Nils Havemann

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nils Havemann (* 7. Januar 1966) ist ein deutscher Politikwissenschaftler, Historiker und Lektor.

Leben[Bearbeiten]

Havemann studierte Geschichte, Romanistik und Politische Wissenschaften in Bonn, Paris und Salamanca. Er promovierte 1996 an der Universität Bonn über Spanien im Kalkül der deutschen Aussenpolitik und arbeitet als Lektor in Mainz und für das Deutsche Historische Museum in Berlin.

Bekannt wurde er 2005 durch seine vom Deutschen Fußball-Bund (DFB) beauftragte[1] Studie Fußball unterm Hakenkreuz, mit der er eine vielfältige Diskussion über den DFB im Dritten Reich und Projekte vieler deutscher Fußballvereine zur NS-Geschichte anregte. Aus einem dreijährigen Forschungsprojekt an der Universität Stuttgart erwuchs 2013 „die erste aus den Quellen – jenseits der Zeitungsartikel – gearbeitete wissenschaftliche Studie zur Bundesliga“. Gemäß dem Rezensenten Jürgen Mittag könne sie „den Anspruch erheben, ein Grundlagenwerk für die weitere Erforschung der jüngeren deutschen Fußballgeschichte darzustellen“.[2]

Schriften[Bearbeiten]

  • Spanien im Kalkül der deutschen Aussenpolitik von den letzten Jahren der Ära Bismarck bis zum Beginn der Wilhelminischen Weltpolitik (1883–1899) (= Quellen und Forschungen zur brandenburgischen und preussischen Geschichte. Bd. 11). Duncker & Humblot, Berlin 1997, ISBN 3-428-08913-8 (Dissertation, Universität Bonn, Wintersemester 1995/96).
  • (Redaktion) Harenberg-Länderlexikon: Alle 192 Staaten der Welt auf einen Blick. Harenberg, Dortmund 1998, ISBN 3-611-00681-5.
  • Fußball unterm Hakenkreuz: Der DFB zwischen Sport, Politik und Kommerz. Campus, Frankfurt am Main/New York 2005, ISBN 3-593-37906-6 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche); auch in der Schriftenreihe der Bundeszentrale für Politische Bildung, Bd. 519, Bonn 2005, ISBN 3-89331-644-2.
  • Samstags um halb 4. Die Geschichte der Fußballbundesliga. Siedler, München 2013, ISBN 978-3-8275-0006-9 (eingeschränkte Vorschau in der Google-Buchsuche).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Malte Oberschelp: Interview zum DFB im Dritten Reich: „Anbiederung an die Nazis“, Spiegel Online, 27. September 2005
  2. Jürgen Mittag: Rezension zu: Havemann, Nils: Samstags um halb vier. Die Geschichte der Fußballbundesliga. München 2013, H-Soz-u-Kult, 18. März 2014, abgerufen am 28. März 2014.