Nordenau
| Nordenau
Stadt Schmallenberg
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|---|---|---|
| Koordinaten: | 51° 11′ N, 8° 25′ O51.1755555555568.4241666666667600Koordinaten: 51° 10′ 32″ N, 8° 25′ 27″ O | |
| Höhe: | 600–800 m ü. NN | |
| Einwohner: | 200 (31. Dez. 2008) | |
| Postleitzahl: | 57392 | |
| Vorwahl: | 02975 | |
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Lage von Nordenau in Schmallenberg |
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Nordenau ist ein Ortsteil der Stadt Schmallenberg (NRW).
Inhaltsverzeichnis |
[Bearbeiten] Geografie
Der Luftkurort im Schmallenberger Sauerland liegt auf einem Bergsattel zwischen 600 und 800 m ü. N.N. oberhalb des Nesselbachtals rund zwei Kilometer nördlich von Westfeld. Angrenzende Orte sind Nesselbach, Lengenbeck, Inderlenne, Westfeld und Ohlenbach.
[Bearbeiten] Geschichte
Die Burg Norderna wurde von den Edelherren von Grafschaft an der alten Heidenstraße um 1200 erbaut. 1645 wurde Nordena auf der Karte Westphalia Ducatus kartografisch erfasst. In Nordenau wurde seit 1866 in den Gruben „Brandholz I“ und „Brandholz II“ Schiefer abgebaut.[1] Im Jahr 1895 wohnten 147 Einwohner, nach der Eintragung des Handels- und Gewerbeadressbuches der Provinz Westfalen, im Ort Nordenau.[2] In den 50er Jahren arbeiteten bis zu 120 Personen in den Schiefergruben Brandholz. Am 1. Januar 1975 wurde Nordenau mit der Gemeinde Oberkirchen, zu der es bis dahin gehörte, in die Stadt Schmallenberg eingegliedert.[3] Die Grube „Brandholz I“ musste 1980 den Abbau wegen Erschöpfung der Lagerstätte einstellen. Im Jahr 1992 wurde der Schieferbergbau komplett eingestellt. Der letzte Grubenhunt erreichte am 28. Februar 1992 das Tageslicht. Insgesamt baute man ca. 80.000 Tonnen Schiefer ab. Auf einer Fläche von 60 Hektar wurden rund 5.000 Meter lange Stollen erschlossen. [4]
[Bearbeiten] Tourismus
Nordenau ist ein staatlich anerkannter Luftkurort. Im Ort stehen vier Hotels und 41 Pensionen.
[Bearbeiten] Sehenswürdigkeiten
Der kleine Ort mit alten, teilweise über 200 Jahre alten Fachwerkhäusern wird gekrönt von der Ruine des Bergfrieds der Burg Rappelstein, die einst Wanderern, Kaufleuten und Kriegern, die über die alte Heidenstraße, die hier über den Höhenrücken des Rothaargebirges führte, Schutz bot.
Hauptanziehungspunkt für Besucher ist der Nordenauer Heilstollen "Brandholz" mit über 100.000 Besuchern im Jahr.[5] Im Stollen "Brandholz I" wurde noch bis 1927 Schiefer abgebaut. Die wundersame Wirkung des auch als "deutsche Lourdes" oder als "Wunderstollen" bekannten Stollen entdeckte 1991 ein Gast im Weinkeller des Hotels Tommes.
→ Siehe auch: Liste der Denkmäler in Schmallenberg
[Bearbeiten] Sport
Der Ort verfügt über Sport- und Wandermöglichkeiten in den Nadel-, Laub- und Mischwäldern, einen Kurpark und den Walderlebnispfad „Eulenweg“. In unmittelbarer Nachbarschaft zu den Wintersportorten des Sauerlandes Winterberg und Altastenberg bietet auch Nordenau Wintersportmöglichkeiten.
[Bearbeiten] Religion
Am 3. März 1765 genehmigte das Generalvikariat in Köln den Bau einer Kapelle. Diese wurde innerhalb eines Jahres im Renaissancestil unterhalb der verfallenen Burg errichtet und 1925 abgerissen.<im selben Jahr erbaute man an gleicher Stelle die heutige St.-Hubertus-Kirche. [6]
[Bearbeiten] Söhne und Töchter des Ortes
- Heinrich Schauerte (* 17. November 1882 in Schmallenberg-Nordenau; † 6. August 1975 in Schmallenberg-Fredeburg) war Professor für Religiöse Volkskunde und Erster Vorsitzender des Sauerländer Heimatbundes.
→ Siehe auch: Liste von Persönlichkeiten der Stadt Schmallenberg
[Bearbeiten] Literatur
- Alfred Bruns: Nordenau, S. 663 ff. in Oberkirchen - Gericht und Kirchspiel Oberkirchen, Stadt Schmallenberg (Hrsg.), 1981
- Heinrich Schauerte: Nordenau, Sauerland-Verlag, Iserlohn, 1928
- Friedrich Albert Groeteken: Die Tochtergemeinde Nordenau, in Geschichte der Pfarrei Oberkirchen, 1949
[Bearbeiten] Weblinks
[Bearbeiten] Einzelnachweise
- ↑ Volker Wrede: Dachschieferbergbau im Sauerland (doc)
- ↑ Alfred Bruns: Oberkirchen - Gericht und Kirchspiel Oberkirchen, S. 460 und S. 663 ff., Stadt Schmallenberg (Hrsg.), 1981
- ↑ Martin Bünermann, Heinz Köstering: Die Gemeinden und Kreise nach der kommunalen Gebietsreform in Nordrhein-Westfalen. Deutscher Gemeindeverlag, Köln 1975, ISBN 3-555-30092-X.
- ↑ Hinweisschild an der Nordenauer Astenstraße
- ↑ Der Spiegel 49/1997, Du glühst ja wie ein Ofen abgerufen am 25. Juni 2010
- ↑ Alfred Bruns: Oberkirchen - Gericht und Kirchspiel Oberkirchen, S. 702, Stadt Schmallenberg (Hrsg.), 1981
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