Norderstedt

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Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Stadt Norderstedt
Norderstedt
Deutschlandkarte, Position der Stadt Norderstedt hervorgehoben
53.6955555555569.983611111111129Koordinaten: 53° 42′ N, 9° 59′ O
Basisdaten
Bundesland: Schleswig-Holstein
Kreis: Segeberg
Höhe: 29 m ü. NHN
Fläche: 58,1 km²
Einwohner: 75.394 (31. Dez. 2013)[1]
Bevölkerungsdichte: 1298 Einwohner je km²
Postleitzahlen: 22844–22851
Vorwahl: 040
Kfz-Kennzeichen: SE
Gemeindeschlüssel: 01 0 60 063
Adresse der
Stadtverwaltung:
Rathausallee 50
22846 Norderstedt
Webpräsenz: www.norderstedt.de
Oberbürgermeister: Hans-Joachim Grote (CDU)
Lage der Stadt Norderstedt im Kreis Segeberg
Großer Plöner See Wardersee Hamburg Kreis Herzogtum Lauenburg Kreis Ostholstein Kreis Pinneberg Kreis Plön Kreis Rendsburg-Eckernförde Kreis Steinburg Tangstedt Kreis Stormarn Lübeck Neumünster Alveslohe Armstedt Bad Bramstedt Bad Segeberg Bahrenhof Bark (bei Bad Segeberg) Bebensee Bimöhlen Blunk Boostedt Bornhöved Borstel (Holstein) Buchholz (Forstgutsbezirk) Bühnsdorf Daldorf Damsdorf Dreggers Ellerau Föhrden-Barl Fredesdorf Fahrenkrug Fuhlendorf (Holstein) Geschendorf Glasau Gönnebek Groß Kummerfeld Groß Niendorf (Holstein) Groß Rönnau Großenaspe Hagen (Holstein) Hardebek Hartenholm Hasenkrug Hasenmoor Heidmoor Heidmühlen Henstedt-Ulzburg Hitzhusen Högersdorf Hüttblek Itzstedt Kaltenkirchen Kattendorf Kayhude Kisdorf Klein Gladebrügge Klein Rönnau Krems II Kükels Latendorf Leezen (Holstein) Lentföhrden Mönkloh Mözen Nahe (Holstein) Negernbötel Nehms Neuengörs Neversdorf Norderstedt Nützen Oering Oersdorf Pronstorf Rickling Rohlstorf Schackendorf Schieren (Kreis Segeberg) Schmalensee Schmalfeld Schwissel Seedorf (Kreis Segeberg) Seth (Holstein) Sievershütten Stipsdorf Stocksee Strukdorf Struvenhütten Stuvenborn Sülfeld Tarbek Tensfeld Todesfelde Trappenkamp Travenhorst Traventhal Wahlstedt Wakendorf I Wakendorf II Weddelbrook Weede Wensin Westerrade Wiemersdorf Winsen (Holstein) WittenbornKarte
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Norderstedt (plattdeutsch: Noordersteed) liegt im Süden von Schleswig-Holstein und ist nach Einwohnerzahlen hinter Kiel, Lübeck, Flensburg und Neumünster die fünftgrößte Stadt im nördlichsten deutschen Bundesland.

Das 1970 gegründete Norderstedt ist die größte Stadt des Kreises Segeberg und erhielt im Jahr 2005 den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt. Flächenmäßig steht Norderstedt nach Lübeck, Fehmarn, Kiel, Neumünster und Brunsbüttel auf Platz sechs der Städte Schleswig-Holsteins.

Geografie[Bearbeiten]

Die Stadt gehört zum Ballungsraum Hamburg (Metropolregion Hamburg) und grenzt an mehrere nördliche Stadtteile der Hansestadt: Niendorf, Langenhorn, Hummelsbüttel, Poppenbüttel, Lemsahl-Mellingstedt und Duvenstedt.

Von Norderstedt aus erreicht man mit dem Auto in rund 40–60 Minuten die Landeshauptstadt Kiel, in rund 90 Minuten die Nord- oder die Ostsee und in 30 Minuten das Zentrum von Hamburg. Durch die Nähe der Stadt zu Hamburg ergeben sich einige Besonderheiten. So verlaufen einige Straßen quer über die Stadt- und Landesgrenze unter Beibehaltung des Namens und Fortsetzung der Nummerierung. Norderstedt hat außerdem dieselbe Telefonvorwahl wie Hamburg (040). Beim alten vierstelligen Postleitzahlensystem (1961–1993) galt die Postleitzahl von Hamburg (2000) auch für Norderstedt. Einzigartig in Deutschland gibt es im Quartier Ochsenzoll einen Wochenmarkt, der über eine Stadtgrenze, gleichzeitig aber auch über die Ländergrenze Schleswig-Holstein/Hamburg geht.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Stadt Norderstedt wurde am 1. Januar 1970 durch den Zusammenschluss der Hamburger Vorstadtgemeinden Friedrichsgabe und Garstedt (beide Kreis Pinneberg) mit Harksheide und Glashütte (beide Kreis Stormarn) gegründet. Diese waren in den 1940er Jahren durch den Flüchtlingsstrom aus den ostdeutschen Gebieten (meist Ostpreußen und Oberschlesien) sowie durch den späteren Flächenbedarf der Hamburger Bevölkerung (Suburbanisierung) stark gewachsen. Der Zusammenschluss zur Stadt Norderstedt sollte auf Wunsch der vier Ursprungsgemeinden zum 1. Januar 1976 geschehen. Das Bundesland Schleswig-Holstein setzte sich jedoch darüber hinweg und verordnete die Gründung von Norderstedt bereits zum 1. Januar 1970. Zur Findung des Stadtnamens diskutierte man über Holstein (in Schleswig-Holstein der Gegenpol zu Schleswig), Süderstedt (weil im Süden Schleswig-Holsteins gelegen) und Norderstedt (nördlich der Regionsmetropole Hamburg). Norderstedt war bereits Projektbezeichnung für ein Zuzugs- und Wohnbaugebiet für Flüchtlinge aus Ostdeutschland, das von mehreren umliegenden Gemeinden getragen wurde und auf dem ehemaligen Truppenübungsplatz in Harksheide (Falkenberg) entstand. Da sich die Kreisausschüsse von Stormarn und Pinneberg über die Verwaltung nicht einigen konnten, teilte die schleswig-holsteinische Landesregierung die Stadt Norderstedt dem Kreis Segeberg zu. Erster Bürgermeister der neuen Stadt war Horst Embacher.

Am 1. Januar 2005 erhielt die Stadt Norderstedt aufgrund der stetig wachsenden Bevölkerungszahlen den Status einer Großen kreisangehörigen Stadt.

Ortsteile[Bearbeiten]

Verwaltungsrechtlich gesehen gibt es in Norderstedt keine Stadtteile, da die Ursprungsgemeinden Garstedt, Friedrichsgabe, Harksheide und Glashütte ihren Rechtsstatus mit dem Zusammenschluss zur Stadt Norderstedt im Jahr 1970 verloren haben. Die hier nachfolgend beschriebenen Wohngebiete beziehen sich somit auf die ehemaligen Grenzen der jeweiligen Gemeinden vor der Zusammenlegung zur Stadt Norderstedt.

Garstedt[Bearbeiten]

Die Alte Dorfstraße in Garstedt
Altes Garstedter Rathaus

Garstedt wurde erstmals 1370 urkundlich erwähnt, das erwähnende Dokument entstammt den Archiven der Handelskammer Hamburg. Garstedt ist der älteste und wirtschaftlich stärkste Stadtteil. Ursprünglich am Rand des Harksheidemoors gelegen, profitierten die Bauern von einer deutlich besseren Bodenqualität als in den benachbarten Dörfern.

Im Zuge der Verkoppelung (einer umfassenden Landreform) im Jahr 1794 vergrößerte sich Garstedt (auch genannt Garstedter Hagen) um Garstedter Feld (heute die Region um die Garstedter Feldstraße und die Kohfurth). In dieser Region siedelten sich die ärmeren Dorfbewohner an, die hauptsächlich von der Torfgewinnung lebten, als einfache Handwerker oder als Tagelöhner arbeiteten. Danach begann der Aufstieg zu einem Handwerksort. 1887 wurde die erste Windmühle gebaut (am Möhlenbarg) und 1889 wurden Garstedt und Harksheide zu einer unabhängigen Kirchengemeinde mit einem kleinen baulichen Ensemble aus Kirche, Pastorat und Friedhof auf dem Gelände zwischen Kirchenstraße Nr. 12 und der Ochsenzoller Straße Nr. 43. Zur Jahrhundertwende 1900 wurden bereits 1327 Einwohner gezählt. Der erste Kirchenbau der noch jungen Christus-Kirchengemeinde zu Garstedt wurde im Jahr 1906 errichtet. Der in der äußeren Erscheinung sehr ansprechende Jugendstilbau wurde jedoch in den 1960er Jahren zugunsten einer sehr viel größeren Kirche abgebrochen und durch einen schlichten Klinkerbau (Entwurf: Joachim Matthaei (1911–1999)) mit separatem Kirchturm ersetzt. Bis zum Jahr 1939 hatte sich die Zahl der Einwohner auf 4869 fast vervierfacht.

Große Bedeutung für die Region hatte von Beginn an der Ochsenzoll, eine Zollgrenze zwischen Hamburg und Holstein. Vom 15. bis in das frühe 19. Jahrhundert hinein wurden Ochsen durch das Harksheidemoor getrieben, das bis dahin die größte Moor- und Heidelandschaft in Holstein bildete. Die Ochsen mussten an der Grenze zum Stadtstaat Hamburg verzollt werden. Bis 1840 wurde der Zoll in Garstedt entrichtet (am Ende der Ulzburger Straße), danach in einer Zollstation in Harksheide (am Beginn der Langenhorner Chaussee). Straßennamen wie Schmuggelstieg in der Nähe erinnern noch heute daran. Als Schleswig-Holstein 1867 den Status einer preußischen Provinz bekam, wurde die Zollstation geschlossen.

Der Weg, den die Ochsen seit dem 15. Jahrhundert durch das Harksheidemoor nahmen, bildete auch die Grenze zwischen den landesherrlichen Ämtern Pinneberg, zu dessen Herrschaftsbereich Garstedt gehörte, und Tremsbüttel, zu dem der heutige Norderstedter Stadtteil Harksheide gehörte. Der Weg bleibt als Verwaltungsgrenze zwischen Garstedt/Friedrichsgabe (Kreis Pinneberg) und Harksheide (Kreis Stormarn) bis zur Stadtgründung 1970 erhalten.

Harksheide[Bearbeiten]

Harksheide wurde erstmals 1374 urkundlich erwähnt. Es liegt direkt nördlich des Ochsenzolls. Bis 1876 gehörte Harksheide zum Kanzleigut Tangstedt und war ein Vorwerk von Tremsbüttel, bis es 1693 zu einem eigenen Gut wurde. Anschließend wurde es zur preußischen Landgemeinde im Kreis Stormarn. Im Rahmen der Einführung der preußischen Kommunalverfassung wurde das Dorf 1889 dem Amtsbezirk Tangstedt zugeordnet.

Durch die lange verwaltungstechnische Zugehörigkeit zu Tangstedt (Stormarn) hatte Harksheide kein Ortszentrum entwickelt, sondern bildete von Anfang an nur eine lose Ansammlung von Gebäuden. So betiteln Dokumente aus dem 19. Jahrhundert die Ortschaft auch häufiger als Ansiedlung denn als Dorf. Neben der Landwirtschaft bildete die Torfgewinnung die Lebensgrundlage der Bevölkerung. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts nahm die Bevölkerungszahl beständig ab, ein Trend, der erst mit Anschluss an den Hamburger Nahverkehr umgekehrt werden konnte.

Mit dem Bau der Langenhorner Bahn bis zum Ochsenzoll entwickelte sich Harksheide zur Hamburger Vorstadtsiedlung. Aufgrund des Bevölkerungszuwachses − der Ort hatte 1939 bereits 2800 Einwohner − wurde Harksheide 1938 amtsfreie Gemeinde.

Von 1934 bis 1939 betrieb die zionistische Jugendorganisation „Hechaluz“ (hebräisch: der Pionier) auf dem „Brüderhof“ nördlich von Harksheide eine landwirtschaftliche Ausbildungsstätte (siehe Hachschara), in der junge Juden auf die Auswanderung nach Palästina und die Arbeit im Kibbuz vorbereitet wurden. Für die Juden war dies eine Möglichkeit, den zunehmenden Repressalien im Deutschen Reich zu entfliehen. Für das nationalsozialistische Regime war es eine Maßnahme, mit der die Vertreibung der Juden vorangetrieben wurde.

Nach dem Zweiten Weltkrieg verdoppelte sich die Bevölkerung durch Zuzug ausgebombter Hamburger und Vertriebener. Auf dem Gelände des früheren SS-Übungs- und Schießplatzes wurden ab 1955 die Gartenstadt Falkenberg und das Gewerbegebiet Stonsdorf (Ansiedlung einer Kräuterlikörfabrik aus Stonsdorf in Schlesien, vgl. Stonsdorfer) errichtet. Zum 1. Januar 1970 ging Harksheide in der neu gegründeten Stadt Norderstedt auf und wechselte damit auch in den Kreis Segeberg. Harksheide hatte damals rund 20.000 Einwohner.

Mit dem Bau der „Gartenstadt Falkenberg“ erhielt Harksheide ein Zentrum, den Harksheider Markt in unmittelbarer Nähe zu der in den 1950er Jahren erbauten Harksheider Kirche. An diesem Markt wurde das Harksheider Rathaus errichtet, das bis zum Bau des neuen Norderstedter Zentrums in den 1980er Jahren auch das Rathaus von Norderstedt war. Um das Rathaus herum siedelten sich verschiedene Geschäfte an und es entstand ein Wochenmarkt, die den täglichen Bedarf des wachsenden Ortes befriedigten.

Glashütte[Bearbeiten]

Wittmoor

Glashütte gehörte ursprünglich unter der Bezeichnung „Tangstedter Heide“ zum Kanzleigut Tangstedt. Es bestand aus einzeln liegenden Bauernstellen des Gutes. Dieses ließ im Glasmoor um 1740 eine Glashütte anlegen, deren Betrieb aber bereits 1774 wieder eingestellt werden musste. 1876 wurde Tangstedterheide eine vom Kanzleigut eigenständige Landgemeinde, die im Rahmen der Einführung der preußischen Kommunalverfassung zum Amtsbezirk Tangstedt kam. Wirtschaftlich lebte das Dorf neben der Landwirtschaft vor allem von der Abtorfung der teilweise im Gemeindegebiet gelegenen Moore Glasmoor und Wittmoor, so wurde 1869 eine Presstorffabrik eröffnet. 1896 erfolgte die Umbenennung in Glashütte, um der Eigenständigkeit auch im Namen Rechnung zu tragen. 1917 kaufte Hamburg das Glasmoor, um dort eine Justizvollzugsanstalt einzurichten (JVA Glasmoor, 1922 eröffnet), deren Insassen beim Torfabbau eingesetzt wurden. Mit der Verlängerung der Hamburger Hochbahn von Ohlsdorf über Langenhorn bis zum Ochsenzoll begann 1921 der Bevölkerungszuwachs, der bis zum Kriegsbeginn 1939 zu einer Bevölkerung mit 1300 Einwohnern führte. Vom März bis Oktober 1933 bestand in Glashütte im Wittmoor eines der ersten, nach dem Machtantritt der NSDAP installierten Konzentrationslager, das KZ Wittmoor: 140 Gegner des nationalsozialistischen Regimes wurden dort festgehalten, drangsaliert und zur Arbeit im Torfabbau gezwungen. Nach dem Zweiten Weltkrieg gehörte Glashütte zunächst zum Amt Tangstedt im Kreis Stormarn, bevor es zum 1. Januar 1970 in der neu gegründeten Stadt Norderstedt aufging und damit auch in den Kreis Segeberg wechselte. Glashütte hatte damals 6800 Einwohner.

Friedrichsgabe[Bearbeiten]

Friedrichsgabe ist die jüngste der vier Ortschaften, die zu Norderstedt zusammengefasst wurden. Sie wurde erst 1821 von Johann Daniel Lawaetz, einem Manufakteur und Händler aus Altona als Armenkolonie gegründet. Lawaetz bekam das nötige Land auf der Pinneberger Harksheide vom dänischen König Frederik VI., der zugleich Herzog von Schleswig und Holstein war. Zur Erinnerung an die Großzügigkeit des Königs erhielt die neue Ortschaft den Namen Frederiksgabe.

Die Besiedlung begann mit zunächst zwanzig armen Familien; sie sollten, so der Grundgedanke des Projekts, von der Landwirtschaft leben und somit nicht länger von Almosen und Unterstützung abhängig sein. Da Heidelandschaften aber keine besonders ertragreichen Böden aufweisen, waren die Siedler bereits frühzeitig auf zusätzliche Einnahmequellen angewiesen. Wie in den Nachbarorten bot sich die Torfgewinnung an. 1873 wurde das Projekt zu einem Fehlschlag erklärt und offiziell beendet. Die Siedlung Frederiksgabe wurde mit den benachbarten Ansiedlungen Meeschensee, Haslohfurth und Dreibeken zur preußischen Gemeinde Friedrichsgabe zusammengelegt. Um 1900 lebten in Friedrichsgabe nur etwa 400 Menschen.

In Friedrichsgabe hat die Moorbek, ein linker Nebenfluss der Mühlenau, ihre Quelle.

1966 wurde die Johanneskirche erbaut. Seit 2008 führt ein Geschichtspfad mit elf Tafeln durch den Stadtteil.

Norderstedt-Mitte[Bearbeiten]

Im geografischen Mittelpunkt der vier im Jahr 1970 zusammengeschlossenen Gemeinden Garstedt, Friedrichsgabe, Harksheide und Glashütte entstand mit Norderstedt-Mitte in den 1980er und 1990er Jahren ein neues Stadtzentrum das neben Wohnquartieren auch wichtige Verwaltungs-, Behörden- und Kommunalbauten wie das Norderstedter Rathaus beinhaltet. Das kleine Einkaufszentrum „Moorbek-Passage“ bietet die wichtigsten Einkaufsmöglichkeiten für die Anwohner, des Weiteren gibt es das Kino „Spektrum“ und mit der U 1 eine U-Bahn-Anbindung an Hamburg (über den Stadtteil Garstedt) sowie mit der Nahverkehrsbahn A 2 eine Verbindung nach Norden über Henstedt-Ulzburg bis nach Neumünster. Verantwortlich für die Planung und Durchführung des Projektes im „Entwicklungsteilbereich B“ war seit ihrer Gründung im Frühjahr 1974 die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH (EGNO). In den letzten Jahren wird über erhöhte Kriminalität und Abwanderung von Geschäften in der Presse berichtet.

Norderstedt-Mitte wird in der Bevölkerung mittlerweile als eigenständiger Stadtteil angesehen, gehörte zum Zeitpunkt der Zusammenlegung der vier Gemeinden jedoch zum größten Teil zu Garstedt, ein kleiner Teil zu Friedrichsgabe.

Einwohnerentwicklung Norderstedts[Bearbeiten]

(jeweils zum 31. Dezember)

Jahr Einwohner
1998 71.621
1999 71.056
2000 71.523
2001 72.016
2002 71.990
2003 71.695
2004 71.377
2005 71.330
2006 71.603
2007 71.903
2008 71.929
2010 71.992
2011 72.436
2012 74.574

Politik und Justiz[Bearbeiten]

Norderstedter Rathaus mit der Regentrude (2006)

Horst Embacher

Stadtvertretung[Bearbeiten]

Bei der Kommunalwahl am 25. Mai 2008 verlor die CDU ihre vorherige absolute Mehrheit. Zusammen mit der FDP kam das bürgerliche Lager zuerst auf 24 Sitze in der Norderstedter Stadtvertretung. SPD, GALiN (Grüne Alternative Liste in Norderstedt) und Die Linke kamen zusammen auf 25 Sitze. Mit dem Wechsel einer Stadtvertreterin von der SPD zur CDU im Mai 2009, eines Stadtvertreters von der FDP zur SPD im August 2009 und einer Stadtvertreterin von der SPD zur CDU im November 2010 (zunächst als parteiloses Fraktionsmitglied, dann Eintritt in die CDU) änderten sich die Mehrheitsverhältnisse dreimal innerhalb der Legislaturperiode.

Seit der Kommunalwahl am 26. Mai 2013 sind sechs Parteien in der Norderstedter Stadtvertretung vertreten. Insgesamt setzt sich die Norderstedter Stadtvertretung aktuell wie folgt zusammen (in Klammern die Veränderung der Sitze im Vergleich zur vorherigen Wahlperiode) :

  • CDU: 39,29 % der Stimmen, 19 (− 2) Sitze
  • SPD: 30,16 % der Stimmen, 14 (+/− 0) Sitze
  • GALiN: 13,74 % der Stimmen, 6 (+/− 0) Sitze
  • WiN: 7,32 % der Stimmen, 3 (+ 3) Sitze
  • FDP: 4,94 % der Stimmen, 2 (− 2) Sitze
  • Die Linke: 4,29 % der Stimmen, 2 (− 2) Sitze

Erstmals vertreten ist die WiN (Wir in Norderstedt), die aus einer Bürgerinitiative gegen Fluglärm entstanden ist. Mit dem Einzug der WiN kann nicht mehr von einer bürgerlichen Mehrheit im üblichen Sinne einer CDU/FDP-Kooperation ausgegangen werden.

Stadtpräsidentin ist seit 2008 Kathrin Oehme (CDU).

Verwaltung[Bearbeiten]

Der seit 1998 amtierende Oberbürgermeister heißt Hans-Joachim Grote (CDU) und war der erste direkt gewählte Bürgermeister der Stadt. In den Jahren 2004 und 2010 ist er in seinem Amt jeweils für weitere sechs Jahre bestätigt worden. Da Norderstedt am 1. Januar 2005 den Status einer „Großen kreisangehörigen Stadt“ erhielt, darf der Bürgermeister sich nun Oberbürgermeister nennen. Baudezernent Thomas Bosse (Erster Stadtrat) und Schul- und Sozialdezernentin Anette Reinders (Zweite Stadträtin) üben weitere wichtige Funktionen in der Stadt aus. Sprecher der Stadt ist Hauke Borchardt.

Seit dem 1. Januar 2007 führt die Stadt außerdem im Rahmen einer Verwaltungsgemeinschaft die Verwaltungsgeschäfte für die amtsfreie Gemeinde Ellerau.

Wappen[Bearbeiten]

Blasonierung: „Geviert von Blau und Silber mit rotem Mittelschild, darin ein achtstrahliger silberner Stern, dessen oberster Strahl mit einer silbernen Lilie besteckt ist.“[2]

Die vier Abschnitte des Wappens symbolisieren die vier Gründungsgemeinden. Die Verwendung des Wappens ist Norderstedter Bürgern nur durch einen Beschluss des Hauptausschusses im Einzelfall gestattet. Dies ist in der Satzung der Stadt Norderstedt festgelegt. Die Verwaltung ahndet den Gebrauch des Wappens z.B. bei Bürgerinitiativen restriktiv. Hingegen kann das 1998 von Norderstedt Marketing e.V. in Auftrag gegebene und 2004 leicht modifizierte Stadtlogo weitgehend ohne Einschränkungen von Norderstedter Unternehmen und Privatpersonen genutzt werden.

Erst seit Dezember 2010 hängt das Stadtwappen im Plenarsaal des Rathauses. Es ist ein Geschenk von Norderstedter Bürgern zum 40-jährigen Stadtjubiläum und wurde von der Künstlerin und Norderstedter Kulturpreisträgerin Ane Königsbaum gestaltet.

Amtsgericht Norderstedt

Flagge[Bearbeiten]

Blasonierung: „Inmitten eines weißen Tuches das Stadtwappen, etwas zur Stange hin verschoben.“[2]

Justiz[Bearbeiten]

Norderstedt ist Sitz eines Amtsgerichts.

Städtepartnerschaften[Bearbeiten]

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Das Feuerwehrmuseum Schleswig-Holstein wurde 1990 in Norderstedt-Mitte eröffnet und bietet auf 2100 m² Ausstellungsfläche Informationen über die Geschichte des vorbeugenden und abwehrenden Brandschutzes vom späten Mittelalter bis zur Neuzeit. In drei Hallen stehen die älteste Dampfspritze Deutschlands sowie Motorspritzen, Löschfahrzeuge, Anhängeleitern und Drehleitern (Baujahr 1926 bis 1967). Weiter sind eine große Uniformsammlung, wertvolle alte Handschriften, Fotos, Orden und Ehrenzeichen zu besichtigen.

Direkt an das Feuerwehrmuseum schließt sich das Stadtmuseum Norderstedt an. Dieses bietet neben einer Dauerausstellung zur Historie Norderstedts und seiner Ursprungsgemeinden auch Wechselausstellungen und kulturelle Veranstaltungen an. Das ebenfalls dort befindliche Stadtarchiv verfügt über ein Zeitungs- und Fotoarchiv aus den letzten 100 Jahren.

Theater[Bearbeiten]

Die Theaterlandschaft in Norderstedt ist vielfältig. Eine Reihe von Amateurtheatergruppen wie das Neue Theater, das Norderstedter Amateurtheater, das Tanks Theater, Theater Life – jung & creativ sowie Theater Pur – Junges Theater spielen auf den unterschiedlichen Bühnen der Stadt, wie dem Festsaal am Falkenberg, der TriBühne und dem Kulturwerk am See. Unterstützt werden die Gruppen vom Kulturbüro der Stadt sowie von der Kulturstiftung Norderstedt.

Musik[Bearbeiten]

Das Grab von Liedtexter u. Komponist Ernst Bader auf dem Ev. Friedhof Garstedt

Norderstedt beheimatet den „Musikverein Norderstedt e.V.“, zu dem unter anderem das überregional bekannte „Symphonische Blasorchester Norderstedt“ (SBN) gehört. Dieses hat mehrfach am Deutschen Orchesterwettbewerb teilgenommen und Platzierungen im vorderen Feld erzielt. Eine andere, sehr erfolgreiche Sparte des MVN ist die „Fishhead Horns Big Band“. Sie war Sieger der Landesorchesterwettbewerbe Schleswig Holsteins 1999 und 2003 und verweist auf eine große Referenzliste. Das Highlight ist die jährlich veranstaltete Swing Gala, bei der unter anderem Wolfgang Schlüter, Günter Fuhlisch, Lennart Axelsson und Herb Geller auftraten.

Seit dem Jahr 1997 gibt es in Norderstedt den Musikclub „Music Star“, der nur eine Kapazität von maximal 100 Zuhörern hat. Trotzdem sind dort schon unter anderem Bruce Springsteen und Fairport Convention aufgetreten. Seit 2006 fördert der Verein „Music-Werkstatt e.V.“ diesen Veranstaltungsort, der bisher ohne jegliche staatliche Förderung auskommen konnte.

Ebenfalls organisiert durch den Verein „Music-Werkstatt e.V.“ in Zusammenarbeit mit verschiedenen Kulturträgern der Stadt finden inzwischen zwei größere Open-Air-Veranstaltungen mit internationalen Künstlern in Norderstedt statt: Im Frühsommer das „Festival am Kulturwerk“ bisher dreimal 2008, 2009 und 2010 auf dem Gelände des Stadtparks Harksheide sowie im Spätsommer „Rock am Markt“ bisher viermal 2003, 2005, 2008 und 2010.[3]

Musikunterricht für Erwachsene, Jugendliche und Kinder wird in Norderstedt von der städtischen Musikschule und diversen gewerblichen Musikschulen angeboten.

Kino[Bearbeiten]

In Norderstedt-Mitte befindet sich das Kino „Spectrum“ mit drei unterschiedlich großen Sälen. Die Vorstellungen beginnen jeweils um 15:00 Uhr, 17:30 Uhr und 20:00 Uhr sowie sonnabends auch um 22:30 Uhr.[4]

Jugendzentren[Bearbeiten]

Die Stadt Norderstedt bietet, z.T. in Zusammenarbeit mit der Kirchengemeinde Harksheide, Jugendarbeit in den Stadtteilen an, darunter vier Jugendhäuser, zwei Bauspielplätze, ein Kreativspielplatz, eine Teestube und eine mobile Spielplatzbetreuung. Ab 1995 existierte in einem Haus an der Ulzburger Straße das Soziale Zentrum Norderstedt. Nach dem Abriss des Gebäudes Ende 2005 wurde ein neues Gebäude für das Soziale Zentrum gesucht, das 2010 in der Straße In de Tarpen gefunden wurde.

Parks[Bearbeiten]

In Harksheide befindet sich der Norderstedter Stadtpark mit dem Arboretum und dem Stadtparksee, in dem eine Wasserskianlage sowie ein Freibad betrieben werden. Im Park fand die Landesgartenschau 2011 statt. Außerdem gibt es den Willy-Brandt-Park in Garstedt sowie den Moorbekpark in Norderstedt-Mitte. Im Westen der Stadt befindet sich der Rantzauer Forst.

Kirchen[Bearbeiten]

In Norderstedt gibt es mehrere evangelische sowie eine katholische Kirchengemeinde, eine Moschee und darüber hinaus einige freikirchliche Verbindungen. Mit der Verhüllung ihrer Türme sorgten die Kirchen 1999 für bundesweite Aufmerksamkeit. Mit der Aktion sollte auf die Finanznot der Gotteshäuser hingewiesen werden. 1991 geriet die Schalom-Gemeinde (mittlerweile mit der Kirchengemeinde Harksheide-Süd Vicelin zur Kirchengemeinde Vicelin-Schalom fusioniert) in die Schlagzeilen, als sie für einige Wochen von Flüchtlingen besetzt wurde, die nach rassistischen Angriffen aus Greifswald geflohen waren und gegen ihre Wiederverlegung dorthin Widerstand leisteten.

Friedhöfe[Bearbeiten]

Grabstein von Franz und Anne Fischer.
Grabsteintext:

WIR SIND OHNE UNS
MIT DEM DER OHNE
SICH MIT UNS IST
WIR SIND MIT UNS
OHNE DEN DER MIT
SICH OHNE UNS IST
DURCH DEN TOD ER-
WANDELN WIR UNS
VOM WIR ZUM IHR.

In Norderstedt gibt es fünf Friedhöfe. Der evangelische Friedhof Garstedt ist seit den Jahren 1889 (Gründung der Ev. Kirchengemeinde zu Garstedt und Harksheide) bzw. 1903 Begräbnisplatz der Kirchengemeinde zu Garstedt, der jetzigen Ev.-Luth. Emmaus-Kirchengemeinde in Norderstedt. Vormals gehörte er zur Christus-Kirchengemeinde. Das ursprüngliche Friedhofsareal wurde mehrfach umfangreich erweitert. Die Nutzung steht allen Konfessionen offen. Besondere Grabstätten sind:

Der städtische Friedhof Harksheide wurde Ende der 1950er Jahre angelegt und liegt in unmittelbarer Nähe der Falkenbergkirche der Ev. Kirchengemeinde Harksheide. Hier ruhen u. a.:

  • Franz Fischer (1929–1970), niederösterr./deutscher Philosoph und Pädagoge und Anne Fischer-Buck (1920–2013), deutsche Sozialpädagogin

Weiterhin gibt es den städtischen Friedhof Glashütte sowie den Waldfriedhof in Friedrichsgabe. Als fünfter Friedhof wurde im Jahr 2009 (zunächst als separate Erweiterung des Waldfriedhofs) der Islamische Friedhof Norderstedt für muslimische Bürger der Stadt Norderstedt, der Hamburger Vorstadtgemeinden und der weiteren südholsteinischen Umgebung eingerichtet. Der Friedhof wird unter städtischer Trägerschaft durch den schleswig-holsteinischen Landesverband der Türkisch-Islamischen Union der Anstalt für Religion e.V. in Deutschland betreut.

Sport[Bearbeiten]

In Norderstedt existieren mehrere Sportvereine, die meisten davon mit einem breiten Spektrum angebotener Sportarten:

American Football

Der SV Friedrichsgabe beherbergt eine Mannschaft des American Football, die Nordic Wolves. Diese spielt im Waldstadion, das dem SV Friedrichsgabe gehört. Die Nordic Wolves treten auch 2009 wieder in der Regionalliga an und spielen dort gegen bekannte Teams wie die Hamburg Blue Devils und auch die Hamburg Pioneers, die man bereits aus dem Gründungsjahr 2004 kennt. Wegen des Umzuges vom Moorbekstadion wurde im Waldstadion eine Tribüne für 500 Zuschauer gebaut.

Des Weiteren gibt es seit 2008 die Norderstedt Beavers, die derzeitig eine Jugendmannschaft im Ligabetrieb haben. Die Beavers konnten bereits im ersten Jahr eine erfolgreiche Saison bestreiten und in die nächsthöhere Liga aufsteigen.

Basketball

Der erfolgreichste Basketballclub in Norderstedt ist der 1. SC Norderstedt. Die SCN Seals belegten in der Saison 2008/09 den 1. Platz in der 2. Regionalliga Nord und spielen in der Saison 2009/10 in der 1. Regionalliga (vierthöchste Spielklasse in Deutschland).

Bogenschießen

Einer der erfolgreichsten Bogensportvereine in Schleswig-Holstein ist die Schützengemeinschaft Norderstedt e.V. Die Bogenportler belegen regelmäßig die ersten Plätze auf den Landesmeisterschaften und konnten auch bereits Deutsche Meisterschaften erringen. In der Saison 2012/13 spielt die erste Mannschaft in der 1. Bundesliga Bogen Gruppe Nord.

Catch Wrestling

Seit 2006 gibt es in Norderstedt den Catch Wrestling Norddeutschland e.V., der sich für die Förderung des deutschen Catch Wrestling Sports in Norddeutschland gegründet und Kampfabende in Norderstedt und Tangstedt veranstaltet hat. Bekannte Norderstedter Kämpfer sind „Der Baron“ und „Michael Knight“.

Cheerleading

Zum American Football gehören traditionell Cheerleaders. Die Starlets Cheerleader sind ein reines Dance-Show-Team nach dem Vorbild der NFLE-Cheerleader. Unter dem Dach des SV Friedrichsgabe gibt es sowohl ein Damenteam (ab 16 Jahre) als auch ein Junior-(Mädchen)-Team (ab 10 Jahre). Die Starlets Cheerleaders absolvieren außerhalb ihrer Darbietungen bei den Footballspielen diverse Auftritte (wie bei der Night Of The Jumps in Hamburg). Sie sind Deutscher Meister 2011 im Senior Theme Dance (im Verband CVD).

Einradfahren

Der Norderstedter Sportverein (NSV) hat eine Einrad-Sparte, die bei Turnieren im Kreis bereits viele Preise gesammelt hat.

Fußball

Der größte Sportverein Norderstedts ist der 1. SC Norderstedt. Die Fußballmannschaft ist über die Stadtgrenzen hinaus bekannt geworden durch den verpassten Aufstieg in die Zweite Bundesliga gegen 1860 München 1993 sowie die Teilnahme an der 1. Hauptrunde im DFB-Pokal 1995/1996 gegen Wattenscheid 09. Die Fußballabteilung gründete unter dem Namen Eintracht Norderstedt 2003 einen eigenständigen Verein. Die 1. Herren-Mannschaft der Eintracht spielt derzeit in der Fußball-Regionalliga Nord. Nachdem die drei Erstplatzierten (FC Elmshorn, Altona 93, Buchholz 08) der Oberliga Hamburg verzichteten, gelang der Eintracht als Vierter zur Saison 2013/14 der Aufstieg.

Seit der Saison 2008/09 trug die zweite Mannschaft des Hamburger Sport-Vereins (HSV II.) im Edmund-Plambeck-Stadion ihre Heimspiele in der 4. Liga (Regionalliga Nord) aus. Sie ist aber inzwischen zur Wolfgang-Meyer-Sportanlage jenseits der Landesgrenze zurückgekehrt. Seit der Saison 2014/15 trägt die zweite Mannschaft des FC St. Pauli seine Spiele im Edmund-Plambeck-Stadion aus.

Weitere Fußball-Sportvereine oder Sportvereine mit Fußballabteilungen sind TuRa Harksheide, Norderstedter SV, SV Friedrichsgabe, Glashütter SV, FFC Nordlichter Norderstedt, 1. Norderstedter FC und Rot Weiß Norderstedt.

Das HSV-Trainingsgelände „Ochsenzoll“ am ehemaligen „Lindenhof“ in Harksheide war seit 1928 die Heimat der Amateur- und Jugendmannschaften des Vereins aus der Nachbarstadt und eine wesentliche Basis für dessen führende Stellung im Großraum Hamburg.[5] Während der Fußball-WM 2006 wurde es vom Team der USA zum Trainieren genutzt. Dort fand am 5. Juni 2006 (aus „Sicherheitsgründen“ unter Ausschluss der Öffentlichkeit) auch ein Freundschaftsspiel der USA gegen das Team Angolas statt, das 1:0 für das US-Team endete. Ein öffentliches Training fand auch im Edmund-Plambeck-Stadion statt, in dem sonst die Heimspiele von Eintracht Norderstedt ausgetragen werden.

Handball

Die Handballgemeinschaft Norderstedt (HGN) wurde 1987 von den Handballsparten der vier Vereine TuRa Harksheide, Glashütter SV, 1. SC Norderstedt und SV Friedrichsgabe gegründet. Trainiert wird in verschiedenen Hallen, die Spiele finden jedoch in der Sporthalle des Schulzentrums Süd statt. In den Spielzeiten 2001/02 und 2008/09 trat die erste Männermannschaft in der Handball-Regionalliga an. 2013 gründete die HGN zusammen mit dem Norderstedter SV im Männerbereich die Handballspielgemeinschaft Handball-Team Norderstedt.

Hockey

Es existiert eine Hockeyabteilung im „1. SC Norderstedt“ sowie beim HSV.

Kampfsport

Norderstedt ist seit nunmehr mehreren Jahren in Folge ein Austragungsort für Europameisterschaften im Kickboxen. Des Weiteren werden in Norderstedt vom Kodokan Norderstedt jährlich die Internationalen Kodokan Open (ehemals Hamburg Open) im Ju-Jutsu ausgetragen. Der Verein wurde 1988 gegründet und hat seitdem mehrere Internationale Titel gewonnen (Junioren Welt-/Europameister, Hamburger Meister, Norddeutsche Meister sowie Deutsche Meister).

Leichtathletik

Die LG Alsternord Hamburg ist zwar eine im Hamburger Leichtathletik-Verband (HHLV) eingetragene Leichtathletikgemeinschaft, setzt sich jedoch länderübergreifend aus den vier Leichtathletik-Abteilungen von TuRa Harksheide, 1. SC Norderstedt (beide Schleswig Holstein) und dem SC Alstertal-Langenhorn (Hamburg; ehemals TuS Alstertal und SC Langenhorn; kurz SCALA) zusammen. Die meisten aktiven Athleten sind daher wohnhaft in Norderstedt. Auch findet das Training neben den Hamburger Sportstätten Jahnkampfbahn (JKB) und der im Jahr 2006 eingeweihten Leichtathletik-Halle (LTH) größtenteils in Norderstedt (Sportplatz Schulzentrum Süd) statt. Seit 35 Jahren ist die LG Alsternord in Hamburg und in Schleswig-Holstein aktiv und war somit die erste länderübergreifende Leichtathletik-Gemeinschaft. Auf Landesebene sind die jungen Aktiven stets erfolgreich, sodass die LG Alsternord seit ihrer Gründung stets zu den besten fünf Vereinen Hamburgs gehört. Die Senioren sind sogar international erfolgreich[6][7][8].

Pferdesport

Fast im gesamten Stadtgebiet finden sich eine Vielzahl von Reitställen, mehrere hiervon verfügen auch über Schulponys und -pferde, mit denen Reitunterricht angeboten wird. Auch Angeboten zum Voltigieren und Gespannfahren finden sich in Norderstedt. Mehrere Reitvereine veranstalten im Stadtgebiet Reitturniere bis mit Prüfungen bis hin zur schweren Klasse.

Schießsport

Die Schützengemeinschaft Norderstedt e.V. bietet auf ihrer Schießsportanlage neben Luftgewehr und -pistole, Kleinkalibergewehr und -pistole auch Großkaliber und Vorderlader sowie Bogenschießen an.

Tanzsport

In Norderstedt gibt es auch einige Tanzsportvereine, die teilweise überregional bekannt sind: Die Tanzsportabteilung des 1. SC Norderstedt und der TSC Astoria Norderstedt sowie die TSG Creativ Norderstedt (alle drei zum Tanzsportverband Schleswig-Holstein (TSH) gehörend) sowie die Tanzsportabteilung des HSV, der TSC Astoria Hamburg und der TTC Savoy (beide Hamburger Tanzsportverband (HATV)).

Tennis

Im Stadtteil Glashütte befindet sich einer der größten Tennisvereine Schleswig-Holsteins; der TSC Glashütte e.V. mit 14 Außen- und 3 Hallenplätzen. Außerdem gibt es noch den TC Friedrichsgabe, den TC am Falkenberg, den TC Garstedt, den NSV und die Tennisabteilung des 1. SC Norderstedt sowie die Tennissparte des HSV. Alljährlich werden die Norderstedter Stadtmeisterschaften ausgetragen.

Volleyball

Der 1. VC Norderstedt existiert seit 1996 und spielt seine Punktspiele hauptsächlich in der Moorbekhalle, wo auf sechs Spielfeldern gleichzeitig gespielt werden kann. Die Mannschaften sind von der Jugend bis zum Erwachsenenbereich in diversen Ligen vertreten. Von der Kreisliga bis hin zur Dritten Liga schlagen die Volleyballer für Norderstedt auf. Die Senioren des 1. VCN sind bereits zehn Mal Deutscher Meister geworden.

Daneben gibt es noch den 1. SC Norderstedt mit aktuell einer Männermannschaft in der Hamburger Bezirksliga.

Wassersport

Ein weiterer wichtiger Verein ist die Startgemeinschaft Wasserratten e.V. Dieser Schwimmverein bildet einen Leistungsstützpunkt in Schleswig-Holstein. Bekanntestes ehemaliges Vereinsmitglied ist Sandra Völker.

Wirtschaft und Infrastruktur[Bearbeiten]

Wirtschaft[Bearbeiten]

Casio-Gebäude im Garstedter Gewerbegebiet Nettelkrögen

Über die Stadt verteilt existieren mehrere Gewerbegebiete mit teilweise international bekannten Unternehmen. In den Gewerbegebieten Nettelkrögen und Nordport in Garstedt befinden sich unter anderem die Firmenzentrale des Handelsunternehmens Blume 2000, die Europa-Zentrale des japanischen Elektronik- und Elektrogerätekonzerns Casio sowie der aktuell im Bau befindliche Firmensitz von Tesa. Im Gewerbegebiet Glashütte sind unter anderem die bekannten Medizinproduktehersteller Johnson & Johnson und Schülke & Mayr ansässig. Des Weiteren befindet sich das Hauptwerk des Gabelstapler-Produzenten Jungheinrich in Friedrichsgabe. Auch die Schokoladenfabrik Herza, ein Unternehmen der Stern-Wywiol-Gruppe, hat in Norderstedt ihren Sitz. Seit 1989 befindet sich in Norderstedt ein Vertriebszentrum von Volkswagen Original Teile Logistik und beliefert weite Teile Norddeutschlands und Dänemarks mit Volkswagen Original-Teilen. Wichtiges Zentrum des Norderstedter Einzelhandels ist das Herold-Center in Garstedt.

Versorger & Städtische Betriebe[Bearbeiten]

Logo des Arriba Erlebnisbades

Als städtischer Versorger für Wasser, Strom, Gas und Fernwärme fungieren die Stadtwerke Norderstedt. Tochtergesellschaften der Stadtwerke sind die Verkehrsgesellschaft Norderstedt mbH (VGN) als Betreiber des öffentlichen Nahverkehrs, das Frei- und Hallenbad Arriba Erlebnisbad, eines der größten Schwimmbäder Norddeutschlands, sowie die Stadtpark Norderstedt GmbH. Durch das ebenfalls den Stadtwerken untergeordnete kommunale Telekommunikationsunternehmen wilhelm.tel sind momentan knapp 27.000 Norderstedter an ein modernes Glasfasernetz angeschlossen und können so mit bis zu 100 MBit/s in das Internet gehen. Im Jahr 2012 erwirtschafteten die Stadtwerke einen Gewinn von knapp 4,6 Millionen Euro, wovon ca. 1,2 Millionen Euro direkt an den städtischen Haushalt abgeführt wurden.[9]

Daneben betreibt die Stadt Norderstedt weitere Eigenbetriebe und Gesellschaften: ein städtisches Altersheim (Das Haus im Park gGmbH), die Entwicklungsgesellschaft Norderstedt mbH (EGNO), die Mehrzwecksäle Norderstedt GmbH (MeNo), die Bildungswerke Norderstedt (Volkshochschule und Stadtbücherei) und die Norderstedter BildungsGesellschaft gGmbH (NoBiG).

Wirtschaftsvereinigungen, Interessenvertretungen[Bearbeiten]

In Norderstedt gibt es den Bund der Selbständigen e.V. (BDS) als eigenständigen Verein. Mit nach eigenen Angaben[10] etwa 400 Mitgliedern repräsentiert der BDS nicht ganz 10 % der ortsansässigen Wirtschaft.

Der 2006 in Norderstedt gegründete „Alster Business Club“ fördert die Zusammenarbeit seiner Mitgliedsunternehmen und hat nach eigenen Angaben rund 850 Mitglieder. Seit 2011 betreibt der Alster Business Club weitere Regionalgruppen in Hamburg, Kiel, Bremen und Berlin. Zu den Mitgliedern zählen u.a. der Oberbürgermeister der Stadt Norderstedt, Hans-Joachim Grote, der Bürgermeister der Stadt Bad Segeberg, Dieter Schönfeldt, die Landrätin im Kreis Segeberg, Jutta Hartwig, und der Vice-Präses der IHK zu Lübeck, Bernd Jorkisch[11].

Verkehr[Bearbeiten]

Bahnhof Norderstedt Mitte, in der Mitte ein Zug der AKN, außen die U-Bahn
U-Bahn-Haltestelle Richtweg

Norderstedt ist in das Nahverkehrsnetz des Hamburger Verkehrsverbundes eingebunden. Die U-Bahn-Linie U1 und die Linie A2 der AKN verbinden Norderstedt mit Hamburg bzw. dem nördlich gelegenen Henstedt-Ulzburg und Kaltenkirchen. Durch die U-Bahn ist die Stadt gut an den Hamburger Hauptbahnhof angeschlossen. Die Fahrzeit von Norderstedt Mitte beträgt 41 Minuten.[12] Norderstedts Eigentumsrechte an den beiden Bahnen werden durch die VGN (Verkehrsgesellschaft Norderstedt, einem Tochterunternehmen der Stadtwerke Norderstedt) wahrgenommen.

Zahlreiche Buslinien der VHH stellen die Verbindungen der Norderstedter Stadtteile untereinander und mit den Gewerbegebieten sowie den umgebenden Orten her. Der Ende 2003 neu gestaltete Busbahnhof am U-Bahnhof Garstedt direkt beim Einkaufszentrum „Herold-Center“ ist dabei ein wichtiger Knotenpunkt und ergänzt den zweiten Busbahnhof am Bahnhof Norderstedt Mitte beim Verwaltungszentrum. Ein dritter Busbahnhof befindet sich am Glashütter Markt. Eine Regionalbuslinie der Autokraft verkehrt vom U-Bahnhof Ochsenzoll über Glashütte in die Kreisstadt Bad Segeberg.

An den Wochenendnächten (Nächte Freitag/Samstag und Samstag/Sonntag) und vor Feiertagen verkehrt zusätzlich die Nachtbuslinie 616: U-Bf Norderstedt Mitte − Ulzburger Straße − Henstedt-Ulzburg (− Kisdorf) im 40-Minuten-Takt. Eine zweite Nachtbuslinie 626 verkehrt als Ringlinie durchs nördliche Norderstedt: U-Bf Norderstedt Mitte – Harksheide, Markt – Falkenhorst – Steindamm – Friedrichsgaber Weg (Nord) – U-Bf Norderstedt Mitte. Die Buslinie 278 verkehrt ebenfalls während dieser Zeit auf dem Linienteil U-Bf Ochsenzoll – Glashütter Markt. Auch die U-Bahn-Züge der Linie U1 fahren an diesen Tagen während der gesamten Nacht durchgehend im 20-Minuten-Takt zwischen Norderstedt Mitte und Hamburg (Volksdorf).

Weiterhin gibt es ein Fahrradverleihsystem der Firma Nextbike, das zur Landesgartenschau 2011 eingeführt worden ist. Insgesamt 44 Kilometer Reitwege durchziehen Norderstedt.

Die BAB 7 führt westlich an Norderstedt vorbei (Anschlussstelle Quickborn für die nördlichen Bereiche bzw. Hamburg-Schnelsen-Nord für die südlichen Bereiche). Quer durch den Süden der Stadt führt die Bundesstraße 432 (von der A 7 im Westen über die Stadtteile Garstedt, Harksheide (Süd) nach Glashütte) und verbindet Norderstedt mit der Kreisstadt Bad Segeberg und Scharbeutz an der Lübecker Bucht der Ostsee.

Die Terminals des Flughafens Hamburg in Hamburg-Fuhlsbüttel liegen nur wenige Kilometer entfernt. Ein Teil des Flughafengeländes (nördliches Ende der Start-/Landebahn 2) befindet sich sogar auf Norderstedter Stadtgebiet.

Medien[Bearbeiten]

Norderstedt ist Sitz eines Regionalstudios des NDR, das Beiträge für den Hörfunk und das Fernsehprogramm produziert. In der Woche wird mehrfach pro Tag Regionales aus dem „Studio Norderstedt“ im Programm der „NDR 1 Welle Nord“ über die Frequenzen Hamburg 89,5 MHz und Neumünster 106,4 MHz für das Hamburger Umland gesendet.

In Norderstedt gibt es seit 2001 den privaten Regionalfernsehsender „noa4“, was für „Norderstedt on air“ steht. Der Sender besitzt eine 24-Stunden Sendelizenz und strahlt sein tägliches Programm, das vor allem Themen aus Norderstedt aufgreift, im digitalen Glasfasernetz des örtlichen Kabelnetzbetreibers aus. Weiterhin kann es über die Homepage des Senders empfangen werden.

Seit August 2010 gibt es ein zweites Norderstedter Stadtfernsehen. NOWO1 sendet über das digitale Kabelnetz von wilhelm-tel wöchentlich eine regionale Magazin-Sendung, die in einer Schleife wiederholt wird. Erneuert wird die Sendung jeweils dienstags. Zudem ist NOWO1 auch über das Internet (www.nowo1.de) zu empfangen. Zu NOWO1 gehört auch „Norderstedt Kompakt“, eine kostenlose Zeitung.

Im Bereich der Printmedien gibt es die „Norderstedter Zeitung“, die täglich als Beilage zum „Hamburger Abendblatt“ im Kreis Segeberg erscheint. Der älteste in Norderstedt ansässige Zeitungsverlag war bis 2010 das Verlagshaus Meincke. Nach dem Verkauf des Verlages an die medienholding:nord erscheinen die drei Zeitungen „Heimatspiegel“, „Markt Extra“ und (für das nördliche Hamburg) „Lokal-Anzeiger“ im Verlag der Südholstein Anzeigenblatt GmbH. Weitere Zeitungen und Wochenblätter sind das zum Hamburger Wochenblatt gehörende „Norderstedter Wochenblatt“ sowie die monatlich erscheinenden „Stadtmagazin Norderstedt“ (Verlag Regenta GmbH) und „nordrevue“ (Nordrevue-Verlags UG (haftungsbeschränkt)).

Die Medienanstalt Hamburg Schleswig-Holstein hat seit 2007 ihren Sitz in Norderstedt.

Feuerwehr, Rettungsdienst, Krankenhäuser[Bearbeiten]

Löschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Friedrichsgabe, Funkrufname: 90/44/4

Norderstedt hat trotz seiner Größe keine Berufsfeuerwehr, sondern regelt diese Belange mit der Freiwilligen Feuerwehr, bestehend aus vier Ortsfeuerwehren in den Stadtteilen Harksheide, Garstedt, Glashütte und Friedrichsgabe. Im Feuerwehrtechnischen Zentrum in Harksheide ist zudem die hauptamtliche Wachabteilung untergebracht. Die Feuerwehren Glashütte und Friedrichsgabe stellen den Gefahrgutzug der Stadt Norderstedt. Die Feuerwache Friedrichsgabe stellt hierfür ein Trockenlöschfahrzeug (Tro-LF) und einen Gerätewagen Gefahrgut (GW-G), die Feuerwache Glashütte einen Gerätewagen Atemschutz (GW-AS). Die vier Feuerwehren haben eine gemeinsame Jugendfeuerwehr, aus deren Mitte sich ein Großteil des Nachwuchses für die Einsatzabteilungen bildet. Die zentrale Werkstatt mit fest angestellten Kräften befindet sich in den neu gebauten Räumlichkeiten der Freiwilligen Feuerwehr Harksheide. Dort befindet sich auch (seit 2004) die rund um die Uhr besetzte Rettungsleitstelle für den gesamten Kreis Segeberg. Zwischen dem 1. Juli 2007 und Mitte 2012 wurden von dieser Rettungsleitstelle aus auch die Feuerwehr- und Rettungskräfte der Stadt Neumünster geleitet. Entsprechend wurde der Notruf 112 aus Neumünster hierhin geleitet.

Der öffentliche Rettungsdienst wird durch eine lokale Hilfsorganisation (KBA e.V.) und das Deutsche Rote Kreuz (DRK) gestellt. Norderstedt verfügt über kein Krankenhaus der Maximalversorgung, allerdings gibt es eine kleine kardiologische Fachklinik. Bedingt sind diese Besonderheiten durch die Nähe zu Hamburg, wo diese Einrichtungen zur Verfügung stehen und länderübergreifend genutzt werden. Das Klinikum Nord befindet sich im direkt angrenzenden Hamburger Stadtteil Langenhorn.

Bildung[Bearbeiten]

Der Haupteingang des „Gymnasiums Harksheide“

Die Stadt Norderstedt ist Trägerin der meisten Schulen und Kitas im Stadtgebiet. Der vergleichsweise geringen Größe zum Trotz hat Norderstedt vier Gymnasien. Sie sind älter als die Stadt selbst; beim Zusammenschluss der Gemeinden 1970 brachte jede ihr Gymnasium mit, das Coppernicus-Gymnasium in Garstedt, das Lessing-Gymnasium/Schulzentrum Nord in Friedrichsgabe, das Gymnasium Harksheide und das Lise-Meitner-Gymnasium/Schulzentrum Süd in Glashütte. Außerdem wird die gymnasiale Oberstufe an der Willy-Brandt-Schule (Gemeinschaftsschule) und am Berufsbildungszentrum Norderstedt (ehemals Berufliche Schule des Kreises Segeberg in Norderstedt) angeboten. Es gibt eine Reihe weiterer Gemeinschaftsschulen. Bis auf eine Waldorfschule sind in Norderstedt somit alle Schulformen vertreten.

Weiterhin betreibt die Stadt die Bildungswerke Norderstedt. Darin sind die zweitgrößte Volkshochschule des Landes und die Stadtbücherei zusammengefasst[13], die jährlich von 25.000 Menschen genutzt werden. Zu den Bildungswerken Norderstedt gehören weiterhin die städtischen Anteile an der Norderstedter Bildungsgesellschaft mbH (NoBiG), die seit 2007 u.a. das ehemalige Jugendaufbauwerk des Kreises Segeberg betreibt.[14]

Die Stadtbücherei Norderstedt ist in allen vier Stadtteilen vertreten und verfügt über einen Gesamtbestand von mehr als 150.000 Medien für Unterhaltung, Freizeitgestaltung, (Weiter-)Bildung und Information. Auch Grafiken und Plakate werden verliehen. Das Bestandsangebot richtet sich an alle Altersgruppen. Als Einrichtung der Kultur und Weiterbildung arbeitet die Stadtbücherei eng mit Kindertagesstätten, Schulen und mit Bildungs- und Weiterbildungsanbietern für Erwachsene zusammen. Darüber hinaus führt sie Veranstaltungen durch.

Neben der Volkshochschule gibt es einige weitere Anbieter für Weiterbildung, z.B. die Frauencomputerschule „adasoft“, die DEKRA-Akademie und die Wirtschaftsakademie. In Trägerschaft der Volkshochschule ist in Norderstedt auch der Weiterbildungsverbund des Kreises Segeberg angesiedelt.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben und wirken[Bearbeiten]

  • Der Schauspieler und Regisseur Jörg-Peter Hahn (1930–1996) lebte in Norderstedt. Nach ihm ist der Jörg-Peter-Hahn-Platz am Veranstaltungszentrum „TriBühne“ in Norderstedt-Mitte benannt.
  • Der Komponist, Schauspieler und Liedtexter Ernst Bader (1914–1999) war Norderstedter Bürger und wurde auf dem Friedhof Garstedt beigesetzt.
  • Der österreichische Komponist und Barpianist Hans Rahner (1905–2008) wohnte und arbeitete in Norderstedt.
  • Die Goombay Dance Band, die 1980 mit Sun of Jamaica einen Nr.-1-Hit in der Bundesrepublik Deutschland hatte, ist in Norderstedt ansässig.
  • Der Blues-Musiker Tom Shaka (* 1953), der seit über dreißig Jahren in der internationalen Musikszene einen Namen hat, wohnte bis 2009 in Norderstedt, bis er nach Lüneburg umzog.
  • Der Designer Victor Colani (* 1933) lebt und arbeitet in Norderstedt.
  • Der Sachbuchautor, Naturphilosoph und Publizist Rolf Hennig (* 1928) wohnt und arbeitet in Norderstedt.
  • Jessica Stockmann lebte in Norderstedt und besuchte dort das Lessing-Gymnasium.
  • In Harksheide zur Schule gegangen ist Wolf-Rüdiger Marunde (* 1954), Chronist des Landlebens und des Neuen aus Schweinhausen.
  • Wolfgang Herrndorf wuchs in Norderstedt auf.
  • Christiane Felscherinow bewegte sich eine Zeit lang in Norderstedt und begann hier eine Ausbildung in einer Buchhaltung.
  • Der ehemalige Fußballspieler Uwe Seeler (* 1936) wohnt in Norderstedt.
  • Auch Ditmar Jakobs (* 1953), der ehemalige Fußballprofi (unter anderem beim Hamburger SV), wohnt in Norderstedt. (Da das ehemalige Trainingsgelände des HSV in Norderstedt liegt, haben einige der Spieler bzw. ehemalige Profis ihren Wohnsitz dort.)
  • Der ehemalige dänische Fußballprofi- und Nationalspieler Thomas Gravesen (* 1976) sowie sein damaliger Mannschaftskollege Allan K. Jepsen lebten während ihrer Zeit beim HSV in Norderstedt.
  • Die ehemaligen Fußballtrainer Kuno Klötzer (1922–2011) und Martin Wilke (* 1926) lebten, bzw. leben in Norderstedt.
  • Der russische Fußballprofi (Fußballnationalmannschaft der UdSSR, FC St. Pauli) Juri Sawitschew (* 1965) wohnt u. a. in Norderstedt.
  • In Norderstedt zur Schule gegangen ist der Tennisspieler Ricki Osterthun.

Literatur[Bearbeiten]

  • Manfred von Essen: Friedrichsgabe, Garstedt, Glashütte, Harksheide. Die Norderstedter Ursprungsgemeinden bis 1970. Norderstedt 1994
  • Willy Klawe: „Im übrigen herrscht Zucht und Ordnung“ Zur Geschichte des Konzentrationslagers Wittmoor … VSA-Verlag, Hamburg 1987, ISBN 3-87975-412-8
  • Karl-Heinz Schmidt: „… eine weitverstreute Siedlung“. Chronik Tangstedter Heide / Glashütte bis 1936. Norderstedt 2000
  • Margot Bankonin: Norderstedt - Kohtla-Järve - Eine Städtepartnerschaft. Kadera-Verlag, Norderstedt 2014, ISBN 978-3-944459-22-6

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Norderstedt – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Statistikamt Nord – Bevölkerung der Gemeinden in Schleswig-Holstein 4. Quartal 2013 (XLSX-Datei) (Fortschreibung auf Basis des Zensus 2011) (Hilfe dazu)
  2. a b Kommunale Wappenrolle Schleswig-Holstein
  3. Festivals auf harksheide.de
  4. Homepage des Norderstedter Kinos „Spectrum“
  5. siehe ausführlich Skrentny/Prüß: Mir der Raute im Herzen, Göttingen 2008, darin: „Hoffnung, Lichtblick, Grundpfeiler: Der Ochsenzoll, ein weitsichtiges Projekt“, Seite 77
  6. Senioren EM 2008: 1 x Gold, 1 x Bronze nach Hamburg
  7. Senioren-Hallen-WM 2008: fünf Mannschafts- und Staffel-Weltmeistertitel unter Beteiligung Hamburger Läufer
  8. Bronze für deutsche M70-Staffel bei Senioren-WM 2007
  9. http://www.norderstedt.de/loadDocument.phtml?ObjSvrID=1917&ObjID=4104&ObjLa=1&Ext=PDF
  10. PDF bei www.bds-norderstedt.de
  11. Selbstauskunft auf den Seiten des Alster Business Club
  12. Vorlage:Internetquelle/Wartung/Zugriffsdatum nicht im ISO-FormatZugverbindung zwischen Norderstedt Mitte und Hamburg Hbf. Deutsche Bahn, abgerufen am 10. März 2009.
  13. Offizielle Website der Bildungswerke Norderstedt, abgerufen am 20. August 2010
  14. NoBiG mbH auf der Website der Bildungswerke Norderstedt, abgerufen am 20. August 2010