Norderbrarup

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Norderbrarup
Norderbrarup
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Norderbrarup hervorgehoben
54.6558333333339.768611111111119Koordinaten: 54° 39′ N, 9° 46′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Schleswig-Flensburg
Amt: Süderbrarup
Höhe: 19 m ü. NHN
Fläche: 3,98 km²
Einwohner: 660 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 166 Einwohner je km²
Postleitzahl: 24392
Vorwahl: 04641
Kfz-Kennzeichen: SL
Gemeindeschlüssel: 01 0 59 063
Adresse der Amtsverwaltung: Königstraße 5
24392 Süderbrarup
Webpräsenz: www.suederbrarup.de
Bürgermeister: Wolf-Rüdiger Gramm (SPD)
Lage der Gemeinde Norderbrarup im Kreis Schleswig-Flensburg
Karte

Norderbrarup (dänisch: Nørre Brarup) ist eine Gemeinde im Kreis Schleswig-Flensburg in Schleswig-Holstein.

St.-Marien-Kirche
Der Glockenstapel (um 1440)
Die Knüttelgrundschule

Geschichte[Bearbeiten]

Der Name Norderbrarup tauchte zwischen 1445 und 1450 als „Nordbradorp“ erstmals auf. Er bedeutet „nördliches Dorf am Hang“. In Norderbrarup sind mehrere Steingräber erhalten, die in der Jungsteinzeit (4300–2300 v. Chr.) errichtet wurden. Die historischen Orte Ruruplund und Lerchenfeld liegen im Gemeindegebiet.

Politik[Bearbeiten]

Von den neun Sitzen in der Gemeindevertretung hat die SPD seit der Kommunalwahl 2013 fünf Sitze und die Wählergemeinschaft KWN vier.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Im oben rechts mit einem goldenen Hufeisen, oben links mit einer goldenen Urne belegten, blauen Schild eine erhöhte und abgeflachte goldene Wellenspitze nach Art eines barocken Giebels, darin unter ein blauer Glockenturm, belegt mit einer goldenen Glocke.“[2]

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Die Gemeinde ist vorwiegend landwirtschaftlich geprägt. Es sind neun landwirtschaftliche Betriebe eingetragen (Stand: 2010). Die meisten Einwohner sind Pendler, die in größeren umliegenden Orten arbeiten, einige Einwohner arbeiten auch in Hamburg.

Weil es im gleichen Gebäude liegt, ist das Thema Knüttelmuseum unmittelbar mit dem Thema Schule verbunden. Bei einer Prüfaktion des Schleswig-Holsteinischen Zeitungsverlages wurde die Knüttelgrundschule als beste im Kreis ausgezeichnet.

Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

In der Liste der Kulturdenkmale in Norderbrarup stehen die in der Denkmalliste des Landes Schleswig-Holstein eingetragenen Kulturdenkmale.

Kirche[Bearbeiten]

Das Wahrzeichen des Dorfes ist die St.-Marien-Kirche, die in der späten Romanik in Norderbrarup erbaut wurde. Der Dachreiter ist allerdings kein aktiver Glockenturm mehr. Zu diesem Zweck wurde ein einzelner Holzglockenturm (Glockenstapel) neben der Kirche errichtet. Er wurde 2009 vom Landesamt für Denkmalpflege als der älteste Glockenstapel in Angeln und in Schleswig-Holstein mit dem Datum „um 1441" datiert, wobei theoretisch eine Zeitspanne von 1436 und 1455 angenommen werden muss. Im Kircheninnern sind der gotische Altar von 1450 und das Taufbecken mit reicher Majuskelinschrift von 1486 besonders hervorzuheben.

Bernsteinmuseum[Bearbeiten]

In der Nähe der ehem. Ruruper Wassermühle, die heute im Freilichtmuseum Molfsee zu begutachten ist, befindet sich ein Bernsteinmuseum mit einer Bernsteinschleiferei.

Knüttel-Museum[Bearbeiten]

Im Knüttelmuseum befindet sich eine Sammlung steinzeitlicher Funde, die ursprünglich der Dorfschule gehört hatte und bei der Schulreform 1968 an das Landesmuseum in Schloss Gottorf weitergegeben wurde. Heute befindet sie sich als Leihgabe des Museums wieder in Norderbrarup. Im Knüttel-Museum sind außerdem Materialien zur Schule und Ortsgeschichte sowie zum Schleswiger Kaltblut ausgestellt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Der Künstler Jobst von Berg (* 1962) lebt und arbeitet in Norderbrarup.

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norderbrarup – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein