Niwica

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Niwica
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Niwica (Polen)
Niwica
Niwica
Basisdaten
Staat: Polen
Woiwodschaft: Lebus
Landkreis: Żary
Gmina: Trzebiel
Geographische Lage: 51° 35′ N, 14° 51′ O51.58194444444414.841666666667Koordinaten: 51° 34′ 55″ N, 14° 50′ 30″ O
Einwohner:
Telefonvorwahl: (+48) 68
Kfz-Kennzeichen: FZA
Wirtschaft und Verkehr
Nächster int. Flughafen: Poznań
Dresden

Niwica (deutsch Zibelle, sorbisch Cybalin) ist eine Ortschaft in der Gemeinde Trzebiel, Powiat Żarski, Polen. Sie liegt zwischen Bad Muskau und Trzebiel (Triebel) in der Euroregion Neiße am Rand der geologisch bemerkenswerten Hügelkette Muskauer Faltenbogen.

Die Grenze zwischen den Regionen Niederlausitz und Oberlausitz verlief 1,5 km nördlich von Zibelle in Richtung Triebel.

Geschichte[Bearbeiten]

Ursprünglich war Zibelle eine Exklave der Standesherrschaft Muskau. Urkundliche Nennungen sind für die Jahre 1478 (Tzebelle, Zcebelle) und 1551 (Zibelle) bekannt. Der Namensforscher Paul Kühnel schloss auf eine Ableitung vom altslawischen Wort ‚cebulja‘ für Zwiebel, obersorbisch ‚cybla‘. Die Endung -in des sorbischen Namens weist auf einen Personennamen als Namensursprung hin („Ort eines Cybala“).[1]

Ursprünglich war die Bevölkerung von Zibelle sorbischsprachig; die allmähliche Germanisierung erfolgte in der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts und war zu Beginn des 19. Jahrhunderts weitgehend abgeschlossen.[2]

Im 1816 gegründeten Landkreis Rothenburg (Ob. Laus.) war Zibelle bis zum Ende der deutschen Verwaltung im Jahr 1945 der Sitz des 1874 gegründeten Amtsbezirks Zibelle.

Die Ortschaft in Form eines Straßendorfes gliederte sich zu dieser Zeit in das südwestliche Nieder Zibelle und das nordöstliche Ober Zibelle.

Das Rittergut Ober Zibelle wurde 1921 von dem berühmten Chemie-Nobelpreisträger und Physiker Walther Nernst erworben, der dort vor allem nach seiner Emeritierung bis zu seinem Tod 1941 lebte und in den umliegenden Fischteichen Karpfenzucht betrieb. 1992 wurde ihm zu Ehren eine Gedenktafel an einem Gasthaus im Ortszentrum von Niwica angebracht.

Fußnoten[Bearbeiten]

  1.  Paul Kühnel: Die slavischen Orts- und Flurnamen der Oberlausitz. Zentralantiquariat der Deutschen Demokratischen Republik, Leipzig 1982, S. 98 (Fotomechanischer Nachdruck der Originalausgabe (1891–1899)).
  2. Richard Andree: Wendische Wanderstudien. Stuttgart 1874, S. 171

Weblinks[Bearbeiten]