Niosom

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche

Niosomen (Non-ionic surfactants) sind den Liposomen ähnliche mikroskopisch kleine Kugeln, bei denen eine Doppelmembran einen Innenraum umschließt. In diesen Innenraum können Pharmazeutika oder chemische Substanzen eingearbeitet werden. Sie spielen eine wichtige Rolle auch in der Forschung, da mit Hilfe der Niosomen lipophile Substanzen in einem wässrigen Medium in einer Zellkultur eingesetzt werden können.

Geschichte[Bearbeiten]

Niosomen werden erstmals in den 1970er Jahren erwähnt und wurden anfangs in der kosmetischen Industrie eingesetzt.[1]

Unterschiede zu Liposomen[Bearbeiten]

Niosomen sind den Liposomen analog aufgebaut. Allerdings bestehen Liposomen aus Phospholipid-Doppelmembranen, während Niosomen aus anderen Molekülen aufgebaut sind. Diese Moleküle sind beispielsweise von diversen Zuckern oder Aminosäuren abgeleitet.

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Vanlerberghe, G., Handjani-Vila, R.-M., Berthelot, C. and Sebag, H., 1972, Chemie, physikalische Chemie und Anwendungstechnik der grenzflachenaktiven Stoffe. Berichte vom Vi. Internationalen Kongreß fur grenzflächenaktive Stoffe Carl Hanser Verlag, Zurich

Literatur[Bearbeiten]