Nordholz

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Der Titel dieses Artikels ist mehrdeutig. Weitere Bedeutungen sind unter Nordholz (Begriffsklärung) aufgeführt.
Wappen Deutschlandkarte
Wappen der Gemeinde Nordholz
Nordholz
Deutschlandkarte, Position der Gemeinde Nordholz hervorgehoben
53.7836111111118.60555555555569Koordinaten: 53° 47′ N, 8° 36′ O
Basisdaten
Bundesland: Niedersachsen
Landkreis: Cuxhaven
Höhe: 9 m ü. NHN
Fläche: 65,11 km²
Einwohner: 7289 (31. Dez. 2012)[1]
Bevölkerungsdichte: 112 Einwohner je km²
Postleitzahl: 27637
Vorwahl: 04741
Kfz-Kennzeichen: CUX
Gemeindeschlüssel: 03 3 52 040
Gemeindegliederung: 8 Ortsteile
Adresse der
Gemeindeverwaltung:
Feuerweg 9
27637 Nordholz
Webpräsenz: www.nordholz.de
Bürgermeister: Bernhard Jährling (SPD)
Lage der Gemeinde Nordholz im Landkreis Cuxhaven
Nordsee Schleswig-Holstein Bremerhaven Landkreis Osterholz Landkreis Rotenburg (Wümme) Landkreis Stade Landkreis Wesermarsch Armstorf Bad Bederkesa Belum Beverstedt Hagen im Bremischen Bülkau Cadenberge Cappel (Niedersachsen) Cuxhaven Drangstedt Hagen im Bremischen Dorum Elmlohe Flögeln Geversdorf Hagen im Bremischen Hechthausen Hemmoor Hollnseth Ihlienworth Köhlen Köhlen Kührstedt Lamstedt Lamstedt Langen (bei Bremerhaven) Lintig Loxstedt Midlum (Land Wursten) Misselwarden Mittelstenahe Mulsum (Land Wursten) Neuenkirchen (Land Hadeln) Neuhaus (Oste) Nordholz Nordleda Oberndorf (Oste) Odisheim Osten (Oste) Osterbruch Otterndorf Padingbüttel Ringstedt Hagen im Bremischen Schiffdorf Steinau (Niedersachsen) Stinstedt Stinstedt Hagen im Bremischen Wanna Wingst Wremen Hagen im BremischenKarte
Über dieses Bild
St. Georg-Kirche im Ortsteil Spieka

Nordholz (plattdeutsch Noordholt) ist eine Gemeinde bei Cuxhaven in Niedersachsen. Sie besteht neben dem Hauptort Nordholz aus den Ortsteilen Cappel-Neufeld, Deichsende, Scharnstedt, Spieka, Spieka-Neufeld, Wanhöden und Wursterheide.

Geschichte[Bearbeiten]

Die Pisten des Fliegerhorstes Nordholz (re.) und des Flugplatzes Nordholz-Spieka (li.)

Nordholz ist Standort des Flughafens Cuxhaven-Nordholz (Fliegerhorst Nordholz), der ein wichtiger Luftschiff-Standort im Ersten Weltkrieg war. Eine Besonderheit des Flughafens war der um 360° drehbare Hangar, der es den Zeppelinen ermöglichte, bei jeder Windrichtung zu starten und landen. Heute ist dort das Marinefliegerkommando mit dem Marinefliegergeschwader 3 Graf Zeppelin und dem Marinefliegergeschwader 5 der Deutschen Marine mit Seefernaufklärern und Hubschraubern beheimatet. Es gibt dort auch das Aeronauticum, das ein Luftschiff- und Marinefliegermuseum ist. In direkter Nachbarschaft liegt der Sonderlandeplatz Flugplatz Nordholz-Spieka.

Eingemeindungen[Bearbeiten]

Die drei ehemaligen Gemeinden Deichsende, Nordholz und Wursterheide schlossen sich am 1. Juli 1967 zur neuen Gemeinde Nordholz zusammen. Am 1. Januar 1970 wurde zudem die Gemeinde Wanhöden in die Gemeinde Nordholz eingegliedert. Am 1. März 1974 wurden die Gemeinde Spieka, die am 1. Juli 1968 durch den Zusammenschluss der Gemeinden Cappel-Neufeld, Spieka und Spieka-Neufeld entstanden ist, sowie Gebietsteile der Gemeinde Midlum mit damals etwa 50 Einwohnern eingegliedert.[2]

Zum 1. Januar 2015 fusioniert die Gemeinde Nordholz mit der Samtgemeinde Land Wursten zur Einheitsgemeinde Wurster Nordseeküste.[3]

Einwohnerentwicklung[Bearbeiten]

Jahr 1961 1970 1987 1992 1997 2002 2007 2008 2009 2010 2011
Einwohner 4889 5825 6937 7091 7251 7653 7576 7560 7495 7460 7430

(1961 am 6. Juni, 1970 am 27. Mai, Volkszählungsergebnisse einschließlich Spieka[2]; ab 1987 jeweils am 31. Dezember[4])

Politik[Bearbeiten]

Gemeindewahl 2011[5][6]
Wahlbeteiligung: 51,39 % (2006: 61,68 %)
 %
40
30
20
10
0
36,63 %
35,61 %
17,28 %
7,66 %
1,77 %
1,02 %
n. k.
Gewinne und Verluste
im Vergleich zu 2006
 %p
 18
 16
 14
 12
 10
   8
   6
   4
   2
   0
  -2
  -4
  -6
  -8
-10
-12
-10,63 %p
-3,92 %p
+17,28 %p
+3,60 %p
+0,38 %p
-2,02 %p
-4,73 %p
Vorlage:Wahldiagramm/Wartung/Anmerkungen
Anmerkungen:
c BF Die Nordholzer

Gemeinderat[Bearbeiten]

Nach der Gemeindewahl vom 11. September 2011 hat sich der Rat wie folgt gebildet:

  • SPD: 7 Sitze (–2)
  • CDU: 7 Sitze (–1)
  • Bürgerfraktion Die Nordholzer: 4 Sitze (+4)
  • GRÜNE: 2 Sitze (+1)

Nach der Bürgermeisterwahl vom 10. September 2006 ist Bürgermeister Bernhard Jährling (SPD) in seinem Amt mit 52,63 % der Stimmen im ersten Wahlgang gegen gleich drei Herausforderer bestätigt worden. Die Herausforderin Claudia Trumbach (parteilos, Empfehlung von CDU und Grünen) kam auf 38,1 %. Die Wahlbeteiligung lag über dem landesweiten Durchschnitt bei ca. 61 %.

Wappen[Bearbeiten]

Das Wappen der Gemeinde Nordholz zeigt ein Schild gespalten von Rot vor Blau über einem schräglinksgeteilten Schildfuß von Silber vor Grün. Oben in Rot eine silberne Tanne und in Blau ein silberner, geflügelter Propeller. Unten im Schildfuß, rechts ein silbernes Kleeblatt in Grün, links ein grünes Kleeblatt in Silber.

Kultur und Sehenswürdigkeiten[Bearbeiten]

Museen[Bearbeiten]

Aeronauticum
  • das Aeronauticum, ein deutsches Luftschiff- und Marinefliegermuseum in Nordholz

Musik[Bearbeiten]

Seit 2009 findet das Rockfestival "Deichbrand" auf dem Seeflughafen Cuxhaven-Nordholz statt.

Naturdenkmäler[Bearbeiten]

Hafenansicht von Spieka-Neufeld

Mit der Hafenanlage in Spieka-Neufeld besitzt die Gemeinde einen maritimen Zugang zur Deutschen Bucht und dem westlich der Gemeinde angrenzenden Nationalpark Niedersächsisches Wattenmeer. Entsprechend verlagert sich auch der Schwerpunkt der noch vorhandenen Schifferei von rein kommerziellem Fischfang hin zu einer touristischen Attraktion und versucht die Aufwertung als UNESCO-Weltnaturerbe zu nutzen.

Verkehr[Bearbeiten]

Südlich des Flughafens dreht sich die Parabolantenne einer SRE-M-Anlage auf dem Radarturm MSSR Nordholz. Jede dieser bundesweit sechs Anlagen hat einen Erfassungsradius von etwa 145 NM (Nautischen Meilen entspricht 270 km). Die von Bremen aus ferngesteuerte Einrichtung überwacht den Norden und Nordwesten der Bundesrepublik Deutschland sowie die südöstliche Nordsee.

Persönlichkeiten[Bearbeiten]

Söhne und Töchter der Stadt[Bearbeiten]

Sagen und Legenden[Bearbeiten]

  • Wie Spieka zu seinem Namen gekommen ist.
  • Der Spukweg bei Spieka.
  • Witte, wahr di - de Swarte haalt di.[7]

Weblinks[Bearbeiten]

 Commons: Nordholz – Sammlung von Bildern, Videos und Audiodateien
 Wikivoyage: Nordholz – Reiseführer

Einzelnachweise[Bearbeiten]

  1. Landesbetrieb für Statistik und Kommunikationstechnologie Niedersachsen, Fortgeschriebene Einwohnerzahlen zum 31. Dezember 2012 (Hilfe dazu)
  2. a b  Statistisches Bundesamt (Hrsg.): Historisches Gemeindeverzeichnis für die Bundesrepublik Deutschland. Namens-, Grenz- und Schlüsselnummernänderungen bei Gemeinden, Kreisen und Regierungsbezirken vom 27. 5. 1970 bis 31. 12. 1982. W. Kohlhammer GmbH, Stuttgart und Mainz 1983, ISBN 3-17-003263-1, S. 248 und 249.
  3. Gesetz über die Neubildung der Gemeinde Wurster Nordseeküste, Landkreis Cuxhaven vom 8. November 2012, Niedersächsisches Gesetz- und Verordnungsblatt (Nds. GVBl.) Nr. 26/12, ausgegeben in Hannover am 16. November 2012
  4. LSKN-Online
  5. http://wahl.kdo.de/?kommune=Gemeinde%20Nordholz&instflash=yes&noflash=&wahl=2011_____Gemeindewahl%2011.09.2011_____110825132562692&showData=tabelle
  6. http://wahl.kdo.de/?kommune=Gemeinde%20Nordholz&instflash=yes&noflash=&wahl=2006_____Gemeindewahl_____060714093195582&showData=ergebnis
  7. Männer vom Morgenstern: Hake Betken siene Duven. Das Sagenbuch von Elb- und Wesermündung, ISBN 3-931771-16-4