Noakhali (Distrikt)

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Noakhali (Bengalisch: নোয়াখালী জেলা, Noẏākhālī jelā) ist ein Verwaltungsdistrikt im südöstlichen Bangladesch, der innerhalb der Division Chittagong, der übergeordneten Verwaltungseinheit liegt.

Der 3600,99 km² große Distrikt grenzt im Norden an die Nachbardistrikte Kumilla und Chandpur, im Osten an die Distrikte Chittagong und Feni, im Süden an die Flussmündung des Meghna und dem Golf von Bengalen sowie im Westen an die Distrikte Lakshmipur und Bhola.

Die beiden wichtigsten Flüsse sind der Bamni und der Meghna.

Der 1821 unter dem Namen Bhulua geschaffene und 1868 in Noakhali umbenannte Verwaltungsdistrikt ist administrativ in sechs so genannte Upazilas unterteilt: Noakhali Sadar, Begumganj, Chatkhil, Companiganj, Hatiya und Senbagh. Innerhalb dieser Verwaltungsunterteilung gibt es fünf selbstverwaltende Städte (municipalities), 83 Union Parishads (Dorfräte) und 978 Dörfer.

Die größte Stadt des Distrikts ist das mehr als 75.000 Einwohner zählende Noakhali. Die Regionalverwaltung musste aufgrund des sich veränderten Flussbetts des Meghna acht Kilometer in das nördliche Maijdi ziehen, wo sie sich auch noch heute befindet.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Gegend gehörte früher zum Reich Bhulua.[1] Die Namensänderung steht mit dem Eingriff in die umliegende Natur in Zusammenhang: Durch die zunehmende landwirtschaftliche Nutzung der nördlichen Regionen ging von dem Flutwasser des Dakatia der den Bergen in Tripura (Tippera) entspringt eine Bedrohung aus, der durch einen Kanalbau begegnet wurde. Dieser 1660 gebaute künstliche Wasserlauf mündet in die Flüsse Meghna und Feni. Nach der Fertigstellung des Kanals wurde Bhulua 1868 in Noakhali – zusammengesetzt aus Noa (neu) und khal (Kanal) - umbenannt.

Der Distrikt wurde in der Vergangenheit mehrmals von Naturkatastrophen heimgesucht: So tötete 1970 ein Zyklon etwa 1 Mio. Menschen.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. http://www.banglapedia.org/HT/B_0569.htm