Noordoostpolder

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Gemeinde Noordoostpolder
Flagge der Gemeinde Noordoostpolder
Flagge
Wappen der Gemeinde Noordoostpolder
Wappen
Provinz Flevoland Flevoland
Bürgermeister Aucke van der Werff
Sitz der Gemeinde Emmeloord
Fläche
 – Land
 – Wasser
595,41 km²
460,05 km²
135,36 km²
CBS-Code 0171
Einwohner 46.257 (31. Dez. 2010[1])
Bevölkerungsdichte 78 Einwohner/km²
Koordinaten 52° 42′ N, 5° 45′ O52.75.75Koordinaten: 52° 42′ N, 5° 45′ O
Vorwahl 0527
Postleitzahlen 8300–8319
Website www.noordoostpolder.nl
Lage von Noordoostpolder in den Niederlanden

Der Noordoostpolder ( anhören?/i) bildet das nordöstliche Drittel der niederländischen Provinz Flevoland. Der Polder bildete früher einen Teil der Zuiderzee und wurde im Jahr 1942 im Rahmen der Zuiderzeewerke trockengelegt. Auf ihm befinden sich die Gemeinden Urk und Schokland . Der Polder ist wichtig für die hochwertige Land- und Gartenwirtschaft.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Gemeinde Noordoostpolder

Die Gemeinde hatte am 31. Dezember 2010 nach Angabe des CBS 46.257 Einwohner.

Größter Ort ist Emmeloord (2004: etwa 25.000 Einwohner). Andere Orte sind die nach dem Zweiten Weltkrieg gebauten Dörfer Marknesse (2004: 4.000 Einwohner), Nagele, Ens, Creil, Espel, Bant, Rutten, Kraggenburg, Luttelgeest und Tollebeek.

[Bearbeiten] Lage und Wirtschaft

Die ehemalige Insel Schokland gehört auch zur Gemeinde. Durch das Gemeindegebiet führt die Autobahn A6. Im Süden grenzt Noordoostpolder an das Zwarte Meer, im Südwesten an das Ketelmeer, zwei Randseen des IJsselmeeres, im Westen an das IJsselmeer und an die Gemeinde Urk, im Norden an die Gemeinde Lemsterland in der Provinz Fryslân (Friesland) und im Osten an die Provinz Overijssel. Eine Eisenbahn über Lelystad nach Amsterdam oder nach Zwolle wird geplant. Emmeloord ist das wirtschaftliche und kulturelle Zentrum der Gemeinde.

Bei Marknesse befindet sich das Nationale Luft- und Raumfahrtlabor der Niederlande (NLR) mit dem Deutsch-Niederländischen Windkanal zur Überprüfung von Flug- und Fahrzeugen. Auch befindet sich dort eine Abteilung des (von der Technischen Universität Delft geleiteten) Wasserlaufkundigen Labors (TL Delft Hydraulics), wo Dämme und andere Wasserwerke geprüft werden, indem man ein Modell nachgestellten Überschwemmungen und Sturmfluten aussetzt.

[Bearbeiten] Schokland

Die Insel Schokland (52° 38′ 14″ N, 5° 46′ 29″ O52.6373345.77466), die auch in der Bronzezeit schon bewohnt war, wurde ab dem 9. Jahrhundert wieder besiedelt. Spuren von Warften und Deichen wurden nach der Trockenlegung des Polders entdeckt. Schokland war vier Kilometer lang und zunächst einige Kilometer breit. Die Erosion durch die Zuiderzee machte Schokland immer schmaler und gefährlicher zu bewohnen. Die durch Landverluste bedrohte Insel gehörte bis in das Jahr 1660 diversen Mitgliedern der Familie Van de Werve, eine kurze Zeit war sie in den Händen von Andries de Graeff, um danach bis 1792 der Stadt Amsterdam als Ambachtsherrlichkeit anzugehören. Es hatte 1840 noch 695 Einwohner, vor allem im Dorf Emmeloord (nach dem das „neue“ Emmeloord benannt wurde). Die Gemeinde Schokland wurde 1859 aufgelöst, die Bewohner nach Volendam, Kampen und anderen Orten übergesiedelt. Wenn man einem Träger des Familiennamens Schokker begegnet, so ist die Chance groß, dass einer seiner Vorfahren diese Evakuierung erlebt hat. Die 1834 erbaute Kirche blieb als einziges Gebäude dieser Zeit auf Schokland erhalten.

Während der Besatzungszeit, bis 1945, fanden viele Untergetauchte halb-illegale Arbeit und Zuflucht, die niederländische Widerstandsbewegung hatte hier ihr Rückzugsgebiet.

1995 wurde die „Polderlandschaft Schokland“ in die UNESCO-Welterbeliste aufgenommen als Kulturlandschaft von „außergewöhnlich universellem Wert“ und daher besonders erhaltenswert.

Schokker bezeichnet einen bis ins 19. Jahrhundert gebräuchlichen niederländischen Schiffstyp.

[Bearbeiten] Wappen

Beschreibung: Der gevierte Schild zeigt im ersten Feld in Blau eine silberne Lilie; im zweiten auf Gold einen schwarzen nach oben sich verjüngenden Turm mit drei Zinnentürmen und gezogenem Torgatter und zwei tagbelichteten Fenstern, im dritten liegen im Goldenen fünf rote schrägrechte Leisten; im blauen Vierten ein silbernes Mühlrad. Auf dem Wappenschild ruht eine goldene Krone.

[Bearbeiten] Weblinks

 Commons: Noordoostpolder – Album mit Bildern und/oder Videos und Audiodateien

[Bearbeiten] Einzelnachweise

  1. Bevölkerungsstatistik, 29. März 2011Centraal Bureau voor de Statistiek, Niederlande
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