Nogaro

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Nogaro
Nogaro (Frankreich)
Nogaro
Region Midi-Pyrénées
Département Gers
Arrondissement Condom
Kanton Nogaro (Hauptort)
Koordinaten 43° 45′ N, 0° 2′ W43.758333333333-0.033888888888889104Koordinaten: 43° 45′ N, 0° 2′ W
Höhe 104 m (89–148 m)
Fläche 11,06 km²
Einwohner 1.975 (1. Jan. 2009)
Bevölkerungsdichte 179 Einw./km²
Postleitzahl 32110
INSEE-Code
Website Webseite der Gemeinde

Die Stiftskirche Saint-Nicolas

Die Gemeinde Nogaro befindet sich in der französischen Region Midi-Pyrénées im Département Gers und ist Hauptort des gleichnamigen Kantons. Durch den Ort führt der Fernwanderweg GR 65, welcher weitgehend dem historischen Verlauf des Französischen Jakobsweges Via Podiensis folgt.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geografie

Nogaro liegt in der historischen Region Armagnac im Herzen der Gascogne, die vor allem wegen des dort produzierten Weinbrandes, des Armagnac, weltbekannt ist. Die 1975 Einwohner (Stand 1. Januar 2009) zählende Kleinstadt liegt am Fluss Midouze, einem Nebenfluss des Adour. Die nächste größere Stadt ist Mont-de-Marsan, welche man in nordwestlicher Richtung über die Strecke D6 - D30 nach circa 44 Straßenkilometern erreicht. Die nächsten französischen Großstädte sind Toulouse (120 km) im Osten und Bordeaux (128 km) im Nordwesten.[1]

[Bearbeiten] Geschichte

Nogaro wurde 1055 durch den Erzbischof Austinde von Auch gegründet. Er schuf hier eine sogenannte Friedenszone (frz. Sauveté), um einen ungestörten Handel am Kreuzungspunkt der alten Handelsstraßen, die von Auch nach Toulouse, bzw. von Bayonne und von Eauze führten. Die durchziehenden Händler mussten Maut bezahlen, wovon die Pilger befreit waren.
1104 errichtet Graf Bernhard III. ein Hospiz für Aussätzige.
In den Religionskriegen wurde der Ort durch protestantische Truppen, unter Führung von Graf Montgomery, weitgehend zerstört, auch die Kirche Saint Nicolas wurde stark in Mitleidenschaft gezogen.
Im Jahre 1607 fiel die Grafschaft Armagnac wie die gesamte Gascogne an die französische Krone unter Henri IV. Nogaro wurde königliche Stadt, was sie bis 1642 blieb. Zwischen 1790 bis 1795 war Nogaro Bezirkshauptstadt.

[Bearbeiten] Jakobsweg (Via Podiensis)

In Nogaro gibt es neben einer Pilgerherberge (Gîte d’étape) Hotels und Privatzimmer (Chambre d'hôtes) sowie einen Campingplatz und eine Touristeninformation. Der Weg nähert sich jetzt der Flusslandschaft des Adour mit seiner intensiven landwirtschaftlichen Nutzung. Dabei wird hier vorwiegend Mais angebaut. Nach Nogaro geht es noch durch Eichen- und Edelkastanienwälder. Die Region Gers wird nun verlassen und südlich des Adour beginnt das Département Landes. Der nächste größere Ort am Jakobsweg ist Barcelonne-du-Gers bevor unmittelbar danach Aire-sur-l’Adour erreicht wird. Der Fernwanderweg GR 65 führt an Barcelonne-du-Gers vorbei direkt nach Aire-sur-l’Adour. Als Straßenverbindung führt die D931 nach Barcelonne-du-Gers. Davor gibt es weitere Übernachtungsmöglichkeiten in Arblade-le-Haut und Lanne-Soubiran.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

  • Der Bau der romanischen Stiftskirche Saint-Nicolas wurde 1055 begonnen. Sie wurde in den Religionskriegen schwer beschädigt und im 16. und 17. Jahrhundert teilerneuert. Heute präsentiert sie sich als dreischiffiges Gebäude mit halbrunder Apsis, die Seitenkapellen sind als Tonnengewölbe ausgeführt.

[Bearbeiten] Wirtschaft

  • In der Nähe gibt es einen kleinen Flugplatz
  • Die Autorennstrecke Circuit Paul Armagnac, dient auch als Teststrecke für die Formel 1.
  • Am Rande der Autorennstrecke ist unter dem Namen Mécanopole de Nogaro ein Industrieentwicklungsgelände im Aufbau.
  • Nach dem Dienstleistungssektor (ca. 63%) arbeiten in der Landwirtschaft (ca. 21%) die meisten Einwohner des Kantons.[2] Lokale Produktionsschwerpunkte sind Wein und Getreide sowie Enten und Gänse. Aus dem Wein wird der Weinbrand (Armagnac) hergestellt.[3]

[Bearbeiten] Städtepartnerschaften

[Bearbeiten] Söhne und Töchter der Stadt

  • Paul Armagnac († 21. Oktober 1962 auf der Rennstrecke von Montlhèry), Autorennfahrer

[Bearbeiten] Quellen und weiterführende Informationen

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Gemeindeinformation auf annuaire-mairie.fr (französisch) Abgerufen am 21. Januar 2010
  2. INSEE Tabelle EMP 8 (französisch) Abgerufen am 11. Februar 2010]
  3. Gemeindeinformation auf quid.fr (französisch) Abgerufen am 21. Januar 2010

[Bearbeiten] Literatur

  • Bettina Forst: Französischer Jakobsweg. Von Le Puy-en-Velay nach Roncesvalles. Alle Etappen – mit Varianten und Höhenprofilen. Bergverlag Rother, München (recte: Ottobrunn) 2007, ISBN 978-3-7633-4350-8 (Rother Wanderführer).
  • Bert Teklenborg: Radwandern entlang des Jakobswegs. Vom Rhein an das westliche Ende Europas. (Radwanderreiseführer, Routenplaner). 3. überarbeitete Auflage. Verlagsanstalt Tyrolia, Innsbruck 2007, ISBN 978-3-7022-2626-8.

[Bearbeiten] Weblinks


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