No More AOL CDs

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No More AOL CDs war eine von den US-amerikanischen Informatikern[1] John Lieberman und Jim McKenna[2] initiierte Kampagne, die gegen die Massenproduktion und -versendung von CD-ROMs durch den Online-Dienst AOL protestierte. Die Aktion wurde im August 2001 ins Leben gerufen. Erklärtes Ziel war es, eine Million AOL-CDs zu sammeln, um diese dann medienwirksam mit schweren Lastkraftwagen vor der AOL-Zentrale abzuladen. Zu diesem Zweck wurden neben der zentralen Sammelstelle in El Cerrito in Kalifornien auch mehrere nationale Sammelstellen von freiwilligen Helfern betrieben, unter anderem auch in Deutschland, Österreich und der Schweiz.[3]

Die Kampagne wurde vor allem in den Jahren 2002 und 2003 häufig von Technik- und Boulevardmedien aufgegriffen.[4]

[Bearbeiten] Hintergrund

AOL betrieb zu diesem Zeitpunkt eine Werbekampagne, bei der große Mengen CDs produziert wurden, welche die AOL-Zugangssoftware sowie Gutscheine über eine begrenzte Anzahl Freistunden enthielten, um neue Kunden zu gewinnen. Vertreter der Kampagne sahen darin Ressourcen-Verschwendung, da ein Großteil der CDs ungenutzt in den Müll geworfen werde.

Neben der Beigabe in Zeitschriften setzte AOL auch auf den direkten Versand per Post. In den Folgejahren hielt AOL nicht mehr an dieser Verteilungsstrategie fest.

AOL Deutschland bietet die Möglichkeit, nicht mehr benötigte AOL-CDs unfrei an AOL zu schicken. Die CDs werden laut AOL von Fachfirmen weiterverarbeitet und das Rohmaterial wird neu verwendet.

Am 10. August 2007 wurde die Kampagne abgeschlossen, da laut den Organisatoren die Firma AOL keine CDs mehr versenden würde. Insgesamt wurden 410.176 CDs zusammengetragen.

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. CBC: What to do with those AOL CDs. 4. März 2003.
  2. heise online: "Sie haben Post" mal anders. 20. Oktober 2002.
  3. Die deutschsprachige Sammelstelle unter nomoreaolcds.org wurde bereits Ende 2005 aufgegeben.
  4. CNN: Campaign: Send AOL CDs back. 18. Oktober 2002.
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