Nina Divíšková

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Nina Divíšková, 2008

Nina Divíšková (* 12. Juli 1936 in Brno, Tschechoslowakei) ist eine tschechische Schauspielerin.

Leben[Bearbeiten]

Bekannt wurde Nina Divíšková durch einen deutschen Film: 1967 spielt sie an der Seite von Bruno Ganz die Vera in Haro Senfts Der sanfte Lauf. In ihrer Heimat in der Folgezeit unter anderem in Jiří Svobodas Time out (1979) und in Karel Kachyňas Das Schäfchenzählen (1980) neben Vlastimil Brodský zu sehen, spielt sie 1982 wieder in einem deutschen Film: in Gabi Kubachs Rendezvous in Paris ist sie das Kindermädchen der überforderten jungen Mutter Claude Jade. Die Kamera Helge Weindlers präsentiert Claude Jade und die bedrohliche Divíšková als Hommage an Joan Fontaine und Judith Anderson in Alfred Hitchcocks Rebecca.

Neben tschechischen Kinofilmen wie Geheimbund goldener Ball und Fernsehproduktionen wie Die Kraken aus dem zweiten Stock arbeitete auch beim Deutschen Film. So war sie 1991 neben Iris Berben und Michael Degen als Fee in Der Froschkönig zu sehen. Außerdem spielte sie die Figur der Elizabeth Peachum neben Libuše Šafránková und Jeremy Irons in der von Menahem Golan und Jiří Menzel inszenierten Dreigroschenoper. In Frankreich spielte sie unter anderem in Das Leben der Marianne und Maigret: Madame Quatre et ses enfants mit.

Zuletzt neben Gedeon Burkhard in Joseph Vilsmaiers Der letzte Zug (2006).

Filmografie (Auswahl)[Bearbeiten]

  • 1967: Der sanfte Lauf
  • 1969: Der siebte Tag, der achten Nacht (Den sedmý - osmá noc)
  • 1974: Motiv für einen Mord (Motiv pro vraždu)
  • 1977: Ein bißchen schwanger (Hra o jablko)
  • 1981: Das Schäfchenzählen (Počítání oveček)
  • 1982: Rendezvous in Paris
  • 1982: Tödliche Motive (Smrt talentovaného ševce)
  • 1986: Die Tintenfische aus dem zweiten Stock (Chobotnice z II. patra)
  • 1986: Geheimbund goldener Ball (Vyhrávat potichu)
  • 1991: Der Froschkönig (Žabí král)
  • 1991: Prager Bettleroper (Žebrácká opera)
  • 1995: Das Leben der Marianne (La vie de Marianne)
  • 2005: Geschichten des alltäglichen Wahnsinns (Příběhy obyčejného šílenství)
  • 2006: Der letzte Zug

Weblinks[Bearbeiten]