Norbert Grob

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Norbert Grob (* 1949 in Frankfurt am Main) ist ein deutscher Film- und Medienwissenschaftler, Autor, Essayist und Filmkritiker.

Leben[Bearbeiten]

Norbert Grob kam im Herbst 1971 nach Berlin, um Germanistik zu studieren. 1980 erlangte er seinen Magister in Germanistik, mit einer Arbeit über Literaturverfilmungen. Von 1980 bis 1982 gab er zusammen mit drei Kollegen die Filmzeitschrift Filme – Altes und Neues vom Kino“ heraus, von der insgesamt 13 Ausgaben erschienen.

1984 promovierte er in Berlin über „Erzählperspektiven in den Filmen von Wim Wenders“ und arbeitete anschließend sechs Jahre lang als Wissenschaftlicher Mitarbeiter am Institut für Theaterwissenschaften der FU Berlin.

1997 habilitierte er sich in Marburg mit einer Arbeit über „die besondere Rede des Kinos“ und war zunächst Dozent an der Deutsche Film- und Fernsehakademie Berlin und der Filmakademie Baden-Württemberg in Ludwigsburg. Zurzeit ist er Professor für Filmwissenschaft und Leiter des Instituts für Mediendramaturgie[1] an der Universität Mainz.

Werk[Bearbeiten]

Als Autor und Herausgeber publizierte er zahlreiche filmhistorische Bücher, u.a. über Samuel Fuller, Nicholas Ray, Wim Wenders, Otto Preminger, Erich von Stroheim, William Wyler, „Das Jahr 1945 und das Kino“ und „Die Macht der Filmkritik“. Darüber hinaus veröffentlichte er Texte, Essays, Kritiken, Porträts für zahlreiche Bücher, Zeitschriften und Zeitungen; so etwa für Die Zeit, epd-Film und Filmbulletin.

Grob produzierte über zwanzig filmische Essays für das Fernsehen des WDR in Köln; u.a. über Alfred Hitchcock, Gerd Oswald, Elem Klimow, Robert Siodmak, Rudolf Thome, André Téchiné, Hou Hsiao-Hsien, Samuel Fuller und Otto Preminger, über den „Film noir“ und „Künstliche Menschen im Film“.

Schriften (Auswahl)[Bearbeiten]

  • William Wyler, Berlin 1997
  • als Herausgeber zusammen mit Rolf Aurich und Wolfgang Jacobsen: Preminger, Berlin 1999
  • als Herausgeber zusammen mit Bernd Kiefer, unter Mitarbeit von Marcus Stiglegger: Western, Stuttgart 2003
  • Zwischen Licht und Schatten. Essays zum Kino, St. Augustin 2002
  • Im Kino gewesen… Kritiken zum Film (1976-2001), St. Augustin 2003
  • als Herausgeber zusammen mit Susanne Marschall: Ladys, Vamps, Companions. Schauspielerinnen im Kino, St. Augustin 2000
  • als Mitverfasser: Diesseits der ‚Dämonischen Leinwand’. Neue Perspektiven auf das späte Weimarer Kino, München 2003
  • Der letzte Geisterhauch. Schriften zum Kino, Remscheid 2006
  • Just be natural! 57 Notate zur Schauspielkunst, Filmstudien (Band 51), Remscheid 2006 (ISBN 978-3-89796-176-0 oder ISBN 3-89796-176-8)
  • Elisabeth Bronfen, Norbert Grob (Hrsg.): Classical Hollywood. Philipp Reclam jun., Stuttgart 2013, ISBN 978-3-15-019015-9. (Filme von 1929 bis 1960)

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Erklärung des Studienfaches Mediendramaturgie. Das Fach wird singulär an der Universität Mainz gelehrt, abgerufen am 23. April 2014

Weblinks[Bearbeiten]