Nils von Dardel

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Nils Elias Christoffer von Dardel (signiert: Nils Dardel; * 25. Oktober 1888 in Bettna, Södermanland, Schweden; † 25. Mai 1943 in New York City) war ein schwedischer Maler des Post-Impressionismus.

Biografie[Bearbeiten]

Nach dem Studium an der Königlichen Akademie der Künste in Stockholm gehörte er zusammen mit Sigrid Hjertén, Isaac Grünewald, Einar Jolin und Leander Engström einer Gruppe von Künstlern an, die um 1910 nach Paris übersiedelten. Der Ruf von Henri Matisse lockte sie dabei, wobei dieser künstlerisch relativ wenig Einfluss auf Dardel ausüben sollte. Stattdessen war er beeinflusst durch die Post-Impressionisten, den reinen Farben der Fauvisten und japanischen Holzschnitten. Sein Hang zum Post-Impressionismus, besonders Pointillismus, drückte sich durch Verwendung starker, klarer Farben aus, die sich mit naiver Erzählweise verband. Ein typisches Beispiel seiner Kunst ist das Bild Begravning in Senlis (Beerdigung in Senlis) aus dem Jahre 1913, das Dardel malte, als er sich in dem kleinen mittelalterlichen Ort Senlis (Oise) aufhielt.

1913 porträtierte er seinen Galeristen Alfred Flechtheim, der sich in ihn verliebte und mit dem ihn eine kurze und stürmische Affäre verband.

Dardel führte ein selbstzerstörerisches, exzessives und hektisches Leben. Viele seiner späteren Bilder sind Portraits von Menschen, die er auf Reisen traf. Zur Zeit des Ausbruchs des Zweiten Weltkriegs gestaltete die Liljevalchs Konsthall in Stockholm eine Retrospektive seiner Arbeit, die ihn den finalen Durchbruch zur Popularität in seinem Heimatland verschuf.

Dardel starb 1943 in New York.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  • Nils von Dardel by Sören Engblom, in Moderna museet - boken, ed. Cecilia Widenheim et al., Stockholm : Moderna museet, 2004 ISBN 91-7100-724-5
  • Nils von Dardel, in Nordisk Familjebok, Stockholm : Nordisk familjeboks förlags aktiebolag, 2nd ed. apn. 1923.