Nilkantha

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Nilkantha
Ansicht von Badrinath aus

Ansicht von Badrinath aus

Höhe 6596 m
Lage Uttarakhand, Indien
Gebirge Himalaya
Koordinaten 30° 43′ 12″ N, 79° 24′ 0″ O30.7279.46596Koordinaten: 30° 43′ 12″ N, 79° 24′ 0″ O
Nilkantha (Uttarakhand)
Nilkantha
Erstbesteigung 13. Juni 1962 durch O. P. Sharma, Sherpas Phurba Lobsang und Lhakpa Giyalbu Lama
Normalweg vergletscherte Hochtour

Nilkantha (auch Neelkanth, Neelakant, Nilkanth oder Nilkanta) ist ein 6596 m hoher Berg im Himalaya in der Region Garhwal im indischen Bundesstaat Uttarakhand.

Name[Bearbeiten]

Der Name des Berges geht auf eine Bezeichnung für den Hindu-Gottes Shiva zurück. Nilakantha ist der mit der blauen Kehle (nila = blau, kantha = Hals, Kehle). Im Mythos vom Quirlen des Milchozeans hatte Shiva das stärkste Gift (Halahala) getrunken, um die Welt davor zu bewahren. Dieses Gift fügte ihm keinen Schaden zu, färbte jedoch seinen Rachen blau. Darüber hinaus fließt das Wasser der Quellflüsse und -gletscher des Ganges in der Umgebung des Berges in der Hindu-Mythologie durch die Haare Shivas zur Erde.[1]

Siehe auch: Milchozean

Lage[Bearbeiten]

Der Nilkantha liegt auf der Südseite des Satopanth-Gletschers, eines der beiden Quellgletscher des Alaknanda-Flusses. Dieser Quellfluss des Indus fließt östlich des Nilkantha weiter nach Süden. Der Ort Badrinath im Alaknanda-Tal liegt etwa 9 Kilometer östlich des Berges, der Höhenunterschied vom Talgrund bis zum Gipfel des Nilkantha beträgt hier fast 3500 Meter. Westlich des Nilkantha liegt über dem Satopanth-Gletscher der Siebentausender Chaukhamba. Vom Nilkantha aus jenseits des Alaknanda-Tals liegen der Nilgiri Parbat im Valley of Flowers National Park und die Berge der Kamet-Gruppe.

Erstbesteigung[Bearbeiten]

Die Erstbesteigung gelang einer indischen Expedition 1961, nachdem bereits sieben frühere Expeditionen erfolglos waren, darunter Frank Smythe 1936 und eine Dreierseilschaft unter der Leitung von Willi Unsoeld 1949.[2][3] O. P. Sharma und die Sherpas Phurba Lobsang und Lhakpa Giyalbu Lama erreichten den Gipfel am 13. Juni bei schlechtem Wetter und mussten im Abstieg ein Biwak im Freien überstehen.[2]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Frank S. Smythe: The Valley of Flowers. 1949, S. 244. online verfügbar auf www.archive.org, abgerufen am 24. November 2011.
  2. a b Hary Dang: Nilkantha, Garhwal. In: American Alpine Journal 1962, S. 272 (AAJO), abgerufen am 23. November 2011.
  3. Willi Unsoeld: Nilkanta, Garhwal Himalay 1949. In: American Alpine Journal 1956, S. 75-80. (AAJO), abgerufen am 24. November 2011.