Norbert Feldhoff

aus Wikipedia, der freien Enzyklopädie
Wechseln zu: Navigation, Suche
Norbert Feldhoff, 2014

Norbert Feldhoff (* 3. November 1939 in Düsseldorf) ist Priester, emeritierter Generalvikar zweier Kölner Erzbischöfe und Kölner Dompropst.

Leben[Bearbeiten]

Nach dem Theologiestudium wurde Feldhoff am 11. Februar 1965 in Köln zum Priester geweiht. Anschließend für vier Jahre Kaplan an Hl. Dreikönige in Neuss und dort auch Stadtjugendseelsorger, wurde er 1969 Erzbischöflicher Kaplan und Geheimsekretär bei Joseph Kardinal Höffner.

Norbert Feldhoff wurde am 30. April 1975 zum Generalvikar ernannt; am 30. Mai 1975 wurde er zudem Domkapitular in Köln. Durch Papst Paul VI. am 24. Juli 1975 zum Päpstlichen Ehrenprälaten erhoben, wurde er am 21. Mai 1982 zum Archimandrit des griechisch-melkitisch-katholischen Patriarchats Jerusalem und ist seit dem 5. September 1976 auch Familiare des Deutschen Ordens. Seit dem 27. November 1983 war er Moderator der Kölner Kurie und seit dem 20. Dezember 1983 Ökonom des Erzbistums Köln. Am 20. Dezember 1983 wurde er Vorsitzender des Diözesan-Caritasverbandes für das Erzbistum Köln.

Papst Johannes Paul II. ernannte Feldhoff am 25. Juni 1992 zum Apostolischen Protonotar, und die Päpstliche Lateranuniversität verlieh ihm am 25. Mai 1993 die Ehrendoktorwürde Dr. iuris utriusque (Doktor beider Rechte – Säkular- und Kirchenrecht). Seit dem 16. September 1996 Vizepräsident des Deutschen Caritasverbandes, wählte ihn das Kölner Domkapitel am 3. Februar 2004 zum Dompropst. Nachdem er am 31. Mai 2004 auf seinen Wunsch hin als Generalvikar entpflichtet worden war, wurde er am 6. Juni 2004 als Dompropst in sein Amt eingeführt.

Norbert Feldhoff ist seit 1961 Mitglied der katholischen Studentenverbindung Hercynia Freiburg im Breisgau und seit 1978 Mitglied der Studentenverbindung K.D.St.V. Grotenburg (Detmold) zu Köln. Beide Verbindungen gehören dem CV an.

Seit Juni 2007 ist Norbert Feldhoff als Nachfolger von Peter Haanen Aufsichtsratsvorsitzender der Pax-Bank.[1]

Wirken[Bearbeiten]

Als Dompropst brachte Norbert Feldhoff das Selbstbewusstsein der Stadt Köln und des Kölner Domes wiederholt zum Ausdruck. So begrüßte er Papst Benedikt XVI. 2005 mit den Worten: „Sicher hätten Sie sich nicht träumen lassen, dass Sie einmal als Bischof von Rom, nun begleitet vom heutigen Kölner Erzbischof Kardinal Meisner, zurückkommen würden, um am Grab der verstorbenen Erzbischöfe zu beten. Sie setzen sich heute an die Spitze von zigtausend Jugendlichen, die zum Schrein der Heiligen Drei Könige pilgern, um Christus, den Herrn, anzubeten. Das Kölner Domkapitel ist stolz, dass Sie heute hierhin kommen, und wenn wir es richtig sehen, ist der Kölner Dom die erste Kathedrale der Welt, die Sie außerhalb Ihres Bistums Rom besuchen. In Kölner Bescheidenheit halten wir das für durchaus angemessen, da, wie Sie wissen, der Petersdom zu Köln die Bischofskirche der »Ecclesia Coloniensis semper sedis Apostolicae fidelis filia«[2] ist.“ Dem Oberbürgermeister von Köln, Fritz Schramma entgegnete er zum Entzünden der von der Stadt Köln gestifteten Wallfahrtskerze (2006): „Wir wissen, dass die Stadt Köln ohne den Dom fast nichts ist. Deshalb ist es nur recht, wenn der Oberbürgermeister die Wallfahrtskerze entzündet.“

2001 spielte er als Schauspieler in der TV-Kriminalreihe Tatort in der Episode „Bestien“ mit. 2006 trat er in der TV-Sendung „Unsere Besten – Lieblingsorte der Deutschen“ auf. Außerdem ist er unregelmäßig als Klassikmoderator beim domradio tätig. Seit seinem Amtsantritt als Dompropst ist Feldhoff, genau wie seine Vorgänger im Amt, auch Regimentspfarrer der Ehrengarde der Stadt Köln, einem der karnevalistischen Traditionskorps der Stadt.

Schriften[Bearbeiten]

Siehe auch[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norbert Feldhoff – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Feldhoff in Aufsichtsrat berufen [1]
  2. Kölnische(n) Kirche als allzeit treue Tochter des Apostolischen Stuhles
Vorgänger Amt Nachfolger
Bernard Henrichs Kölner Dompropst
2004
Peter Nettekoven Kölner Generalvikar
19752004
Dominik Schwaderlapp