Nilpferdpeitsche

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Dieser Artikel behandelt das Züchtigungsinstrument; für den Roman „Die Nilpferdpeitsche“ siehe unter André Brink.
Chicotte aus Nashornhaut vor 1922
Sjambok aus Plastik

Die originalen Nilpferdpeitschen, je nach Region auch Sjambok (Südafrika), Chicotte (Kongo) oder Kiboko (Ostafrika) genannt, wurden aus Flusspferd- oder Nashornhaut hergestellt, weil diese sehr strapazierfähig ist. Aufgrund des Artenschutzes und aus Preisgründen wird jedoch mittlerweile oftmals harter, elastischer Kunststoff verwendet.

Von Dompteuren wird bevorzugt die elastische Variante mit bis zu 7 Metern Länge verwendet. An der Spitze befindet sich ein kleiner Lederball. Dieser verstärkt die von der Peitsche angewandte Kraft und ist somit besonders für Dickhäuter geeignet.

Die Nilpferdpeitsche (Swahili: Kiboko) wurde u. a. in den deutschen Kolonien zur Durchführung der Prügelstrafe eingesetzt. Sie riss große Löcher in die Haut der Delinquenten, die teilweise sogar an den Folgen verstarben.[1] Auch während der Kongogräuel der Belgier wurde die Chicotte für den Terror eingesetzt.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Das Weltreich der Deutschen, Teil 1/3: Kopfjagd in Ostafrika. Phoenix, 8. Januar 2011; 14:45 – 17:00 Uhr