Norddorf

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Dieser Artikel beschreibt die Gemeinde Norddorf auf der Nordseeinsel Amrum.
Ein Ortsteil der Stadt Erwitte in Nordrhein-Westfalen trägt ebenfalls den Namen Norddorf.
Wappen Deutschlandkarte
Die Gemeinde Norddorf führt kein Wappen
Norddorf
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Norddorf hervorgehoben
54.6833333333338.33333333333330Koordinaten: 54° 41′ N, 8° 20′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Nordfriesland
Amt: Föhr-Amrum
Höhe: 0 m ü. NN
Fläche: 5,9 km²
Einwohner: 617 (31. Dez. 2007)
Bevölkerungsdichte: 105 Einwohner je km²
Postleitzahl: 25946
Vorwahl: 04682
Kfz-Kennzeichen: NF
Gemeindeschlüssel: 01 0 54 089
Adresse der Amtsverwaltung: Hafenstr. 23
25938 Wyk auf Föhr
Webpräsenz:
Bürgermeister: Peter Koßmann
Lage der Gemeinde Norddorf im Kreis Nordfriesland
Karte

Norddorf (friesisch: Noorsaarep, dänisch: Nordtorp) ist neben Nebel und Wittdün eine der drei Gemeinden auf der Nordseeinsel Amrum.

Inhaltsverzeichnis

[Bearbeiten] Geschichte

Norddorf ist zusammen mit Süddorf das älteste der Amrumer Dörfer. 1890 gründete Friedrich von Bodelschwingh in Norddorf und nördlich von Norddorf Seehospize. Aus diesem Anlass hat sich der Ort zu einem Seeheilbad entwickelt. 1925 brannten große Teile des Dorfes ab, so dass überwiegend neuere Häuser ohne Reetdach das Dorfbild prägen. Die Seehospize existieren heute nicht mehr oder werden für andere Zwecke verwendet.

In der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts gab es nordwestlich von Norddorf am Kniepsand den Kniephafen. Dieser konnte auch von größeren Schiffen angelaufen werden und diente vor allem dem Schiffsverkehr nach Hörnum (Sylt). Der Hafen war mit dem Netz der Amrumer Inselbahn verbunden. 1938 wurde letztmalig die Anlegebrücke wegen der fortschreitenden Versandung nach Norden verlegt. Mit der Anlagerung des Kniepsands an den Dünengürtel der Insel musste auch dieser Hafen aufgegeben werden.

Die Gemeinde Norddorf bildete zusammen mit den Gemeinden Nebel und Wittdün bis zum 31. Dezember 2006 das Amt Amrum.

[Bearbeiten] Politik

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die Wählergemeinschaft Norddorfer Bürgerblock (NBB) seit der Kommunalwahl 2008 fünf und die CDU vier Sitze.

[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten

Kurpark im Ortszentrum

Touristisch interessante Anlaufpunkte des Ortes sind die südlich gelegene Vogelkoje mit ihren historischen Fanganlagen, ein naturkundliches Zentrum mit dem Schwerpunkt Umweltschutz, das vom Öömrang Ferian betrieben wird, sowie der Sandstrand auf dem westlich gelegenen Kniepsand.

Von Norddorf aus lässt sich die Amrumer Odde (nördliche Spitze der Insel) erreichen. Dort befindet sich ein großes Vogelschutzgebiet. Watvögel und andere Tiere des Wattenmeeres lassen sich hier gut beobachten. Führungen durch den Verein Jordsand finden regelmäßig statt.

Nördlich, westlich und südwestlich von Norddorf liegt ein Dünengürtel. Die höchste Amrumer Düne, genannt a Siatler, ist mit 32 m Höhe hier zu finden. Auf dieser Düne befindet sich eine Aussichtsplattform. Weiter südwestlich findet man in der Nähe des Übergangs zum Kniepsand den Leuchtturm Norddorf mit Jugendstilelementen. Das Leuchtfeuer wurde 1906 errichtet und dient als Leit- und Quermarkenfeuer für das Fahrwasser „Vortrapptief“. Es hat eine Tragweite von 16,1 sm (weiß), 12,9 sm (rot) und 11,8 sm (grün). Der Leuchtturm wird auf Amrum als Quermarkenfeuer bezeichnet.

[Bearbeiten] Wirtschaft

Mit 422.319 Übernachtungen von 43.316 Gästen im Jahr 2005 gehört die Gemeinde zu den zehn wichtigsten Fremdenverkehrsorten in Schleswig-Holstein. Die Gemeinde verfügte 2005 über 2.162 Gästebetten.

Größter Beherbergungsbetrieb in Norddorf ist die Nordseeklinik, eine Mutter-Kind-Kurklinik der AOK, die bis zu 159 Erwachsene sowie deren Kinder im Alter von 3 bis 14 Jahren für Vorsorge- und Reha-Kuren aufnimmt.

[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes

[Bearbeiten] Weblinks

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