Provinz Nordholland

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Nordholland
Provinz der Niederlande Flag of the Netherlands.svg
Wappen Flagge
Wapen van Noord-Holland.svg Flag North-Holland, Netherlands.svg
Lage
Zeeland Südholland Baarle (zu Belgien) Nordbrabant Groningen Bundesrepublik Deutschland Limburg Friesland Flevoland Drenthe Nordholland IJsselmeer Utrecht Overijssel Gelderland Frankreich Belgien NordseeKarte: Provinz Nordholland in den Niederlanden
Über dieses Bild
Basisdaten
Hauptstadt Haarlem
Größte Stadt Amsterdam
ISO 3166-2-Code NL-NH
Website www.noord-holland.nl
Hymne ik houd van het groen in je wei
Politik
Königlicher Kommissar Johan Remkes
Bevölkerung
Einwohner 2.740.442 (2. von 12)
Landesanteil 16,3 % der Niederländer
Bevölkerungsdichte 1026 Einw. pro km² (3. von 12)
Geographie
Fläche 4.091,76 km²
– Land 2.671,03 km² (4. von 12)
– Wasser 1.420,73 km²
Koordinaten 53° N, 5° O52.6780555555564.9430555555556Koordinaten: 53° N, 5° O
Verwaltungsgliederung
Gemeinden 55
Topographie der Provinz Nordholland

Topographie der Provinz Nordholland

Strand in Zandvoort
Grote Kerk in Haarlem
Satellitenbild von Nordholland
Typische Landschaft an der Küste Nordhollands

Nordholland (niederl. Noord-Holland, NH) ist eine der zwölf Provinzen der Niederlande. 2009 hatte NH 2.646.445 Einwohner auf einer Grundfläche von 2.671 km² (Stand: 2006) [1].

Geografie[Bearbeiten]

Nordholland ist eine Halbinsel zwischen der Nordsee und dem IJsselmeer. Über die Hälfte der Fläche besteht aus trockengelegten Gebieten (Polder).

Zur Provinz gehört auch die Insel Texel im Wattenmeer.

Geschichte[Bearbeiten]

Archäologische Funde zeigen, dass Nordholland (NH) bereits in der Zeit zwischen 450 und 550 n. Chr. bewohnt war. In der Umgebung von Bloemendaal wurden Töpfe, Kannen und Schalen aus dieser Zeit gefunden die nach Erkenntnissen der Archäologen aus dem Rheinland importiert waren. Die Ausgrabungen lassen darauf schließen das im 5. Jahrhundert Handelsbeziehungen zwischen NH und dem Rheinland bestanden.[2]

Holland war lange Zeit eine Personalunion (niederländisch: personele unie), bestehend aus den Grafschaften Hennegau (niederländisch: Henegouwen) und Zeeland zur Zeit von Johann II. 1299. Während des Achtzigjährigen Krieges spielte die Provinz Holland eine wichtige Rolle im Widerstand gegen die Spanier. Nach der „Unie van Utrecht“ (Utrechter Union, 1579) wurde NH Teil der Republik der Sieben Vereinigten Provinzen (Republiek der zeven verenigde Provincien). 1807 wurde Holland neu aufgeteilt in die Gebiete Amstelland und Maasland, welche bis 1814 bestehen blieben.[3]

1840 wurde die Provinz geteilt in Nord- und Südholland. Erst 1848 konnten durch eine Änderung der Gesetze die Provenzialabgeordneten (Lid van de Provenciale Staten) direkt von der Bevölkerung gewählt werden. 1919 wurde das Frauenwahlrecht eingeführt.[4]

1962 entstanden die „Provenciale Actie Commissie Noord-Holland“ (Provenziale Aktion der Kommission Nordholland, PAC) sowie die „Algemene Nederlandse Drankbestrijder Organisatie“ (Allgemeine niederländische Organisation gegen Alkoholmissbrauch, ANDO), eine Fusion mit der „Nederlandsche Vereniging tot afschaffing van Alkoholhoudende Dranken“ (Niederländische Vereinigung für die Abschaffung Alkoholhaltiger Getränke, NV). 2003 wurden die PAC und die daran verbundenen Organisationen wieder eingestellt.[5]

Wirtschaft[Bearbeiten]

  • 2009 hatte NH 60 Gemeinden
  • 2007 umfasste das Gewerbegebiet 12.071 Hektar
  • 2008 waren 204.117 Unternehmen in NH ansässig. Davon für Landbau und Fischerei: 6.958. Industrie und Baugewerbe: 31.066. Für kommerzielle und nichtkommerzielle Dienstleistungsbetriebe: 166.093 und andere.
  • Tourismus: 218 Museen gab es 2009 in NH [6].

Regionen[Bearbeiten]

In Nordholland sind folgende Regionen zu unterscheiden:

Gemeinden[Bearbeiten]

(Einwohner am 1. Januar 2014)

Zu ehemaligen Gemeinden der Provinz Nordholland siehe Liste der ehemaligen Gemeinden in der Provinz Nordholland.

Literatur[Bearbeiten]

  • Peter Mol: Van Bulderbos naar Ratteneiland. Stichting Uitgeverij Noord Holland, Wormerveer 2009, ISBN 978-90-78381-45-7, (Über die Erhaltung von Natur und Kulturhistorie in Nordholland).
  • E. van der Kleij: Architectuur en stedebouw Noord-Holland 1850–1940. Uitgeverij Waanders, Zwolle u. a. 1993, ISBN 90-6630-364-6, (Architectuur en stedebouw in 1850–1940 10).

Weblinks[Bearbeiten]

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Anzahl Einwohner und Grundfläche sowie andere Angaben. Niederländisch, abgerufen am 10 Mai 2010
  2. Ausgrabungen in Bloemendaal. Niederländisch, abgerufen am 11. Mai 2010
  3. Geschichte der Provinz Nordholland. Niederländisch, abgerufen am 11. Mai 2010
  4. Historie der Provinz Nordholland. Niederländisch, abgerufen am 11. Mai 2010
  5. Archief ANDO. Protokolle von Versammlungen, Korrespondenz, Mitgliederlisten und anderes mehr. Im IISG (Amsterdam)
  6. Fakten und Zahlen von Nordholland. Alle Angaben von www.noord-holland.nl. Niederländisch, abgerufen am 10 Mai 2010