Nitrosylschwefelsäure

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Strukturformel
Struktur von Nitrosylschwefelsäure
Allgemeines
Name Nitrosylschwefelsäure
Andere Namen
  • Nitrosylhydrogensulfat
  • Bleikammerkristalle
Summenformel HNO5S
CAS-Nummer 7782-78-7
Kurzbeschreibung

farblose stechend riechende Kristalle[1]

Eigenschaften
Molare Masse 127,08 g·mol−1
Aggregatzustand

fest

Schmelzpunkt

Zersetzung bei 73,5 °C[1]

Dampfdruck

5,8 hPa (20 °C)[1]

Sicherheitshinweise
GHS-Gefahrstoffkennzeichnung aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
03 – Brandfördernd 05 – Ätzend

Gefahr

H- und P-Sätze H: 314​‐​272
EUH: 029​‐​014
P: 301+330+331​‐​280​‐​305+351+338​‐​310​‐​304+340​‐​402+404Vorlage:P-Sätze/Wartung/mehr als 5 Sätze [1]
EU-Gefahrstoffkennzeichnung [3] aus EU-Verordnung (EG) 1272/2008 (CLP) [2]
Brandfördernd Ätzend
Brand-
fördernd
Ätzend
(O) (C)
R- und S-Sätze R: 8​‐​14​‐​29​‐​35
S: 14​‐​23​‐​26​‐​30​‐​36
Soweit möglich und gebräuchlich, werden SI-Einheiten verwendet. Wenn nicht anders vermerkt, gelten die angegebenen Daten bei Standardbedingungen.

Vorlage:Infobox Chemikalie/Summenformelsuche vorhanden

Nitrosylschwefelsäure ist eine chemische Verbindung mit der Formel (NO)HSO4. Das Salz ist ein Quelle des Nitrosylions (NO+) und gehört zur Gruppe der Hydrogensulfate.

Vorkommen[Bearbeiten]

Nitrosylschwefelsäure entsteht zum Beispiel bei der Reinigung von Abgasen (Rauchgas) aus der metallverarbeitenden Industrie, wenn Nassreinigungsverfahren mit Schwefelsäure eingesetzt werden.

Gewinnung und Darstellung[Bearbeiten]

Nitrosylschwefelsäure entsteht bei der Reaktion von Stickoxiden mit konzentrierten Schwefelsäure (z.B. als Nebenprodukt beim Bleikammerverfahren). Es kann auch durch Reaktion von Salpetriger Säure mit Schwefelsäure oder durch Einleiten von Schwefeldioxid in Salpetersäure gewonnen werden.[4]

\mathrm{HNO_2 + \ H_2SO_4 \longrightarrow \ NOHSO_4 + \ H_2O}
\mathrm{SO_2 + \ HNO_3 \longrightarrow \ NOHSO_4}

Verwendung[Bearbeiten]

Nitrosylschwefelsäure wird verwendet:

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. a b c d Eintrag zu CAS-Nr. 7782-78-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA, abgerufen am 02.01.2008 (JavaScript erforderlich)
  2. a b Eintrag aus der CLP-Verordnung zu CAS-Nr. 7782-78-7 in der GESTIS-Stoffdatenbank des IFA (JavaScript erforderlich)
  3. Seit 1. Dezember 2012 ist für Stoffe ausschließlich die GHS-Gefahrstoffkennzeichnung zulässig. Bis zum 1. Juni 2015 dürfen noch die R-Sätze dieses Stoffes für die Einstufung von Gemischen herangezogen werden, anschließend ist die EU-Gefahrstoffkennzeichnung von rein historischem Interesse.
  4. G. Brauer (Hrsg.), Handbook of Preparative Inorganic Chemistry 2nd ed., vol. 1, Academic Press 1963, S. 406.