Nissan Almera

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Nissan Almera
Produktionszeitraum: 1995–2006
Klasse: Kompaktklasse
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine
Vorgängermodell: Nissan Sunny
Nachfolgemodell: Nissan Tiida

Der Nissan Almera ist ein von Spätsommer 1995 bis Herbst 2006 gebautes Pkw-Modell der Kompaktklasse des japanischen Autoherstellers Nissan.

Der Almera (in Japan und anderswo als Nissan Pulsar, Lucino, Bluebird Sylphy und Sentra angeboten) war auf den europäischen Märkten der Nachfolger des Nissan Sunny und konkurrierte damit beispielsweise mit VW Golf, Opel Astra, Ford Focus, Toyota Corolla und Renault Mégane.

Für den Almera standen Motorisierungen von 75 bis 143 PS zur Verfügung. Die Produktion für die Hauptmärkte wurde im Herbst 2006 eingestellt. Nachfolger ist der Nissan Tiida.

In Mittel- und Südamerika und in Ländern des Mittleren Ostens wird die viertürige Stufenheckausführung des zweiten Almera weiterhin mit 1,6- sowie 1,8-Liter-Motor angeboten. Allerdings wird das Fahrzeug zum Teil unter der Bezeichnung Almera und teils als Sunny angeboten, in manchen Fällen auch in der im Herbst 2002 überarbeiteten Ausführung.[1]

Almera (N15, 1995–2000)[Bearbeiten]

1. Generation
Nissan Almera Fünftürer (1995–1998)

Nissan Almera Fünftürer (1995–1998)

Produktionszeitraum: 1995–2000
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,4–2,0 Liter
(55–105 kW)
Dieselmotor:
2,0 Liter (55 kW)
Länge: 4140-4320 mm
Breite: 1700 mm
Höhe: 1395 mm
Radstand: 2535 mm
Leergewicht: 1065–1263 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[2] Crashtest-Stern 2-1.svg

Der Nissan Almera (Typ N15) kam im September 1995 auf den Markt. Er wurde als drei- bzw. fünftüriges Fließheck sowie als viertüriges Stufenheck angeboten.

Die Kompaktlenker-Hinterachse wurde mit dem Almera N15 eingeführt und sollte für eine optimale Straßenlage sorgen, vor allem beim starken Bremsen in Kurven. Moderne DOHC-Vierventil-Motoren gehören ebenfalls zum Repertoire dieses Fahrzeuges. Er verfügte außerdem serienmäßig über Fahrer- und Beifahrerairbags, Servolenkung, elektronische Wegfahrsperre und weitere elektronische Helfer. (siehe Auflistung)

Modelle mit den jeweiligen zusätzlichen Ausstattungen neben der Serienausstattung:

S (GA14DE)

  • Serienausstattung

LX/GX (GA14DE oder CD20, auch als Stufenheck) Zusätzliche Ausstattung zu S:

  • Zentralverriegelung

SLX (GA16DE, auch als Stufenheck) Zusätzliche Ausstattung zu LX/GX:

  • höhenverstellbarer Fahrersitz, E-Fenster, E-Spiegel

SR (GA16DE) Zusätzliche Ausstattung zu SLX:

  • ABS, Nebelscheinwerfer, Dachspoiler, Sportsitze

GTi (SR20DE) Zusätzliche Ausstattung zu SR:

  • Alufelgen, Klimaanlage, Spoilerlippe, ABS, Domstreben vorn und hinten

Sportline (auf 100 Stück limitierte GTI-Version / nur in schwarz oder rot erhältlich) GTI (SR20DE) Zusätzliche Ausstattung zu GTI:

  • Eibach-Tieferlegung (30 mm), Edelstahlauspuffblende, Edelstahleinstiegsleisten, Alu-Schaltknauf und Pedale, Schriftzug an der Heckklappe, dem Handschuhfach und unter den Seitenblinkern, OZ F1 Racing 7,5x16" mit 215er Pneus

Modellpflege[Bearbeiten]

Mit der Überarbeitung im März 1998 sind ABS und Seitenairbags zur Serienausstattung hinzugekommen. Der Kühlergrill, Scheinwerfer, Rücklichter und die Frontschürze wurden verändert, um das Auto optisch aufzuwerten.

Die Serienausstattung umfasste nun auch ABS und vier Airbags, Klarglasscheinwerfer und -blinker sowie geänderte Rückleuchten, eine Dämmmatte an der Motorhaube, weiße Tachoinstrumente und elektrische verstellbare Spiegel, deren Gehäuse nun in Wagenfarbe lackiert war.

Modelle mit den jeweiligen zusätzlichen Ausstattungen neben der Serienausstattung:

Motion (GA14DE) Zusätzliche Ausstattung:

  • Zentralverriegelung, E-Spiegel, Dachspoiler, Sportsitze, höhenverstellbarer Fahrersitz

Competence (GA14DE, CD20, auch als Stufe) Zusätzliche Ausstattung zu Motion:

  • Zentralverriegelung mit Funkfernbedienung, Klimaanlage

Ambiente (GA16DE, auch als Stufe) Zusätzliche Ausstattung zu Competence:

  • Alufelgen

Emotion (GA16DE) Zusätzliche Ausstattung zu Ambiente:

  • Nebelscheinwerfer

GTi (später TopSport) (SR20DE) Zusätzliche Ausstattung zu Emotion:

  • E-Schiebedach, Spoilerlippe, schwarze Scheinwerfer, schwarze Blinker

Im Februar 2000 wurde die Produktion des Almera Schrägheck eingestellt, die der Stufenhecklimousine endete im Juni 2000.

Motoren[Bearbeiten]

Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h
s
Vmax
km/h
Bauzeit
Benziner
1.4 4/16 1392 55 kW (75 PS) bei 6000 min–1 116 Nm bei 4000 min–1 GA14DE 12,8 169 1995–2000
1.4* 4/16 1392 64 kW (87 PS) bei 6000 min–1 116 Nm bei 4000 min–1 GA14DE 12,6 169 1995–2000
1.6 4/16 1597 66 kW (90 PS) bei 6000 min–1 135 Nm bei 4000 min–1 GA16DE 11,1 178 1995–2000
1.6* 4/16 1597 73 kW (99 PS) bei 6000 min–1 136 Nm bei 4000 min–1 GA16DE 11,0 180 1995–2000
2.0 (GTI) 4/16 1998 105 kW (143 PS) bei 6400 min–1 178 Nm bei 4800 min–1 SR20DE 8,2 210 1996–2000
Diesel
2.0 D 4/8 1974 55 kW (75 PS) bei 4800 min–1 132 Nm bei 2800 min–1 CD20 16,8 156 1995–2000

*nicht auf dem deutschen Markt.

Almera (N16, 2000–2006)[Bearbeiten]

2. Generation
Nissan Almera Fünftürer (2000–2002)

Nissan Almera Fünftürer (2000–2002)

Produktionszeitraum: 2000–2006
Karosserieversionen: Limousine, Kombilimousine
Motoren: Ottomotoren:
1,5–1,8 Liter
(66–85 kW)
Dieselmotoren:
1,5–2,2 Liter
(60–100 kW)
Länge: 4197 mm
Breite: 1706 mm
Höhe: 1448 mm
Radstand: 2535 mm
Leergewicht: 1170–1380 kg
Sterne im Euro-NCAP-Crashtest[3] Crashtest-Stern 4.svg

Im März 2000 erschien die zweite Generation (Typ N16) des Almera. Zunächst stand sie als drei- und fünftüriges Fließheck zur Verfügung. Im Juli folgte die konservative Stufenhecklimousine.

Neu in der Palette hingegen war der ebenfalls ab Juli 2000 erhältliche Kompaktvan, der als Almera Tino verkauft wurde.

Es standen Ottomotoren mit 1497 cm³ Hubraum und 66/72 kW (90/98 PS) Leistung oder 1769 cm³ und 84 kW/114 PS (auch in Verbindung mit einer harmonischen 4-Stufen-Automatik), sowie Dieselmotoren mit 1460 cm³ und 60 kW (82 PS) oder 2184 cm³ und 82 kW (112 PS) oder 100 kW (136 PS) zur Wahl.

Modellpflege[Bearbeiten]

Im Oktober 2002 wurde der Almera einer Überarbeitung an der Optik sowie der Technik unterzogen. Außerdem wurden neue Diesel von Renault eingeführt, die mehr Leistung durch Direkteinspritzung vorweisen konnten. Das Stufenheck wurde in Deutschland vom Markt genommen, was auf die zuletzt geringer werdende Nachfrage zurückzuführen war.

Ab Anfang 2006 war der Almera nur noch mit dem 1,5 l-Benzinmotor erhältlich.

Im November 2006 wurde die Produktion des Nissan Almera endgültig eingestellt. Die Nachfolge des erfolgreichen, weil zuverlässigen Almera in Europa übernahm ab Anfang 2008 der Nissan Tiida, der bereits Ende 2004 in Japan auf dem Markt kam.

Motoren[Bearbeiten]

Modell Zylinder/
Ventile
Hubraum
cm³
Max. Leistung Max. Drehmoment Motorkennung 0-100 km/h
s
Vmax
km/h
Bauzeit
Benziner
1.5 4/16 1498 66 kW (90 PS) bei 5600 min–1 128 Nm bei 2800 min–1 QG15DE 13,8 173 2000–2002
1.5 4/16 1498 72 kW (98 PS) bei 6000 min–1 136 Nm bei 4000 min–1 QG15DE 13,1 177 2002–2006
1.8 4/16 1769 84 kW (114 PS) bei 5600 min–1 158 Nm bei 2800 min–1 QG18DE 11,1 185 2000–2002
1.8 4/16 1769 85 kW (116 PS) bei 5600 min–1 163 Nm bei 4000 min–1 QG18DE 10,8 186 2002–2006
Diesel
1.5 dCi 4/8 1461 60 kW (82 PS) bei 4000 min–1 185 Nm bei 2000 min–1 K9K 14,5 170 2002–2006
2.2 Di 4/16 2184 81 kW (110 PS) bei 4000 min–1 230 Nm bei 2000 min–1 YD22DDT 12,3 185 2000–2002
2.2 dCi 4/16 2184 82 kW (112 PS) bei 4000 min–1 248 Nm bei 2000 min–1 YD22DDT 11,4 187 2002–2006
2.2 dCi 4/16 2184 100 kW (136 PS) bei 4000 min–1 304 Nm bei 2000 min–1 YD22DDT 9,2 200 2002–2006

Trivia[Bearbeiten]

In Großbritannien wurde 1996 ein sehr bekannter Werbespot für den Almera ausgestrahlt, der die Serie „Die Profis“ mit Lewis Collins und Martin Shaw parodierte.

Quellen[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. z.B. [1], [2]
  2. Der Nissan Almera N15 im Euro NCAP-Crashtest
  3. Der Nissan Almera N16 im Euro NCAP-Crashtest

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nissan Almera – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien