Datsun 280ZX

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Datsun
Datsun 280 ZX (1982)

Datsun 280 ZX (1982)

280ZX
Produktionszeitraum: 1978–1983
Klasse: Sportwagen
Karosserieversionen: Kombicoupé
Motoren: Ottomotoren:
2,8 Liter
(99–147 kW)
Länge: 4420–4620 mm
Breite: 1690 mm
Höhe: 1295–1305 mm
Radstand: 2320–2520 mm
Leergewicht: 1281–1356 kg
Vorgängermodell: Datsun 280Z
Nachfolgemodell: Datsun 300ZX

Der Datsun 280ZX war ein Sportwagen, den Datsun von Herbst 1978 bis Ende 1983 produzierte. Der 280ZX löste den Datsun 280Z ab. Das Modell war, wie alle Modelle 280 und 300, mit Glasdachhälften (Targa) erhältlich.

Anfang 1984 wurde der 280ZX durch den Datsun 300ZX abgelöst.

Entwicklung[Bearbeiten]

Der 280 ZX (S130) wurde in vier Jahren und mit einem finanziellen Aufwand von 30 Millionen DM entwickelt. Das Ergebnis war ein luxuriöser Tourenwagen, der seinen Z-Vorgängermodellen sehr ähnlich sah und ein voller Erfolg wurde. Verantwortlich für die neue Linie des ZX war Peter Harris, der Leiter des amerikanischen Entwicklungszentrums. Sein Motto war: kein ausgesprochener Sportwagen, sondern Leistung mit Luxus, sowie sportliche Optik und Handling. Untersuchungen ergaben, dass die Form des S130 eines der stärksten Kaufargumente war. Somit war die Vorgabe, an diesem Konzept nichts zu ändern. Besonderer Wert wurde bei der Entwicklung auf die Aerodynamik gelegt und der Luftwiderstandsbeiwert gegenüber dem Vorgänger von 0,467 auf 0,385 gesenkt. Auch die Rundumsicht wurde durch 24 % (2+2 16 %) mehr Fensterfläche verbessert. Der Innenraum wurde größer und luxuriöser. Dadurch, dass das Reserverad (Notrad) nicht mehr in einer Kofferraumwanne lag, sondern hinten rechts hinter der Seitenverkleidung stand, wurde der Gepäckraum um ein Drittel vergrößert. Hierzu trug auch die neue platz- und gewichtsparende Bluebird-Hinterachse mit weniger herausstehenden Federbeindomen bei.

280ZX / 280 ZXT[Bearbeiten]

Der 280ZX wurde die meistgekaufte Generation der Z Modelle (Z Cars). Bei diesem Modell wurde außerdem das zweiteilige Targa Dach (auch T-Top genannt) eingeführt, und bei allen weiteren Generationen beibehalten.

Heckansicht

Der 280ZX hatte einen 2,8-Liter-Sechs-Zylinder und wurde auf dem amerikanischen Markt mit 135 PS (SAE netto, entspricht etwa 137 DIN-PS) eingeführt. In der US-Version waren es 14 PS weniger als beim direkten Vorgänger, dem 280Z, was durch den Einsatz einer Abgasrückführung bei ansonsten gleichem Motor zurückzuführen ist. Das Modell für Kalifornien hatte einen geregelten Dreiwege-Katalysator und 132 PS. Der Rest der Welt bekam 170 SAE-Brutto-PS. Europa bekam eine Version mit 140 DIN-PS bei 5200/min und einem maximalen Drehmoment von 203 Nm, später folgte eine 150 PS-Version für den europäischen Markt. Der Motor blieb im Vergleich zum 280Z fast unverändert. Nur die L-Jetronic wurde verfeinert, ein leichterer und stabilerer Auspuffkrümmer mit satterem Klang installiert und der Ventilator der Kühlung leiser gemacht.

In der vierjährigen Bauzeit knapp fünfjährigen des 280ZX blieben umfangreichere Modifikationen aus, technische Änderungen flossen direkt in die laufende Serie ein. Beim vollständigen Modellwechsel in den 1980ern kam zur Modellbezeichnung Z das X hinzu. Damit wurde der sportliche Z mehr zum LuXuscoupe 280ZX. 1980 erschien in den USA das Sondermodell Tenth Anniversary ZX, ein ZX in der GL-Ausstattung mit Ledersitzen, Stereoanlage und Klimaautomatik. Das Sondermodell wurde in den Farben Weinrot und Gold mit schwarzer Haube und goldenen Leichtmetallfelgen ausgeliefert. Die Chromteile waren schwarz eloxiert. Der Preis betrug 13.850 US$. Die Ledersitze und die Klimaautomatik waren auch als Sonderausstattung für die anderen Modelle lieferbar. Im Februar wurde in Europa die Motorleistung auf 147 PS angehoben.

Weitere Verbesserungen standen im Frühjahr 1982 an. Die Motorleistung stieg auf 150 PS bei 5200/min und das Drehmoment auf 221 Nm bei 4200/min. Das Verdichtungsverhältnis wurde auf 9,4 : 1 umgestellt, wodurch der ZX nach Superbenzin verlangte. Auch beim Gewicht wurde abgespeckt. So wurde von Kugelumlauf- auf Zahnstangen-Servolenkung umgestellt (–10 kg), neue Bremsen an der Hinterachse und neue Alufelgen montiert (jeweils -4 kg). Äußerlich waren die neuen Modelle an dem Lufteinlass in der Motorhaube und den mehrteiligen in Wagenfarbe lackierten Stoßstangen zu erkennen.

Im Innenraum gab es zweifarbige Polster und Verkleidungen, Velourssitze, rote Warnlampen in den Türen sowie eine Quarzuhr mit Stoppfunktion. Diese europäische 150 PS Version wurde von Datsun mit einer Höchstgeschwindigkeit von 207 km/h angegeben und in Deutschland zu einem Preis von 28.500 DM (1981–1983 30.000 DM und als Targa 32.000 DM) verkauft und war somit das teuerste, aber auch schnellste japanische Auto auf dem deutschen Markt. Ein Porsche 924 kostete 28.030 DM. 1979 wurden weltweit 105.045 Sportcoupés vom Typ 280ZX verkauft. Ein Rekordergebnis in der Z-Geschichte.

280ZX Turbo / 280 ZXT Turbo[Bearbeiten]

Im März 1981 wurde der 280ZX Turbo als 280ZXT Turbo in den USA eingeführt und im Juni 1983 auch in Deutschland. Der Turbo stellte zwar die absolute Spitze der S130-Baureihe da, gab sich äußerlich aber eher bescheiden. Die Unterscheidungsmerkmale zu seinen schwächeren Bruder waren der Front- und Heckspoiler, ein Doppelrohrauspuff, schwarz eloxierte Fensterrahmen mit Windabweisern an der A-Säule, ein Turboschriftzug auf den Türen sowie Niederquerschnittsreifen der Dimension 215/60VR auf 6JJ x 15 Leichtmetallfelgen. Auch der Innenraum blieb weitestgehend unangetastet. Hier wurde nur die Voltmeteranzeige gegen eine Ladedruckanzeige ausgetauscht und zwischen Tachometer und Drehzahlmesser wurde ein Computer-Kontrollsystem installiert, das die Funktion von Motorkühlung, Scheibenwaschanlage, Brems-, Schluss- und Hauptleuchten abfragte. Die tiefsten Eingriffe erfuhr der L28E-Motor.

Die Änderungen umfassten unter anderem, überarbeitete Kolbenböden und Kolbenringe, Motorblock mit besserer Kühlung und Klopfsensor (F54) ein temperaturbeständiger Auspuffkrümmer, ein Doppelrohr-Endschalldämpfer mit 50 % mehr Durchsatz, größere Ventile und eine Einspritzanlage mit 1,4fachem Leistungsvermögen. Der TB03-Turbolader mit Wastegate befand sich auf der linken Seite des Motors und baute einen maximalen Ladedruck von 0,53 Bar auf. All dies, in Verbindung mit ECCS (Electric Concentrated Control System), die erste mikroprozessorgesteuerte Motorelektronik von Nissan, bescherten dem 280 ZXT eine Mehrleistung von 37 kW/50 PS ergaben 147 kW/200 DIN-PS. Den Fahrleistungen wurden auch das Fahrwerk und das Differential angepasst. Es wurden Stabilisatoren mit einem 23 mm Querschnitt und steifere Gummidämpfer eingebaut. Das Differentialgetriebe erhielt einen eigenen Ölkreislauf mit Kühler, der von einer Pumpe angetrieben wurde, die sich selbständig bei 130° zuschaltete. Der 1981 in den USA vorgestellte Turbo wurde ausschließlich mit einer Dreigangautomatik ausgeliefert. Ein Jahr später kam das T5-BorgWarner-Fünfganggetriebe auf den Markt. Zusätzlich wurden die Reifen von 205/60 R 16 auf einteiligen BBS-Felgen auf 215/60 15 Reifen auf zweiteiligen Leichtmetallfelgen umgestellt. Die Scheinwerfer erhielten eine Waschanlage und die Türen elektrische Fensterheber und ein Turbo-Schriftzug. Der 1983 in Deutschland vorgestellte Turbo hatte all diese Änderungen schon inbegriffen.

Vom 280ZXT Turbo gab es zwei Versionen, in der L28ET Ausführung 147 kW/200 PS wurde der Wagen zwischen März 1981 und Juni 1983 nur 34447-mal von Datsun gebaut. In der noch selteneren L28ET Ausführung 147 kW/200 PS als 2+2-Sitzer wurde er von August 1981 bis Juni 1983 insgesamt nur 7811-mal gebaut. Der 280ZXT-Turbo wurde in Deutschland von Juni 1983 an nur ein halbes Jahr verkauft. Er fand genau 585 Käufer und ist damit eine absolute Rarität. Mit seinen 147 kW und den 290 Nm erreichte er eine Höchstgeschwindigkeit von 230 km/h. Er war seinerzeit mit einem Neupreis 1983–1984 in Deutschland von 59.000 DM[1] (280ZXT Turbo 1983, T steht für Targa) der teuerste japanische Wagen auf dem deutschen Markt – und der schnellste. Die Non-Turbo-Versionen kosteten rund 30.000 DM und mit Targadach rund 33.000 DM.

Auszeichnungen[Bearbeiten]

Im Jahr 1979 nannte das bekannte US-amerikanische Automagazin Motor Trend den Datsun 280ZX das „Auto des Jahres“. 1983 siegten die Fahrer Bob Leitzinger und Logan Blackburn in der GTU Klasse mit dem Datsun 280ZX Turbo.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Datsun 280ZX – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
  • [1] (Foto des Datsun 280 ZX Turbo von Bob Leitzinger; Sieger der GTU Klasse 1983)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Joachim Kuch: Japanische Automobile. Motorbuch Verlag, Stuttgart 1990, ISBN 3-613-01365-7, S. 205