Nikolaus-Kettenbrücke

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50.44222230.564444Koordinaten: 50° 26′ 32″ N, 30° 33′ 52″ O

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Nikolaus-Kettenbrücke
Nikolaus-Kettenbrücke
Die Nikolaus-Kettenbrücke um 1900, im Hintergrund die 1934 gesprengte St.-Nikolaus-Soldatenkirche
Querung von

Dnepr

Ort Kiew
Konstruktion Kettenbrücke
Gesamtlänge 776 m
Breite 16 m
Längste Stützweite 4 x 143 m
Fertigstellung 1853
Zustand 1920 zerstört
Planer Charles Vignoles
Lage
Nikolaus-Kettenbrücke (Ukraine)
Nikolaus-Kettenbrücke

Die Nikolaus-Kettenbrücke (ukrainisch Миколаївський ланцюговий міст, russisch Николаевский цепной мост) war eine Straßenbrücke in Kiew über den Dnepr.

Sie verband als erste feste Brücke die damals zum Russischen Kaiserreich gehörende Stadt auf den Hügeln des rechten Flussufers mit dem noch kaum besiedelten flachen Land am linken Ufer und darüber hinaus mit den östlichen Landesteilen und der Straße nach Moskau.

Die Kettenbrücke wurde mit Genehmigung von Zar Nikolaus I. von dem britischen Ingenieur Charles Blacker Vignoles geplant und unter seiner Leitung zwischen 1848 und 1853 von Fox, Henderson & Co. gebaut. Ihre feierliche Eröffnung fand zusammen mit der Enthüllung des Denkmals für Wladimir den Heiligen statt.

Die insgesamt 776 m lange Brücke hatte fünf gemauerte Pylone in Form großer Portale, zwischen denen die vier Hauptfelder mit Spannweiten von je 143 m an Ketten hingen.[1] Das 16 m breite Brückendeck bestand aus eisernen Trägern, auf denen Holzbohlen befestigt waren. Sie war die längste Kettenbrücke der Geschichte.

Um 1900 wurde die Brücke verstärkt. 1920 wurde sie im Polnisch-Sowjetischen Krieg von den abziehenden polnischen Truppen gesprengt.

Seit dem 5. November 1965 führt die 700 m lange Metro-Brücke an gleicher Stelle auf den auf zwei Dneprinseln gelegenen Hidropark.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikolaus-Kettenbrücke – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Leonardo Fernández Troyano: Tierra sobre el Agua. Vision Histórica Universal de los Puentes. Colegio de Ingenieros de Caminos, Canales y Puentes, Madrid 1999, ISBN 84-380-0148-3, S. 545