Nils Minkmar

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nils Minkmar (* 12. November 1966 in Saarbrücken) ist ein deutsch-französischer Historiker, Journalist und Publizist.

Inhaltsverzeichnis

Leben und Wirken [Bearbeiten]

Minkmar studierte Neue Geschichte an der Universität des Saarlandes in Saarbrücken und amtierte dort zwei Semester als AStA-Vorsitzender. Er besuchte Pierre Bourdieus Doktorandenseminar an der École des Hautes Études en Sciences Sociales (EHESS) in Paris. 1996 wurde er bei Richard van Dülmen an der Universität des Saarlandes mit einer Arbeit über Ehrenkonflikte im frühneuzeitlichen Colmar zum Dr. phil. promoviert.[1]

1997 wurde Minkmar Redakteur der ZDF-Sendung Willemsens Woche in Hamburg. Nach der Einstellung der Sendung war er als freier Journalist für die Süddeutsche Zeitung und für Geo und Merian tätig. Von 1999 bis 2001 war er Redakteur der Wochenzeitung Die Zeit. Im Juli 2001 wurde er Redakteur im Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung. Mit dem Jahresbeginn 2012 trat er die Nachfolge von Patrick Bahners als Feuilletonchef der Frankfurter Allgemeinen Zeitung an.[2] Er besitzt einen deutschen und französischen Pass.[3]

Schriften [Bearbeiten]

  • Vom Totschlagen kostbarer Zeit. Der Gebrauch des Kinos in einer Industrieregion (1900–1914), in: Historische Anthropologie 1 (1993) 431–450.
  • Filmrausch an der Saar. Das Leben mit dem Kino zwischen Kriegsende und Fernsehen, in: Saarbrücker Hefte 71/72 (1994) 103-110.
  • Ausgegossene Worte. Stadtbürgerlicher Ehrbegriff, Ehrenkonflikte und Habitus im Colmar des 16. Jahrhunderts in historisch-anthropologischer Perspektive. Saarbrücken 1996.
  • Verbriefte Liebe. Die unglückliche Beziehung zwischen einem Reichsritter und einer Goldschmiedetochter im Colmar des 16. Jh., in: Eva Labouvie (Hrsg.), Ungleiche Paare. Zur Kulturgeschichte menschlicher Beziehungen. München 1997. 33-55.
  • In der Zeitgeschichte der Medienpolitik. Die Odyssee der ZDF-Intendantenwahl, in: Jahrbuch Fernsehen 2002. Marl 2002. 41-50.
  • Mit dem Kopf durch die Welt. Ganz persönliche Geschichten aus der Normalität. Fischer, Frankfurt am Main 2009, ISBN 978-3-10-048829-9.

Literatur [Bearbeiten]

  • Klaas Huizing: Dahinter steckt immer ein kluger Kopf. Nils Minkmar im Portrait, in: OPUS 12/2009. Kulturmagazin für das Saarland, Rheinland-Pfalz, Lothringen und Luxembourg. S. 55.

Weblinks [Bearbeiten]

Einzelnachweise [Bearbeiten]

  1. Nils Minkmar: Ausgegossene Worte: Stadtbürgerlicher Ehrbegriff, Ehrenkonflikte und Habitus im Colmar des 16. Jahrhunderts in historisch-anthropologischer Perspektive,Saarbrücken, 1996 .
  2. Kurzbiographie in FAZ
  3. FAZ, 31. Dezember 2011, S. 31.