No Woman, No Cry

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No Woman, No Cry ist eine Reggae-Ballade von Bob Marley. Sie wurde berühmt durch den siebenminütigen Konzertmitschnitt auf dem 1975 veröffentlichten Live!-Album. Erstmals veröffentlicht wurde sie 1974 auf dem Album Natty Dread von Bob Marley & the Wailers.

Der Titel ist in Jamaika-Kreolisch verfasst und bedeutet im Englischen “No, woman, don't cry”, also „Nein, Frau, weine nicht“.

Komposition[Bearbeiten]

Text und Musik werden, wie bei einigen anderen Kompositionen, Bob Marley gemeinsam mit seinem Jugendfreund Vincent Ford („Tata“; 1940–2008) zugeschrieben.[1] Beide saßen einer verbreiteten Darstellung zufolge eines Abends in Trenchtown, einem Viertel der jamaikanischen Hauptstadt, im Hof von Tatas Suppenküche, die für hungrige Jugendliche Essen bereitstellte. Ein benachbartes Ehepaar hatte einen Streit, bei dem das Weinen der Ehefrau (Puncie Saunders) bis in den Hof hörbar war. Zum Trost komponierten Marley und Ford in der folgenden Nacht in der Küche, in der Marley auch das Gitarren­spiel erlernt hatte, No Woman, No Cry.[2]

Die Albumversion hat einen merklich höheren Taktschlag als die bekannte Live-Version; zudem ist die Tonart der Live-Version Cis-Dur, jene der Albumversion und anderer Live-Mitschnitte meist C-Dur. Bis 2005 erschien allein die Originalversion von Marley auf 24 verschiedenen LPs und Samplern.

Rezeption[Bearbeiten]

Das Musikmagazin Rolling Stone listete den Song im November 2004 in seiner Liste der 500 besten Songs aller Zeiten auf Platz 37.[3]

Cover[Bearbeiten]

Es existieren Cover-Versionen von Sublime, Charlie Hunter, Rancid, Joan Baez, Bettina Wegner, Jimmy Cliff, Xavier Rudd, Jimmy Buffett, Boney M., ZSK, Hugh Masekela, Patrice, Wizo, NOFX, J.B.O., Sean Kingston und vielen mehr. Londonbeat hatten 1991 einen kleineren Charthit mit dem Lied.

Wyclef Jean schrieb den Text für seine Hip-Hop-Band The Fugees um und stellt einen Bezug zu seinem Leben auf Haiti her. Ihre Version war die bislang kommerziell erfolgreichste und erreichte im Jahr 1996 Platz 2 der britischen Charts.[4]

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. 'Tata' dies at 68, Jamaica Gleaner vom 1. Januar 2009 (Abgerufen am 26. Oktober 2010)
  2. Frank Bruder und Richard Fasten (Hrsg.): Pop-Splits. Volume 1 und 2: Die besten Songs aller Zeiten und ihre Geschichte. Aufbau Verlag, Berlin 2011, Seite 178, ISBN 978-3-7466-7083-6
  3. The RS 500 Greatest Songs of All Time: Rolling Stone (Version vom 22. Juni 2008 im Internet Archive) (Abgerufen am 27. Oktober 2010)
  4. Fugees – No Woman, No Cry in den UK-Single-Charts (Abgerufen am 26. Oktober 2010)