Nimravus

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Nimravus
Unterkiefer von Nimravus brachyops im Museum of Paleontology der University of California.

Unterkiefer von Nimravus brachyops im Museum of Paleontology der University of California.

Zeitliches Auftreten
Oligozän
33,3 bis 26,3 Mio. Jahre
Fundorte
Systematik
Ordnung: Raubtiere (Carnivora)
Überfamilie: Katzenartige (Feloidea)
Nimravidae
Familie: Nimravidae
Tribus: Scheinsäbelzahntiger (Nimravidea)
Gattung: Nimravus
Wissenschaftlicher Name
Nimravus
Cope, 1879

Nimravus ist eine ausgestorbene Gattung etwa leopardengroßer, katzenartiger Raubtiere, die im frühen und mittleren Oligozän in Nordamerika und Europa verbreitet war. Sie ist die namensgebende Gattung innerhalb der Familie der Nimravidae. Im Gegensatz zu anderen Nimraviden wie Eusmilus waren die oberen Eckzähne weniger stark vergrößert und erreichten nur eine ähnliche relative Größe wie bei heutigen Großkatzen.

Eine Reihe gut erhaltener Schädel der Typusart Nimravus brachyops wurde in den US-Staaten Oregon, Nebraska und Süddakota gefunden. Der Schädel ist sehr katzenähnlich und vermutlich kamen die Vertreter der Gattung in ihrem Aussehen den heutigen Katzen sehr viel näher als manche ihrer direkten Vorfahren. Andere Merkmale der Schädel wie die Ausprägung der Zähne und der Ohrregion zeigen aber deutlich die typischen Eigenschaften der Nimraviden. Über das postcraniale Skelett ist wenig bekannt. Es scheint aber, dass Schenkel- und Fußknochen sehr viel schlanker waren als die anderer Nimraviden des Oligozäns.

Arten[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

  • A. Turner, M. Antón: The big cats and their fossil relatives. Columbia University Press, New York NY 1997, ISBN 0-231-10229-1.
  • Jordi Augusti, Mauricio Antón: Mammoths, Sabertooths, and Hominids. 65 Million Years of Mammalian Evolution in Europe. Columbia University Press, New York NY u. a. 2002, ISBN 0-231-11640-3.
  • Donald R. Prothero, Robert J. Emry (Hrsg.): The Terrestrial Eocene-Oligocene Transition in North America. Cambridge University Press, New York NY u. a. 1996, ISBN 0-521-43387-8.