Nods BE

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BE ist das Kürzel für den Kanton Bern in der Schweiz und wird verwendet, um Verwechslungen mit anderen Einträgen des Namens Nodsf zu vermeiden.
Nods
Wappen von Nods
Basisdaten
Staat: Schweiz
Kanton: Bern (BE)
Verwaltungskreis: Berner Juraw
BFS-Nr.: 0724i1f3f4
Postleitzahl: 2518
Koordinaten: 572931 / 21831647.1152817.081953885Koordinaten: 47° 6′ 55″ N, 7° 4′ 55″ O; CH1903: 572931 / 218316
Höhe: 885 m ü. M.
Fläche: 26.7 km²
Einwohner: 721 (31. Dezember 2012)[1]
Einwohnerdichte: 27 Einw. pro km²
Website: www.nods.ch
Der Dorfplatz mit Dorfbrunnen

Der Dorfplatz mit Dorfbrunnen

Karte
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Nods ist eine politische Gemeinde im Verwaltungskreis Berner Jura des Kantons Bern in der Schweiz. Der frühere deutsche Name Nos wird heute nicht mehr verwendet.

Geographie[Bearbeiten]

Nods mit dem Chasseral

Nods liegt auf 885 m ü. M., 13 km westlich von Biel (Luftlinie). Das Dorf erstreckt sich am unteren Südhang des Chasseral, rund 80 m über der Hochfläche der Montagne de Diesse (deutsch Tessenberg) oberhalb des Bielersees. Bei klarem Wetter reicht der Blick von Nods über das Schweizer Mittelland bis zu den Alpen.

Die Fläche des 26.7 km² grossen Gemeindegebiets umfasst im Süden den zentralen Abschnitt der ebenen Hochfläche der Montagne de Diesse (800 m ü. M.). Nach Norden erstreckt sich das Gebiet über den weiten Südhang der Jurakette des Chasseral bis auf dessen Gipfel, der mit 1'607 m ü. M. den höchsten Punkt von Nods darstellt. Im Nordosten umfasst das Gemeindegebiet das Synklinaltal Les Prés Vaillons, das zwischen den Ketten des Chasseral und des Mont Sujet liegt. In diesem Bereich sowie auf der Höhe oberhalb Les Prés-d’Orvin befinden sich ausgedehnte Jurahochweiden mit den typischen mächtigen Fichten, die entweder einzeln oder in Gruppen stehen. Der Südhang des Chasseral, der eine Neigung von rund 20 - 30 % aufweist, ist mit dichtem Wald bestanden. Auf rund 1400 bis 1'500 m ü. M. liegt die regionale Waldgrenze, darüber gibt es Weiden mit subalpiner Flora. Von der Gemeindefläche entfielen 1997 3 % auf Siedlungen, 53 % auf Wald und Gehölze, 44 % auf Landwirtschaft und etwas weniger als 1 % war unproduktives Land.

Zu Nods gehören die Weiler Les Combes (860 m ü. M.) am Südhang des Chasseral und La Praye (806 m ü. M.) auf dem Plateau de Diesse sowie zahlreiche Einzelhöfe. Nachbargemeinden von Nods sind Plateau de Diesse, Orvin, Corgémont, Cortébert, Courtelary, Cormoret und Villeret im Kanton Bern sowie Val-de-Ruz und Lignières im Kanton Neuenburg.

Bevölkerung[Bearbeiten]

Bevölkerungsentwicklung
Jahr 1850 1860 1870 1880 1888 1900 1910 1920 1930 1941 1950 1960 1970 1980 1990 2000 2010
Einwohner 811 832 885 853 784 738 709 659 609 574 510 473 464 426 516 668 746

Mit 721 Einwohnern (Stand 31. Dezember 2012) gehört Nods zu den mittelgrossen Gemeinden des Berner Juras. Von den Bewohnern sind 85.0 % französischsprachig, 12.3 % deutschsprachig und 1.1 % portugiesischsprachig (Stand 2000). Die Bevölkerungszahl unterlag starken Schwankungen: Während 1870 885 Einwohner gezählt wurden, waren es 1980 nur noch 426 Einwohner. Seither wurden wieder deutliche Zuwachsraten verzeichnet.

Politik[Bearbeiten]

Die Wähleranteile der Parteien anlässlich der Nationalratswahlen 2011 betrugen: SVP 28.9 %, SP 23.5 %, FDP 13.8 %, GPS 8.9 %, BDP 8.1 %, EDU 5.9 %, glp 4.8 %, EVP 1.8 %, AL 1.2 %, CVP 0.8 %.[2]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Nods BE

Nods war bis in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts hauptsächlich von der Landwirtschaft geprägt. Seit etwa 1980 entwickelt sich das Dorf allmählich zur Wohngemeinde, was zu einer markanten Bevölkerungszunahme führte. Um den Dorfkern entstanden mehrere neue Wohnquartiere. Heute gibt es Arbeitsplätze in der Mechanik und im lokalen Gewerbe (darunter eine Käserei). Viele Erwerbstätige sind aber Wegpendler und arbeiten in Biel oder in der Region La Neuveville.

Verkehr[Bearbeiten]

Die Gemeinde liegt abseits der grösseren Durchgangsstrassen. Nods ist durch Kantonsstrassen mit Neuenburg, La Neuveville und Biel verbunden. Eine Strasse führt vom Dorf auf den Chasseral und weiter in das Vallon de Saint-Imier. Von La Neuveville verkehrt ein Postautokurs nach Nods, der auch die anderen bernischen Gemeinden des Plateau de Diesse bedient. Von 1963 bis 1993 war ein Sessellift von Nods zum Berggasthaus auf dem Chasseral in Betrieb.

Geschichte[Bearbeiten]

Dorfzentrum

Die erste urkundliche Erwähnung von Nods erfolgte im Jahr 1228. Der Ort gehörte den Grafen von Neuenburg, danach den Grafen von Neuenburg-Nidau. Die Oberherrschaft hatte das Fürstbistum Basel inne, das vor allem für gerichtliche und militärische Belange zuständig war. Während der Reformationszeit blieb Nods beim katholischen Glauben. Erst um 1550 wurde von der Stadt Bern die Reformation aufgezwungen, was einige Familien zur Auswanderung in das katholische Le Landeron oder Cressier bewog. Am 23. August 1798 fielen zahlreiche Häuser einem Dorfbrand zum Opfer. Von 1798 bis 1815 gehörte Nods zu Frankreich und war anfangs Teil des Département du Mont Terrible, das 1800 mit dem Département Haut-Rhin verbunden wurde. Durch den Entscheid des Wiener Kongresses kam der Ort 1815 an den Kanton Bern zum Amtsbezirk Erlach und 1846 zum neuen Distrikt La Neuveville. Seit 1988 pflegt Nods Beziehungen mit der gleichnamigen französischen Partnergemeinde Nods im Département Doubs.

Im März 2012 ist ein Fusionsvorhaben unter dem Namen Le Plateau de Diesse zwischen den Gemeinden Diesse, Lamboing, Nods und Prêles am Nein der Gemeinde Nods gescheitert.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Dorfzentrum mit Kirche

Die aus dem Jahr 1835 stammende reformierte Pfarrkirche wurde 1959-61 renoviert. Sie ersetzte ein früheres Gotteshaus von 1639, an dessen Stelle nach der Einweihung der neuen Dorfkirche ein Schulhaus erbaut wurde. Seit 1708 bildet Nods, das vorher von Diesse abhängig war, eine eigene Pfarrei. Im Dorfzentrum steht der Gemeindeturm (Tour communale oder auch Tour de Beffroi), der 1689 erstmals erwähnt ist. Nods besitzt einen malerischen Ortskern mit zahlreichen charakteristischen Bauernhäusern des 18. und 19. Jahrhunderts.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nods – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistik Schweiz – STAT-TAB: Ständige und Nichtständige Wohnbevölkerung nach Region, Geschlecht, Nationalität und Alter (Ständige Wohnbevölkerung)
  2. http://www.wahlarchiv.sites.be.ch/wahlen2011/target/NAWAInternetAction.do@method=read&sprache=d&typ=21&gem=724.html abgerufen am 15. März 2012