Nikolaus I. (Patriarch)

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Nikolaus I (historisierendes Bild)

Nikolaus I., genannt Mystikos (* 852; † 11. Mai 925 ) war Patriarch von Konstantinopel von 901 bis 907 und von 912 bis 925. Er verweigerte dem Kaiser Leo VI. eine vierte Ehe und verschwor sich, im sogenannten Tetragamiestreit, erfolglos gegen ihn, um Andronikos Dukas auf den Thron zu setzen. Danach wurde Nikolaus gezwungen, Leos Sohn aus der ungenehmigten Verbindung zu taufen. Anschließend, 907, wurde er abgesetzt und für mehrere Jahre in das von ihm gegründete Kloster Galakrenai nahe Chalkedon verbannt, in dem er später auch seine letzte Ruhestätte finden sollte.

Als Leos Bruder Alexander 912 Kaiser wurde, wurde Nikolaus wieder eingesetzt und nach Alexanders schnellem Tod 913 zum Regenten für Konstantin VII. ernannt – gemeinsam mit Konstantin Dukas, den er hinrichten ließ. Er schloss einen unpopulären Frieden mit den Bulgaren und krönte deren Herrscher Simeon zum „Basileus (Kaiser) von Bulgarien“. Im Jahr 920 wurde er schließlich als Regent von Romanos I. abgesetzt, durfte aber bis zu seinem Tod Patriarch bleiben.

Am 16. Mai wird er in der orthodoxen Kirche als Heiliger verehrt.

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

Siehe auch: Orthodoxe Kirche

Vorgänger Amt Nachfolger
Antonios II. Patriarch von Konstantinopel
901–907
Euthymios I.
Euthymios I. Patriarch von Konstantinopel
912–925
Stephanos II.