Sofia, dessen Vorsitzender er bis 2001 blieb.

Bei den Parlamentswahlen 2001 wird er von der Liste der konservativen Koalition Vereinte Demokratischen Kräfte (ODS) als Abgeordneter ins 39-te bulgarische Parlament gewählt. Im Parlament wird er Stellvertretender Vorsitzender der Kommission für europäische Integration und Mitglied der Kommission für Außenpolitik, Verteidigung und Sicherheit. Am 12. März 2002 wurde er in den Vorstand der Partei Union der Demokratischen Kräfte (kurz SDS, die Teil der ODS war) gewählt. In der folgenden Zeit war Mladenow Parteisprecher. Am 22. Februar wurde er zum Stellvertretenden Vorsitzenden der Partei SDS gewählt. Diesen Posten nahm er bis 16. August 2005 ein, als er nach den verlorenen Parlamentswahlen seinen Rücktritt einreichte.

Zwischen 2005 und 2007 arbeitete Mladenow als Berater für die Weltbank, für das amerikanische International Republican Institute in Bulgarien, Afghanistan, Jemen und weitere Länder im Nahen Osten. 2006 wurde er Berater der Kommission für Verteidigung und der Kommission für Außenpolitik am irakischen Parlament.

2007 wurde er als Abgeordneter im Europäischen Parlament für die Fraktion der Europäischen Volkspartei (Christdemokraten) und europäischer Demokraten von der Liste der bulgarischen Partei GERB gewählt. Im Europäischen Parlament war er Mitglied im Ausschuss für Binnenmarkt und Verbraucherschutz und der Delegation für die Beziehungen zu Israel, sowie Stellvertreter im Ausschuss für auswärtige Angelegenheiten, Unterausschuss für Sicherheit und Verteidigung und Delegation für die Beziehungen zu Afghanistan.

Nach der bulgarischen Parlamentswahl 2009, die von der Partei GERB gewonnen wurde, wurde Nikolai Mladenow am 27. Juli als Verteidigungsminister in der Regierung von Bojko Borissow vereidigt und folgte in diesem Amt Nikolaj Zonew. Nach dem Rücktritt von Rumjana Schelewa wurde Mladenow am 27. Januar 2010 zum neuen bulgarischen Außenminister gewählt. Nachfolger als Verteidigungsminister wurde Anju Angelow. Im Februar 2013 trat das gesamte Kabinett zurück; der neue Regierungschef Marin Rajkow wurde auch Mladenows Nachfolger als Außenminister.

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