Nilam Farooq

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Nilam Farooq (2013)

Nilam Farooq, auch Nilam M. Farooq, (* 26. September 1989 in Berlin) ist eine deutsche Schauspielerin und Bloggerin, die insbesondere in sozialen Medien auch unter ihrem Pseudonym daaruum bekannt ist.

Leben[Bearbeiten]

Nilam Farooq wurde als Tochter eines pakistanischen Vaters und einer polnischen Mutter geboren und hat einen jüngeren Bruder.[1] Sie wuchs in ihrem Geburtsort Berlin im Ortsteil Wilmersdorf auf,[2] besuchte das dortige Goethe-Gymnasium und machte ihr Abitur. Farooq zeigte früh Interesse an der Schauspielerei und fing schon als 14-Jährige in der Komparserie an.[1] Von 2006 bis 2010 absolvierte sie eine private Schauspielschule in Berlin.[3] Ab 2006/07 hatte sie erste Gast- und Nebenrollen als Schauspielerin im Fernsehen sowie bei Kurzfilmen, ab Ende der 2000er Jahre trat sie in Werbespots auf und ab Anfang der 2010er Jahre übernahm sie zudem einige Aufträge als Synchronsprecherin.[3] So sprach sie unter anderem die Rolle der Laura in Oskar Roehlers Quellen des Lebens.

Von 2012 bis 2013 moderierte sie bei dem – von UFA-Labs eigens für das Online-Netzwerk YouTube hergestellten – „OriginalkanalTrigger.TV den Crime Report und berichtete über aktuelle Kriminalfälle.[4]

Seit dem Frühjahr 2013 ist Farooq regelmäßig in der Fernsehserie SOKO Leipzig als Olivia Fareedi zu sehen.[2] Im November 2013 spielte sie unter der Regie von Peter Gersina und neben Christine Neubauer die Hauptrolle in dem ARD Degeto-Spielfilm Die Briefe meiner Mutter, der im April 2014 ausgestrahlt wurde.[5] Im Juni 2014 übernahm sie eine Rolle in der Ludwigshafener Tatort-Episode „Roomservice" (Arbeitstitel: Mord in Suite 700) unter der Regie von Tim Trageser.[6]

Im April 2014 wurde sie zusammen mit fünf weiteren „Persönlichkeiten aus der Berliner Szene“, u. a. Daniel Brühl und Eva Padberg, Markenbotschafterin für die japanische Bekleidungsmarke Uniqlo.[7]

Farooq lebte bis März 2015 in Berlin und verlegte ihren Wohnsitz dann in die USA nach New York City.[8]

Video-Blog auf YouTube[Bearbeiten]

Daaruum auf den Videodays 2014

Seit dem 9. Oktober 2010 betreibt Nilam Farooq den YouTube-Kanal daaruum und veröffentlicht dort seither ein Video-Blog (VLog) zu den Themen Mode, Kosmetik und Reisen. Außerdem „erzählt sie aus ihrem Leben“, wobei sie anfangs nur unter dem Pseudonym daaruum auftrat und erst Anfang 2014 in einem VLog-Beitrag ihren echten Namen bekannt gab.[9]

Inzwischen entwickelte sich ihr VLog daaruum zu einem der bekanntesten deutschsprachigen Kanäle und Farooq gilt heute als eine der erfolgreichsten Bloggerinnen im deutschsprachigen Raum.[3][9] So hatte ihr Kanal im Frühjahr 2015 über 1.000.000 Abonnenten und lag damit auf Platz 31 der meistabonnierten deutschsprachigen Kanäle.[10] Ihre Videos wurden insgesamt über 180 Millionen Mal aufgerufen.[10] Im Jahr 2011 gewann Farooq den Google-Nachwuchswettbewerb „Next Up“.[11] 2013 wurde sie im Rahmen des Videodays mit dem PlayAward für den Bereich Beauty, Lifestyle, Fashion ausgezeichnet.[12]

Farooq gehört zum Netzwerk Mediakraft Networks und ist zudem Mitglied im Berliner Verein 301+, der aktuellen Entwicklungen bei YouTube kritisch gegenübersteht.[13]

Kritik[Bearbeiten]

Anfang 2015 „enthüllt[e]“ die Süddeutsche Zeitung (SZ), dass „deutsche YouTube-Persönlichkeiten bis zu fünfstellige Beträge für die Einbindung von Produkten bestimmter Konzerne erhalten“ würden. Offengelegt wurde u. a. auch die „Preisliste der populären Mode-Bloggerin Nilam Farooq alias ‚daaruum‘“; sie erhalte „für die Besprechung eines Produkts in einem Video bis zu 12.800 Euro“, jede Produktplatzierung auf ihrem Instagram-Account „schlage mit 2.970 Euro zu Buche“. Ausgelöst durch die Recherchen der SZ und auch von Report Mainz kam es auf YouTube zu einer kontroversen „Debatte über Transparenz bei Werbeinhalten“. Farooq wies die Kritik zurück und bestritt, Schleichwerbung betrieben zu haben; sie habe im Jahr 2014 lediglich in acht von 150 veröffentlichten Videos ein Produkt nach Empfehlung einer Firma getestet und die Kooperationen seien jedes Mal als solche gekennzeichnet worden.[14][15]

Filmografie[Bearbeiten]

Fernsehen[Bearbeiten]

Kurzfilme[Bearbeiten]

  • 2007: Stiller Frühling
  • 2007: Türk Rulet
  • 2008: Suzan
  • 2010: Tintenfischwolken
  • 2011: George 90º

Werbung[Bearbeiten]

  • 2009: Telekom „Grenzen gab es gestern“
  • 2012: Lebe Viva

Synchronsprecherin[Bearbeiten]

  • 2010: Berliner Morgenpost: Kinderkram
  • 2010: Upperdog – Rolle: Yanne
  • 2011: Royal Pains – Rolle: Anna
  • 2013: Quellen des Lebens – Rolle: Laura

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nilam Farooq – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b teleschau – der mediendienst: Nilam Farooq. Schritt für Schritt nach vorn. In: NWZ-Inside.de. 2013, abgerufen am 21. März 2015.
  2. a b dpa: „Soko Leipzig“ bekommt Verstärkung – Nilam Farooq ermittelt in Internet und Social Media. In: LVZ-online. 28. August 2012, abgerufen am 20. März 2015.
  3. a b c Pauline Schnor: Youtube-Star: daaruum, Berlins Klick-Millionärin. In: bz-berlin.de. 23. September 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  4. Christoph Spangenberg: Berliner Youtube-Stars. Klicks zum Ruhm. In: Tagesspiegel.de. 23. März 2013, S. 4, abgerufen am 20. März 2015.
  5. dpa: Die Briefe meiner Mutter. In: WN.de. 23. April 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  6. Drehstart für Lena-Odenthal-Tatort. In: SWR.de. 27. Juni 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  7. UNIQLO Berlin Flagship-Store eröffnet am 11. April 2014. In: Uniqlo.com. 10. April 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  8. daruum: Neuer Lebensabschnitt – Goodbye! Veröffentlicht auf YouTube am 15. März 2015; abgerufen am 16. März 2015.
  9. a b Anna Aridzanjan: YouTube-Stars (9): daaruum – Videobloggerin mit Schauspieltalent. In: Rhein-Zeitung.de. 22. Februar 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  10. a b Top 100 YouTubers in Germany by Subscribed. In: Socialblade.com. Abgerufen am 4. April 2015 (englisch).
  11. daaruum ist NextUp! In: Fashion4TV.de. Abgerufen am 16. Februar 2015.
  12. PlayAward 2013. In: Videodays.eu. Abgerufen am 16. Februar 2015.
  13. Stefan Niggemeier: Die Emanzipation der Youtuber. In: Krautreporter.de. 3. November 2014, abgerufen am 20. März 2015.
  14. Martin Schneider, Hakan Tanriverdi: So viel verdienen Youtube-Stars. In: Süddeutsche.de. 13. Februar 2015, abgerufen am 20. März 2015.
  15. fsc: Empfehlung oder Schleichwerbung: Heftige Debatte über YouTube-Stars. In: derStandard.at. 14. Februar 2015, abgerufen am 20. März 2015.
  16. Nilam Farooq in Türkisch für Anfänger; ab Minute 6:35