Nobody ist der Größte

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Filmdaten
Deutscher Titel Nobody ist der Größte
Originaltitel Un genio, due compari, un pollo
Produktionsland Italien, Frankreich, Deutschland
Originalsprache Englisch
Erscheinungsjahr 1975
Länge 120 Minuten
Altersfreigabe FSK 12
Stab
Regie Damiano Damiani
Sergio Leone
Drehbuch Damiano Damiani
Ernesto Gastaldi
Fulvio Morsella
Produktion Claudio Mancini
Fulvio Morsella
Rafran C. Rialto
Sergio Leone
Musik Ennio Morricone
Kamera Giuseppe Ruzzolini
Schnitt Nino Baragli
Besetzung

Nobody ist der Größte (Originaltitel: Un genio, due compari, un pollo, wörtlich: „Ein Genie, zwei Freunde und ein Idiot“) ist ein Italowestern mit Terence Hill, den Damiano Damiani zusammen mit Sergio Leone 1975 inszenierte. Deutschsprachiger Kinostart war am 16. Dezember 1975.

Inhalt[Bearbeiten]

Die Helden der Handlung sind der Revolverheld Nobody, sein Kumpan „Lokomotive“ Bill und dessen Freundin Lucy. Der Bösewicht ist Major Cabot, der seine Position als Kommandant des örtlichen Forts ausnutzt, um die Indianer zu betrügen.

Eine angesetzte Untersuchung durch Colonel Pembroke findet nicht statt, da dieser vorab ermordet wird. Der Mord wird allerdings von den Helden beobachtet, die daraufhin beschließen, in der Prärie für Gerechtigkeit zu sorgen. „Lokomotive“ schlüpft in die Rolle des toten Colonels, Lucy gibt sich als dessen Tochter Clementine aus.

Der Plan schlägt allerdings fehl – dies wird dem Zuschauer jedenfalls suggeriert – und die beiden landen in der Arrestzelle. Dabei ist eigentlich alles ein gut ausgedachter Plan des Helden, der sich bis zum Ende des Films entfaltet.

Kritik[Bearbeiten]

„Eine kaum durch Handlung zusammengehaltene Aneinanderreihung meist grotesker Situationen im Comic-Stil; Fortsetzungsfilm zur erfolgreichen Westernkomödie ‚Mein Name ist Nobody‘.“

Lexikon des Internationalen Films[1]

Bemerkungen[Bearbeiten]

Anders als es u. a. der deutsche und der dänische Titel suggerieren, handelt es sich bei „Nobody ist der Größte“ um keine direkte Fortsetzung von „Mein Name ist Nobody“, sondern um eine Art Prequel, in der Leone die Handlung in die Zeit der Indianerkriege verlegt und dem Charakter des „Nobody“ hier den Namen „Joe Thanks“ gibt. Ähnlich dem „ersten“ Film wird der Name der Figur für eine Reihe von Wortspielen benutzt, was allerdings durch die deutsche Synchronfassung verloren geht. So ist „Nobody ist der Größte“ zwar inhaltlich ein eigenständiger Film, knüpft jedoch in seiner Konzeption an „Mein Name ist Nobody“ an.

Der Film erschien 2005 als in Bild und Ton komplett restaurierte Fassung zusammen mit „Mein Name ist Nobody“ auf DVD. Im Vergleich zur 1975 erschienenen Kinofassung wurde u. a. die Bordell-Szene inklusive aller Folgeszenen wieder eingefügt; jedoch fehlt auf der DVD-Version die Schlusssequenz, in der man einen Adler am Himmel fliegen sieht, die Rückfahrt von den sich verabschiedenden Lokomotive und Lucy sowie eine finale Einstellung Nobodys, der sich vor der Präriekulisse den Hut ins Gesicht zieht und sich an den Felsen lehnt.[2]

Das Filmlied „Glory, glory, glory“ wird von Catherine Howe gesungen.

Hintergrund und Sonstiges[Bearbeiten]

  • Im Büro des Majors hängt neben der Tür, zusammen mit anderen Fahnen, die Fahne der DDR und der EU.

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Nobody ist der Größte im Lexikon des Internationalen Films
  2. Schnittberichte.com Vergleich zwischen Kinofassung und DVD-Version mit Screenshots.