Nikolai Nikolajewitsch Sinin

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Nikolai Nikolajewitsch Sinin

Nikolai Nikolajewitsch Sinin (russisch Николай Николаевич Зинин, wiss. Transliteration Nikolaj Nikolayevich Zinin; * 13. Augustjul./ 25. August 1812greg. in Şuşa, Bergkarabach; † 6. Februarjul./ 18. Februar 1880greg. in Sankt Petersburg) war ein russischer Organischer Chemiker.

Leben[Bearbeiten]

Sinin studierte an der Staatlichen Universität Kasan und erwarb dort seinen Abschluss in Mathematik. Ab dem Jahre 1835 hielt er Vorlesungen in Chemie ab. Um seine Kenntnisse zu erweitern, reiste er zwischen 1838 und 1841 durch Europa. Dabei studierte er unter anderem an der Universität Gießen bei Justus von Liebig. Dort schloss er seine Forschungen auf dem Gebiet der Benzoin-Addition ab, die Liebig und Friedrich Wöhler einige Jahre zuvor bei Untersuchungen von Bittermandelöl entdeckt hatten. Nach seiner Rückkehr stellte er seine Ergebnisse an der Universität Sankt Petersburg vor und erhielt seinen Doktorgrad. Im selben Jahr erhielt er eine Professur für Chemie an der Universität Kasan. 1842 spielte er eine wichtige Rolle bei der genauen Bestimmung des Anilins, das er als Benzidam bezeichnete. 1847 kehrte er nach Sankt Petersburg zurück und wurde in die dortige Akademie der Wissenschaften aufgenommen.

Während dieser Zeit gehörte der junge Alfred Nobel zu seinen Studenten. Sinin förderte Alexander Porfirjewitsch Borodin.

Literatur[Bearbeiten]

  • N. Zinin (1839): Beiträge zur Kenntnis einiger Verbindungen aus der Benzoylreihe. In: Annalen der Pharmacie. 31 (3): 329–332.
  • N. Zinin (1840): Über einige Zersetzungsprodukte des Bittermandelöls. In: Annalen der Pharmacie. 34 (2): 186–192
  • N. Zinin (1842): Beschreibung einiger neuer organischer Basen, dargestellt durch die Einwirkung des Schwefelwasserstoffes auf Verbindungen der Kohlenwasserstoffe mit Untersalpetersäure. In: Journal für Praktische Chemie. 27 (1): 140–153.
  • Richard Willstätter, Heinrich Kubli (1908): Über die Reduktion von Nitroverbindungen nach der Methode von Zinin. In: Berichte der deutschen chemischen Gesellschaft. 41 (2): 1936–1940.