Nishinoshima (Tokio)

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Nishinoshima
Luftbild von Nishinoshima und „Niijima“ vom 8. Dezember 2013
Luftbild von Nishinoshima und „Niijima“ vom 8. Dezember 2013
Gewässer Pazifischer Ozean
Geographische Lage 27° 14′ 49″ N, 140° 52′ 28″ O27.246944444444140.8744444444438Koordinaten: 27° 14′ 49″ N, 140° 52′ 28″ O
Nishinoshima (Japan)
Nishinoshima
Fläche 29 ha
Höchste Erhebung 38 m
Einwohner (unbewohnt)

Nishinoshima (jap. 西之島, wörtlich: „westliche Insel“, engl. Rosario Island) ist eine kleine Vulkaninsel im Pazifischen Ozean. Sie gehört zu den japanischen Ogasawara-Inseln und somit administrativ zur Präfektur Tokio. Die Insel wird gelegentlich zur Inselkette der Bonininseln gerechnet. Dies ist aus geographischer und geologischer Sicht jedoch nicht korrekt. Die Insel liegt zwar Chichi-jima in den zentralen Bonininseln am nächsten, ist von diesen jedoch nicht nur durch eine Entfernung von über 130 km, sondern auch durch den mehr als 4000 Meter tiefen Ogasawara-Trog getrennt.

Die unbewohnte Insel liegt etwa 950 km südlich von Honshū auf jenem Meeresrücken, auf dem weiter nördlich die Izu-Inseln, weiter südlich die Kazan-rettō (Vulkaninseln) liegen und der sich später im Inselbogen der Marianen fortsetzt. Von Chichi-jima, auf dem östlichen Meeresrücken der Ogasawara-Inseln gelegen, ist sie etwa 150 km entfernt.

Nishinoshima stellt die 29 ha große und bis zu 38 m aus dem Meer ragende Caldera eines Vulkans dar. In den Jahren 1973 und 1974 ereigneten sich mehrere Eruptionen, die die Insel vollständig neu gestalteten und drei weitere kleine Felsinseln entstehen ließen, welche mittlerweile mit der Hauptinsel verschmolzen sind.

Eruptionen 2013–2014[Bearbeiten]

Ältere Luftaufnahme der Insel (1978)
Norden ist etwa oben rechts.
Die große Bucht wurde 1984 weitgehend und 1990 gänzlich durch vulkanische Landbildung verfüllt.[1]

Am 21. November 2013 entstand bei einem unterseeischen Ausbruch rund 200 Meter südsüdostlich von Nishinoshima eine weitere Insel,[2] mit einer Größe von 300 mal 200 Metern.[3]

Die Insel vergrößert sich durch Eruptionen weiterhin und erreichte Anfang Dezember eine Fläche von 5,6 ha und eine Höhe von 25 m.[4] Bis zum 26. Dezember 2013 hat die zunächst längliche Insel eine rundere Form angenommen und wies nun Ausmaße von 450 Meter mal 500 Meter auf. Dabei berührte sie an zwei Stellen bereits die Nachbarinsel Nishinoshima und war im Begriff, mit dieser zusammenzuwachsen.[5] Am 7. April 2014 wurde gemeldet die Inseln seien nunmehr zu einer einzelnen Landmasse vereint.[6] Das Eiland besitzt keinen offiziellen Namen, sondern wird in japanischen Berichten einfach nur „neue Insel“ (新島) genannt, was sich shintō liest bzw. alternativ auch Niijima.[7]

Durch das Zusammenwachsen hat diese "neue Insel" ihre Eigenständigkeit und damit ihre Identität als Insel verloren, die so aus zwei Inseln zu einer Insel zusammengewachsene Landmasse erstreckt sich über 1.550 Meter von Ost nach West und 1.350 Meter von Nord nach Süd berichtete um den 23. Juli 2014 die Küstenwache via Sender NHK.[8]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweis[Bearbeiten]

  1. [1]
  2. Elaine Kurtenbach: Volcano Raises New Island Far South of Japan. In: Time.com. 21. November 2013, abgerufen am 21. November 2013 (englisch).
  3. Maßstäbliche Kartenszkizze
  4. Axel Bojanowski: Pazifik: Japans neue Insel trotzt den Fluten. In: Spiegel Online. 22. Dezember 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013.
  5. Terra Nova (spanisch) auf www.montevideo.com.uy vom 26. Dezember 2013, abgerufen am 26. Dezember 2013
  6. Pazifik: Japans neue Insel trotzt den Fluten. In: Spiegel Online. 7. April 2014, abgerufen am 7. April 2014.
  7. Brian Clark Howard: 小笠原諸島、西之島沖に“新島”. In: National Geographic. 22. November 2013, abgerufen am 22. Dezember 2013 (japanisch).
  8. http://orf.at/#/stories/2239307/ Neu entdeckte japanische Insel wächst immer weiter, ORF.at vom 25. Juli 2014