Nikon D4

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nikon D4
D4-85 1.4.JPG
Typ: professionelle Vollformat-DSLR
Objektivanschluss: Nikon-F-Bajonett, AF-D
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: 23,9 mm × 36 mm
Auflösung: 16,6 Megapixel total; 16,2 Megapixel effektiv
Bildgröße: 4.928 × 3.280 (FX, 36×24) 4.096 × 2.720 (1,2×, 30×20) 3.200 × 2.128 (DX, 24×16)[1]
Pixelpitch (µm): 7.2
Formatfaktor: 1 im FX-Format (1,5 im DX-Format)
Dateiformate: RAW/NEF (12 oder 14 Bit), TIFF, JPEG
ISO-Empfindlichkeit: 100–12.800 (erweiterbar auf 50–204.800)
Auslöseverzögerung: 42 ms
Sucher: Spiegelreflex
Bildfeld: 100 %
Vergrößerung: 0,7×
Bildschirm: TFT-LCD
Größe: 8 cm (3,15")
Auflösung: 640 × 480 Pixel (307.200 Pixel), 267 ppi[2]
Betriebsarten: manuell (M), Zeitautomatik (A), Blendenautomatik (S), Programmautomatik (P)
Bildfrequenz: 10 B/s, 11 B/s ohne erneute Fokus- oder Belichtungsmessung
Anzahl Reihenaufnahmen: 200 JPEG-Bilder
Autofokus (AF): Nikon Multi-CAM 3500 FX
AF-Messfelder: 51 Messfelder, 15 Kreuzsensoren, Motiverkennung
AF-Messbereich: −2 bis +19 LW (ISO 100, 20 °C)
AF-Betriebsarten: Einzelfeldsteuerung, dynamische Messfeldsteuerung (9, 21 oder 51 Messfelder), 3D-Tracking, automatische Messfeldsteuerung
Belichtungsmessung: 3D-Color-Matrixmessung III mit 91.000-Pixel-RGB-Sensor, Spotmessung, Mittenbetonte Integralmessung
Messbereich: −1 bis 20 LW (Matrixmessung oder mittenbetonte Messung), 2 bis 20 LW (Spotmessung)
Korrektur: ± 5 LW
Verschluss: elektronisch gesteuerter, vertikal ablaufender Schlitzverschluss aus KFK, ausgelegt auf 400.000 Aufnahmen[3]
Verschlusszeiten: 1/8.000 s bis 30 s, Bulb-Langzeitbelichtung
Blitz: nur extern
Blitzsteuerung: iTTL-Automatikblitz
Blitzanschluss: Blitzschuh, ISO 518
Synchronisation: 1/250 s
Belichtungskorrektur: −3 bis +1 LW
Speichermedien: 1 × CompactFlash I; 1 × XQD
Datenschnittstelle: USB 2.0, HDMI, Ethernet
Stromversorgung: Nikon-EN-EL18-Lithium-Ionen-Akku (2.000 mAh; 10,8 V), Netzadapter EH-6 (Zubehör)
Abmessungen: 156,5 mm × 160 mm × 90,5 mm
Gewicht: 1.180 g (nur Kameragehäuse), 1.340 g (mit Akku und einer Speicherkarte)
Ergänzungen: Bildsensor-Reinigung

Die Nikon D4 ist eine professionelle digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) des japanischen Herstellers Nikon. Sie wurde am 6. Januar 2012 vorgestellt und löste die Nikon D3S als Top-Modell der Firma Nikon ab.[4]

Wichtige Neuerungen zum Vorgängermodell sind eine höhere Bildfrequenz bei voller Auflösung, die Unterstützung des XQD-Speicherkartenstandards, eine höhere Auflösung und die erheblich höhere Sensorempfindlichkeit, die Möglichkeit zur Aufnahme von HDR-Bildern sowie die Aufzeichnung von Videos in Full HD bei 30 fps bzw. 720p bei 60 fps. Der Arbeitsbereich des Autofokus wurde ebenfalls erweitert, dazu sind einige Bedienelemente jetzt hinterleuchtet.

Zubehör[Bearbeiten]

WLAN[Bearbeiten]

Die D4 bietet WLAN- und Ethernet-Unterstützung mit den Sendeeinheiten WT-4 und WT-5.

Blitzgeräte[Bearbeiten]

Die Kamera ist mit allen Nikon-Blitzgeräten kompatibel, die die Nikon-iTTL-Blitzbelichtung unterstützen. Kompatible Blitzgeräte werden auch von Fremdherstellern angeboten.

Objektive[Bearbeiten]

Wie auch schon bei der D3 können auch ältere Objektive an der D4 verwendet werden, die Objektive müssen aber mindestens über eine Blendenübertragung nach dem Ai-Standard verfügen. Frühere Objektive mit F-Bajonett und Blendenübertragung nur über die „Nikon-Gabel“ beschädigen den kameraseitigen Mitnehmer, der anders als bei früheren Modellen nicht weggeklappt werden kann.

GPS-Anschluss[Bearbeiten]

Die D4 hat eine kombinierte Schnittstelle für Kabelauslöser und GPS-Empfänger wie das Nikon GP-1, um einfaches Geotagging von JPEG- und NEF-Dateien zu ermöglichen.[5] Die GPS-Schnittstelle verarbeitet neben den GPS-Daten auch Kompassinformationen (Heading). Diese Funktion wird nur durch Geotagger von Drittherstellern genutzt.[6]

Nikon D4S[Bearbeiten]

Am 25. Februar 2014 kündigte Nikon als Nachfolgemodell der D4 die D4S an. Sie unterscheidet sich von der D4 u.a. durch folgende Merkmale:

  • Verbessertes Autofokus-System
  • Ein weiterentwickelter Sensor, der ebenfalls mit 16,2 Megapixeln auflöst
  • Eine erhöhte ISO-Empfindlichkeit von 100–25.600 (erweiterbar auf 50–409.600)
  • Erhöhte Serienbildgeschwindigkeit von 11 B/s mit Autofokus und Belichtungsmessung
  • Full HD Video mit 60 fps
  • EXPEED 4 Prozessor
  • RAW-Dateien in kleiner Größe (S-RAW)
  • Ethernet-Anschluss mit 1000 Mbit/s
  • Ein neuer Akku EN-EL18a mit höherer Kapazität für bis zu 3020 Auslösungen pro Akkuladung

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Digitale Spiegelreflexkamera Nikon D4 – Technische Daten. Nikon, 6. Januar 2012, abgerufen am 6. Januar 2012 (PDF; 1,2 MB).
  2. Nikon (neben anderen Herstellern) gibt die Sub-Pixel statt der Pixelzahl an, d.h. zählt die roten, grünen und blauen Subpixel einzeln. Der Hersteller spezifiziert das rückseitige Display daher mit 307.200 [Pixel] × 3 [Farben] = 921.600 [Sub-Pixel] oder ca. 921.000 Punkte.
  3. Nikon D4 overview. Dpreview.com Limited, 6. Januar 2012, abgerufen am 6. Januar 2012.
  4. The next-generation flagship Nikon digital-SLR camera with the ultimate in versatility and functionality. Nikon, 6. Januar 2012, abgerufen am 6. Januar 2012.
  5. Produktseite GP-1 bei Nikon.de aufgerufen am 4. April 2012
  6. Vergleich verschiedener Geotagger für Nikon DSLR bei gps-camera.eu aufgerufen am 4. April 2012

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikon D4 – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien