Nocturne (Musik)
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Das Nocturne bzw. Notturno ist eine in der Zeit des Barock entstandene Form, die in ihrer Besetzung und Satzstruktur nicht festgelegt ist. In dieser Zeit überschneidet sich die Bezeichnung Nocturne mit der der Serenade. Nocturnes etablierten sich als Unterhaltungsmusik an Fürstenhäusern, waren vorrangig instrumental besetzt, konnten aber auch vokale Elemente beinhalten.
In der heutigen Wahrnehmung verbinden sich mit dem Nocturne allerdings vor allem Charakterstücke für Klavier aus der Zeit der Romantik. Besondere Bedeutung erhielten die 21 Nocturnes von Frédéric Chopin, die in ihrer Anlage nur noch selten dem in dieser Zeit gültigen Bild des Nocturnes als eher langsameres und ruhiges Klavierstück entsprechen, sondern eine große Vielfalt an Ausdrucksmöglichkeiten entfalten. Diesen Vorstellungen entsprechen eher die ebenfalls sehr populären Liebesträume von Franz Liszt, die allerdings eine hohe technische Versiertheit verlangen.
Nocturnes für Klavier wurden weiterhin u.a. von Alexander Skrjabin, Erik Satie (unter starkem Einfluss Chopins), Gabriel Fauré, Sergei Rachmaninow komponiert. Claude Debussy komponierte im Impressionismus wieder Nocturnes für Orchester und Chor und Billy Joel verwendete das Nocturne in der populären Musik.
[Bearbeiten] Literatur
- Ulrich Michels: dtv-Atlas Musik Band 2. Musikgeschichte vom Barock bis zur Gegenwart. dtv/Bärenreiter, München/Kassel 2003, ISBN 3-423-03023-2

