Nikon Df

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Nikon Df
Nikon Df (silver-black).jpg
Typ: Vollformat-DSLR
Objektivanschluss: Nikon-F-Bajonett
Bildsensor: CMOS
Sensorgröße: 23,9 mm × 36 mm
Auflösung: 16,6 Megapixel total; 16,2 Megapixel effektiv
Bildgröße: 4.928 × 3.280 (FX, 36×24), 3.200 × 2.128 (DX, 24×16)
Pixelpitch (µm): 7,2
Formatfaktor: 1 im FX-Format bzw. 1,5 im DX-Format
Dateiformate: NEF (Rohdatenformat, 12 oder 14 Bits/Pixel), TIFF, JPEG
ISO-Empfindlichkeit: 100–12.800 (50–204.800 ungeeicht)
Sucher: Spiegelreflex
Bildfeld: 100 %
Vergrößerung: 0,7-fach
Bildschirm: TFT-LCD
Größe: 8 cm (3,2")
Auflösung: 640 × 480 Pixel
Betriebsarten: manuell (M), Zeitautomatik (A), Blendenautomatik (S), Programmautomatik (P)
Bildfrequenz: 5,5 B/s
AF-Messfelder: 39 Messfelder, 9 Kreuzsensoren, Motiverkennung
AF-Messbereich: −1 bis +19 LW (ISO 100, 20 °C)
AF-Betriebsarten: Einzelfeldsteuerung, dynamische Messfeldsteuerung mit 9, 21 oder 39 Messfeldern, 3D-Tracking, automatische Messfeldsteuerung
Belichtungsmessung: TTL-Belichtungsmessung mit 2.016-Pixel-RGB-Sensor
Messbereich: 0 bis +20 LW (Matrixmessung oder mittenbetonte Messung), +2 bis +20 LW (Spotmessung)
Korrektur: ± 3 LW
Verschluss: elektronisch gesteuerter Schlitzverschluss
Verschlusszeiten: 1/4.000 bis 30 Sek., Langzeitbelichtung
Blitz: nur extern
Blitzsteuerung: iTTL-Blitzautomatik
Blitzanschluss: Blitzschuh (ISO 518), Blitzsynchronanschluss (ISO 519)
Synchronisation: 1/250 s
Belichtungskorrektur: −3 bis +1 LW
Farbraum: sRGB, AdobeRGB
Speichermedien: 1 × SD-Karte
Datenschnittstelle: USB 2.0, HDMI-Mini-Anschluss
Stromversorgung: Lithium-Ionen-Akku vom Typ EN-EL14a, Netzadapter EH-5b
Gehäuse: Metall
Abmessungen: 110 mm × 143,5 mm × 66,5 mm
Gewicht: 710 g (nur Kameragehäuse), 765 g (mit Akku und Speicherkarte)
Ergänzungen: Bildsensorreinigung

Die Nikon Df ist eine professionelle digitale Spiegelreflexkamera (DSLR) des japanischen Herstellers Nikon. Sie wurde am 5. November 2013 vorgestellt.[1] Das Design der Nikon Df wurde als Retro-Design an das klassischer analoger Nikon-Kameras wie der Nikon F3 oder der Nikon FM angelehnt. Sie ist wie ihre optischen Vorbilder in zwei Farbvarianten – in schwarz und in schwarz-silber – erhältlich. Der Name Df steht für Digital fusion.

Der Sensor im Kleinbildformat wurde von der Nikon D4 übernommen, als Autofokusmodul wurde wie in der Nikon D600 das Multi-CAM 4800 verbaut. Der Funktionsumfang wurde im Vergleich zu anderen modernen DSLRs auf die klassische Fotografie ausgerichtet. So verfügt sie als erste Digitalkamera des Herstellers wieder über ein traditionelles Verschlusszeitenrad; auf der anderen Seite wurde auf viele Sonderfunktionien wie beispielsweise die Videoaufnahme verzichtet. Über den HDMI-Anschluss und ein externes Aufnahmegerät ist dennoch der Mitschnitt des unkomprimierten Live-Bildes möglich.

Die Kamera ist in Deutschland nur in einem Kit mit dem Objektiv AF-S Nikkor 50 mm 1:1,8G SE erhältlich, welches an das Retro-Design der Kamera angepasst wurde.

Zubehör[Bearbeiten]

Blitzgeräte[Bearbeiten]

Die Nikon Df ist mit Nikons Creative Lighting System kompatibel und unterstützt bei CLS-kompatiblen Blitzgeräten alle Funktionen wie iTTL-Blitzbelichtungsmessung oder Kurzzeitsynchronisation. Da die Nikon Df kein eingebautes Blitzgerät besitzt, ist eine Remote-Steuerung nur mit einem Master-Blitz oder dem Blitzfernsteuerungsgerät SU-800 möglich.

Darüber hinaus ist die Kamera in unterschiedlichen Funktionsumfängen mit vielen weiteren Nikon-Blitzgeräten sowie vielen Blitzgeräten von Fremdherstellern kompatibel.

Die Nikon Df besitzt einen PC-Blitzsynchronanschluss zur Steuerung von Blitzanlagen.

Objektive[Bearbeiten]

Die Nikon Df verfügt über einen klappbaren mechanischen Blendenkupplungshebel, der die Kamera auch zu nicht auf das Ai-System umgerüsteten Nikon-Objektiven von vor 1977 kompatibel macht. Mit manueller Belichtungssteuerung (M) oder Zeitautomatik (A) kann dabei mit einfachen Kameraeinstellungen die Offenblendmessung genutzt werden. Gleichzeitig verfügt die Nikon Df wie moderne Kameras über ein digitales Einstellrad, mit dem bei G- und E-Objektiven (ohne Blendenring) die Blende eingestellt werden kann. Sie ist damit bis auf sehr wenige exotische Ausnahmen mit sämtlichen Objektiven des Nikon-F-Systems von 1959 bis heute benutzbar und somit die Nikon-Kamera mit der umfassendsten Kompatibilität zum F-Bajonett.

WLAN[Bearbeiten]

Mit dem Adapter WU-1a aus dem Nikon-Zubehörprogramm kann eine WLAN-Schnittstelle ergänzt werden. Fotos lassen sich so drahtlos übertragen, über iOS- und Android-Smartphones ist außerdem mittels passender App die Funkfernsteuerung der Kamera möglich.

Zubehörschnittstelle[Bearbeiten]

Die Nikon Df verfügt über eine Zubehörschnittstelle, über die zum Beispiel Fernauslöser oder ein externer GPS-Empfänger für kamerainternes Geotagging der Fotos angeschlossen werden kann. Längen- und Breitengrade sowie die Höhe werden direkt in die Exif-Daten der Bilddateien geschrieben. Nikon bietet dafür den GPS-Empfänger GP-1 an. Obwohl dieser keinen Kompass eingebaut hat, unterstützt die Schnittstelle mit passenden Geräten auch Richtungsinformationen (Heading).[2]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nikon Df – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Die neue Nikon Df – Das einzigartige Kamerakonzept. Nikon, 5. November 2013, abgerufen am 5. November 2013.
  2. Datenbank mit zur Nikon Df kompatiblen GPS-Empfängern