Nord (Hannover)

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Karte
Hannover, Stadtbezirk Nord hervorgehoben
Basisdaten
Stadtbezirk Nord (13)
Fläche 10,84 km²
Einwohner 30.106 (2011)
Bevölkerungsdichte 2.777 Einwohner/km²
Postleitzahlen 30167, 30165, 30179
Stadtteile
  • Nordstadt
  • Hainholz
  • Vinnhorst
  • Brink-Hafen
Webpräsenz hannover.de
Politik
Bezirksbürgermeisterin Edeltraut-Inge Geschke (SPD)
Stadtbezirksrat
(21 Sitze)
SPD: 7, Grüne: 5, CDU: 4, Linke: 1, Piraten: 1, FDP: 1

Nord ist der 13. Stadtbezirk in Hannover. Er hat 30.106 Einwohner und besteht aus den Stadtteilen Nordstadt (16.604 Einwohner), Hainholz (6.664 Einwohner), Vinnhorst (6.698 Einwohner) und Brink-Hafen (140 Einwohner) (Stand 2011).

Nordstadt[Bearbeiten]

Die Nordstadt erstreckt sich auf einem rund 2,5 km² großen Areal zwischen der Bahnstrecke Hannover–Minden im Norden und Osten, dem Berggarten und dem Großen Garten im Westen, der Leine und der Steintormasch im Süd-Westen und dem über Schloßwender und Arndtstraße führenden Cityring im Süd-Osten.

Der Engelbosteler Damm trennt als Hauptgeschäftsstraße die Nordstadt in einen nach 1946 wiederaufgebauten Ostteil und einen nach 1985 sanierten Kernbereich. Daran schließt sich im Westen eine durch einen Gürtel aus Universitäts-, Friedhofs- und Krankenhausflächen abgetrennte ruhige Villengegend an. Im Südwesten bieten der Welfengarten und der Georgengarten sowie die daran anschließenden Kleingärten und Sportanlagen Flächen für Naherholung.

Mit dem Klinikum Nordstadt befindet sich das größte Krankenhaus des Klinikums Region Hannover im Stadtteil.

Geschichte[Bearbeiten]

Hauptartikel siehe Geschichte der Nordstadt von Hannover

Das zur Universität gehörende Hochhaus an der Appelstraße wurde 1972 fertiggestellt.

Im Gebiet der heutigen Nordstadt erinnern die Straßennamen "Am Puttenser Felde" und "Schöneworth" an mittelalterliche Wüstungen. Die Nordstadt hat sich aus der "Steintor-Gartengemeinde" entwickelt, einer einst zum Amt Langenhagen gehörigen, ländlich strukturierten Verwaltungseinheit, die 1793 zum Amt Hannover kam. Eine Keimzelle des heutigen Stadtteils erkennt man noch rund um den um 1650 angelegten Alten Jüdischen Friedhof, wo mit der 1742 gegründeten "königlich privilegierten Wachstuchmacherey vor dem Steinthore" Hannovers ältester Industriebetrieb entstand. Hier steht Hannovers letztes erhaltenes Gartenhaus, ein klassizistischer Fachwerkbau von 1820 und zugleich das älteste Haus der Nordstadt.

Nachdem die Einwohnerzahl zwischen dem Dorf Hainholz und der ehemaligen Stadtgrenze von Hannover im heutigen Gebiet der Nordstadt auf über 7.000 Menschen angestiegen war, genehmigte das königliche Ministerium die Gründung einer neuen evangelisch lutherischen Gemeinde. Als Gotteshaus diente ab dem 28. August 1859 übergangsweise die Nikolaikapelle am Klagesmarkt. Nach langen Diskussionen und der Einsicht, dass die Gemeinde kaum Mittel für einen Kirchenbau aufbringen konnte, schüttete man am nördlichen Ende des Klagesmarkts den inzwischen versandeten "Ochsenpump" zu und baute mit dem Geld und unter dem Patronat von König Georg V. 1859-64 die Christuskirche, die als Residenzkirche nahezu zeitgleich mit dem Welfenschloss entstand.

Nach der Schlacht bei Langensalza 1866 und der Annexion des Königreichs Hannover durch Preußen wurde nun noch verstärkt auch das Militär zum bestimmenden Wirtschaftsfaktor in der Nordstadt. Anstelle der vorgesehenen Paläste rund um Königsworther Platz, Georgengarten und Welfenschloss für den Hofstaat der an den Wiener Hof geflohenen Familie Georg V. sollten nun weitere Militäreinrichtungen und Fabriken entstehen.

Bis zum Ausbruch des Ersten Weltkriegs erlebte die Nordstadt einen rasanten Anstieg ihrer Bevölkerungszahl, der eine sehr dichte geschlossene Blockbebauung notwendig machte.

Der Erste Weltkrieg brachte einen großen Rückschritt. Viele der hier angesiedelten kleinen Fuhrunternehmen mussten wegen Auftragsmangels schließen. Der Wegfall preiswerter Importe aus den deutschen Kolonien und die galoppierende Inflation belasteten die hier ansässige Konsumgüterindustrie, wie die Schokoladenfabrik Sprengel.

Durch die Luftangriffe auf Hannover im Zweiten Weltkrieg wurde vor allem das Gebiet östlich des Engelbosteler Damms zerstört, bedingt durch unmittelbare Nähe zum Hauptgüterbahnhof Hannover und die angrenzende Continental AG. Die Fliegerbomben sollten vor allem die kriegswichtige Gummiproduktion und die Transportmöglichkeiten der Eisenbahn treffen.

Der Wiederaufbau in den 1950er Jahren zeigte anfangs große wirtschaftliche Erfolge, die mit einem erneuten Anstieg der Bevölkerungszahl einhergingen. Ab 1972 setzte ein schleichender wirtschaftlicher Niedergang ein, der zu zahlreichen Firmenschließungen und Arbeitsplatzverlusten führte. Lediglich die Universität konnte ihren dominierenden Einfluss auf den Stadtteil weiter ausbauen. So wurde im gleichen Jahr das städtebaulich prägende Hochhaus an der Appelstraße bezogen, in dem Institute des Bauingenieurswesens und der Elektrotechnik untergebracht sind.[1] 1972 gründete sich im Stadtteil das Unabhängige Jugendzentrum Kornstraße als autonomes Jugendzentrum, das das älteste seiner Art in Deutschland ist.

Rund um den heute größtenteils leerstehenden Hauptgüterbahnhof und sein derzeit großes Brachgelände haben sich vor allem im nördlichen Bereich zwischen Weidendamm und Engelbosteler Damm kleine und mittelständische Unternehmen gehalten. Hier finden sich auch mehrere Moscheen verschiedener Religionsgruppen.

Um dem Verfall der alten Bausubstanz entgegenzuwirken und den Stadtteil insbesondere für junge Familien wieder attraktiver zu machen, wurde 1985 ein umfangreiches Stadtteilsanierungsprogramm gestartet. Im Zuge dieser Maßnahmen kam es auch zu spektakulären Grundstücksverkäufen und gewalttätigen Auseinandersetzungen mit Hausbesetzern aus der autonomen Szene, die sich dadurch in der Nordstadt mehrere Zentren erkämpft haben. Besonders die Chaostage 1995 hatten die Nordstadt als wesentlichen Standort von Auseinandersetzungen zwischen Punks und Polizei.

Historische Bauten und Denkmäler[Bearbeiten]

Das Gartenhaus Am Judenkirchhof 11c ist das letzte Zeugnis der ursprünglich ländlichen Besiedelung außerhalb der Stadtbefestigung Hannover. Das heute denkmalgeschützte Gebäude wurde um 1820 als schlichter klassizistischer Fachwerkbau mit hohem Zwerchhaus über drei mittleren Achsen errichtet. Der ehemals ebenfalls symmetrisch angelegte Garten wird zur Straßenseite hin von einer etwa gleich alten Mauer mit hohem geschmiedeten Eisenzaun begrenzt. Das Gebäude ist das älteste erhaltene Wohngebäude im Stadtteil Nordstadt. Es ist Eigentum des Landes Niedersachsen und steht im Besitz der Leibniz Universität Hannover. Es soll zum 31. März 2010 geräumt werden.

Seitlich am Gartenhaus vorbei führt ein unbefestigter Fußweg über ein großes, Jahrzehnte brachliegendes Grundstück. Darüber ist zwischen dem Brüggemannhof und den Villen an der Wilhelm-Busch-Straße die Rückseite der ehemaligen Geschäftsbücherfabrik J. C. König & Ebhardt zu erreichen. Dort befindet sich der Hintereingang des Regionalen Rechenzentrums für Niedersachsen der Leibniz Universität Hannover, wo Supercomputer im norddeutschen Verbund arbeiten.

Direkt gegenüber dem Gartenhaus liegt auf einer baumbestandenen Sanddüne der Alte Jüdische Friedhof, einer der ältesten jüdischen Begräbnisplätze in Norddeutschland.

Das Welfenschloss wurde 1857-1866 von Christian Heinrich Tramm und dessen Nachfolger Eduard Heldberg als neue Residenz König Georgs V. von Hannover geplant und gebaut. Die Annexion des Königreiches Hannover durch Preußen führte 1866 zur vollständigen Einstellung aller Baumaßnahmen. Nach einem von Hermann Hunaeus geplanten Umbau konnte der Bau ab 1879 als Hauptsitz der Technischen Hochschule genutzt werden, dem Vorläufer der heutigen Leibniz Universität Hannover.

Vor der Südfassade des Schlosses steht das um 1876 von Albert Wolff errichtete Niedersachsenross, das als Vorlage für das 1946 eingeführte, niedersächsische Landeswappen diente.

Von dem 1863-1866 durch Eduard Heldberg errichteten Marstallgebäude ist nur einer von ehemals vier Seitenflügeln erhalten geblieben, der heute als Teil der 1963-1965 errichteten Universitätsbibliothek genutzt wird.

Die Christuskirche wurde 1859-1864 von Conrad Wilhelm Hase als Residenzkirche König Georgs V. geplant und gebaut. Sie ist als erster Kirchenneubau Hannovers im 19. Jahrhundert ein Beispiel für die durch Hase begründete Hannoversche Architekturschule und europäisches Kulturdenkmal.

An der Strangriede liegt der 1864 eröffnete Neue Jüdische Friedhof, auf dem sich mit der Predigthalle der einzig erhaltene Sakralbau des Architekten Edwin Opplers befindet. Opplers bedeutendster Sakralbau, die neue Synagoge an der Burgstraße in der Calenberger Neustadt, wurde in der Reichspogromnacht 1938 durch Brandstiftung schwer beschädigt und noch vor Kriegsende gesprengt und vollständig abgetragen.

Ebenfalls an der Strangriede liegt der neue St.-Nikolai-Friedhof, auf dem einige bekannte hannoversche Unternehmer bestattet wurden.

Nördlich davon befindet sich das 1892-1895 errichtete Nordstadtkrankenhaus, welches mit seinem Pavillonsystem einen für die damaligen Verhältnisse höchst fortschrittlichen Krankenhaustyp einführte und heute mit 515 Betten das größte Krankenhaus der Region Hannover ist.

Die katholische St.-Marien-Kirche entstand 1885-1890 (Architekt Christoph Hehl). Das Kirchenschiff wurde nach der Kriegszerstörung 1953/1954 in moderneren Formen neu gebaut.

Die Nordstadt wird von den S-Bahn-Linien 1, 2, 4 und 5 und den Stadtbahnlinien 4, 5, 6 und 11 erschlossen.

Im zentralen Bereich der Nordstadt ist ein konsequentes Konzept zur Beruhigung der motorisierten Verkehrs umgesetzt worden. Mit dem Taschenkonzept wird Durchfahrts-Verkehr weitgehend vermieden, indem Fahrzeuge etwa dort wieder aus dem Wohngebiet ausfahren müssen, wo sie auch hereingefahren sind. Die Durchfahrt wird durch Sperrungen verhindert.

Hainholz[Bearbeiten]

Die ev.-luth. Kirche St. Maria im Stadtteil Hainholz
Hainholz-Stele des Künstlers Siegfried Neuenhausen

Der Stadtteil Hainholz liegt nördlich der Bahnstrecke Hannover–Minden, im Westen wird er begrenzt durch den Burgweg und den Vinnhorster Weg, im Norden durch die Schulenburger Landstraße und den Erlenweg, im Osten durch den Rübenkamp und die nördliche Fenskestraße.

Grabungsfunde weisen auf eine frühe Besiedelung der Gegend von Hainholz hin. Der Name Heynholtz wird dabei als Hinweis gedeutet, dass hier in vorchristlicher Zeit eine heilige Stätte zur Verehrung heidnischer Götter existierte. Im Zuge der Christianisierung entstand an dieser Stelle eine Kapelle mit einem steinernen Marienbild, welches 1394 in einer Urkunde von Otto II. von Braunschweig-Lüneburg erstmals erwähnt wurde. Während das Marienbild verloren ging, sind Reste des aus der gleichen Zeit stammenden Kirchenchors erhalten geblieben. Die erste urkundliche Erwähnung des Dorfes Heynholtz datiert aus dem Jahr 1425.

Während der Zeit des Dreißigjährigen Krieges ließ David Meyer, seinerzeit Pastor an der Marktkirche in Hannover, eine Gedenktafel für 21 bei Hainholz gefallene Bürger anfertigen. Die Tafel findet sich heute im Bödekersaal der Marktkirche.[2]

1891 wurde Hainholz nach Hannover eingemeindet. Zwischen 1933 und 1940 befand sich im Stadtteil der Sender Hannover-Hainholz, von dem noch ein Sendemast steht.

1864 wurde die heutige VSM Vereinigte Schmirgel- und Maschinen-Fabriken AG in Hainholz gegründet. Der bedeutendste Industriebetrieb des Stadtteils stellt Schleifmittel her. Im Norden des Stadtteils wurde zwischen 1959 und 1963 die Justizvollzugsanstalt Hannover errichtet. Die größte niedersächsische Justizvollzugsanstalt hat rund 1.000 Haftplätze. Im Stadtteilpark befindet sich das Naturbad Hainholz. In der Nähe liegt die Grundschule Fichteschule. Ein bekannter Verein ist der zweifache deutsche Rugbymeister VfV Hannover-Hainholz. Der Künstler Siegfried Neuenhausen hat seit 1983 in der früheren Hainhölzer Kornfabrik sein Atelier. Mit der Hainholzstele schuf er einen sichtbaren künstlerischen Akzent im Stadtteil. Hainholz wird von der Stadtbahnlinie 6 und der Buslinie 121 erschlossen.

Nach einer Repräsentativerhebung der Stadt Hannover aus dem Jahr 2008 ist die Hainhölzer Bevölkerung im hannoverschen Vergleich mit ihrem Stadtteil am unzufriedensten.[3][4]

Am Hainhölzer Markt befindet sich ein neues Stadtteilzentrum in Planung, der sowohl der Nahversorgung als auch als Treffpunkt dienen soll.

Vinnhorst[Bearbeiten]

Wappen Vinnhorst
Verwaltungsbau der Benecke-Kaliko
Baudetail an der Fassade des von Hans Poelzig errichteten Klinkerbaus

Vinnhorst wird im Norden begrenzt durch die A 2, im Südwesten durch die Schulenburger Landstraße, im Osten durch die Gleise der Hafenbahn und den Mittellandkanal und im Süden durch den Erlenweg. Das im Süden von Vinnhorst gelegene Wohngebiet Friedenau am Kanal zwischen Friedenauer Straße, Schulenburger Straße und Erlenweg gehörte bis 1974 zur Stadt Langenhagen Ortsteil Brink.

Vinnhorst verdankt seine Entstehung zwei Bauernstellen aus dem frühen Mittelalter, die im 12. Jahrhundert als „Hoff to der Vynhorst“ und „Hoff der Dörlinge“ erstmals urkundlich erwähnt wurden. Jahrhunderte hindurch war Vinnhorst eine kleine Landgemeinde bis um 1900 die Firma J. H. Benecke ihren Betrieb hierher verlegte. An der Beneckeallee nahe der Kanalbrücke steht ein 1921-1922 vom Architekten des Expressionismus Hans Poelzig errichteter Klinkerbau. Der in vielen Poelzig-Publikationen erwähnte Lagerschuppen in der Nähe des Klinkerhauses wurde im Juni 1997 abgerissen. Anfang des 20. Jahrhunderts entstand westlich des Ortes mit dem Bau des Kurhauses Mecklenheide die erste Außensiedlung. Im Jahre 1903 wurde die Gemeinde Vinnhorst ein selbständiges Gemeinwesen mit eigener Verwaltung. Eine rege Bautätigkeit setzte um 1922 mit der Gründung des Vinnhorster Bauvereins ein, die zum Entstehen des Ortsteils Friedenau führte. Vinnhorst wurde am 1. März 1974 im Rahmen der niedersächsischen Gebietsreform in die Stadt Hannover eingemeindet.[5] Am 27. September 1997 feierte der Stadtteil seine 600-Jahr-Feier.

Vinnhorst wird von den S-Bahn-Linien 4 und 5 und der Stadtbahnlinie 6 erschlossen. Sportmöglichkeiten gibt es unter anderem beim TuS Vinnhorst, beim Vinnhorster Tennisverein, beim TTC Vinnhorst und beim 1907 gegründeten Schützenverein Vinnhorst. Zudem gibt es die 1902 gegründete Freiwillige Feuerwehr Vinnhorst, die 1974 mit der Eingemeindung an die Stadt Hannover, der Feuerwehr Hannover, als Ortsfeuerwehr Vinnhorst, angehört. In Vinnhorst befinden sich die evangelisch-lutherische St.-Andreas-Kirche, die katholische St.-Hedwig-Kirche und eine Moschee. Seit März 2014 gibt es am Mittellandkanal zwischen den Brücken Friedenauerstraße und Beneckeallee einen 5-teiligen Skulpturenpfad mit in Baumstümpfe gearbeiteter Holzschnitzerei, geschaffen von Martin Bode.

Brink-Hafen[Bearbeiten]

Wasserturm Hannover in Brink-Hafen
Mahnmal des KZ-Außenlagers Hannover-Langenhagen im Bereich des Brinker Hafens

Brink-Hafen ist nach dem ähnlich strukturierten Stadtteil Nordhafen der einwohnermäßig zweitkleinste Stadtteil in Hannover. Er ist benannt nach dem Brinker Hafen am Mittellandkanal. Die Hafenanlage gehörte seinerzeit zur selbständigen Gemeinde Brink, die im Jahre 1938 (einschließlich Langenforth) zusammen mit Langenhagen die Gemeinde Langenhagen bildete. Nördlich des Kanals entwickelte sich das schon bestehende Gewerbegebiet Wiesenau der Gemeinde Brink großflächig weiter. Bis 1974 befanden sich der Brinker Hafen einschließlich des Gewerbegebiets, der Mittellandkanal über einen Strecke von 700 m und der Ortsteil Friedenau auf dem Gemeindegebiet von der Stadt Langenhagen.

Neben dem Hafengebiet besteht der Stadtteil auch im Übrigen fast ausschließlich aus Industrie- und Gewerbeflächen. Im Osten ist er begrenzt durch die Vahrenwalder Straße, im Norden durch die A 2 und die Heinrich-Heine-Straße im Langenhagener Stadtteil Wiesenau, im Süden durch den Mittellandkanal und im Westen durch die Strecke der Hafenbahn.

Einen Hauptsitz oder größere Niederlassung in diesem Stadtteil haben z.B. die Firmen: Eiffel Deutschland Stahltechnologie, Keymile, Kone, Nexans, Ricoh.

Vom 2. Oktober 1944 bis zum 6. Januar 1945 existierte auf dem heutigen Gewerbegebiet Brinker Hafen an der Hackethalstraße unweit der Straße Am Brinker Hafen, ein damals zu Langenhagen gehörendes Gebiet, das KZ-Außenlager Hannover-Langenhagen. Es war ein Außenlager des KZ Neuengamme für etwa 500 Frauen.

Bezirksrat[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl vom 11. September 2011 wurde die SPD mit 36,5 % der Stimmen wieder die stärkste Partei im Stadtbezirk. Die Grünen wurden mit 27,9 % erstmals zweitstärkste Partei.[6] Der Bezirksrat Nord tagt etwa achtmal im Jahr öffentlich meistens in der Mensa der Stadtentwässerung Hannover in der Sorststraße.

Siehe auch[Bearbeiten]

Literatur[Bearbeiten]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nord (Hannover) – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Wolfgang Pietsch: Jedes Jahrzehnt eine neue Architektur: die Beispiele Hochhaus Appelstraße 9A, Hauptmensa und Chemie-Erweiterung., in: Sid Auffarth, Wolfgang Pietsch: Die Universität Hannover. Ihre Bauten. Ihre Gärten. Ihre Planungsgeschichte. Michael Imhof Verlag, Petersberg, 2003. S. 203.
  2. Dirk Böttcher: MEYER, (2) David (auch Meier), in: Hannoversches Biographisches Lexikon, S. 252
  3. Herausgeber: Landeshauptstadt Hannover Der Oberbürgermeister Baureferat: Repräsentativerhebung 2008 / Sonderauswertung: Ergebnisse in Differenzierung nach Soziodemografie und Stadtteilen Schriften zur Stadtentwicklung 106, Hannover 2009
  4. Thorsten Fuchs: Hainholz - Ein Gefühl der Unzufriedenheit, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 6. März 2010, abgerufen am 8. März 2010
  5.  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 189.
  6. Die Ergebnisse der Stadtbezirksräte im Überblick, Hannoversche Allgemeine Zeitung vom 12. September 2011, abgerufen am 29. November 2011

52.4105555555569.7205555555556Koordinaten: 52° 25′ N, 9° 43′ O